Museum 21er Haus

Das legendäre 20er Haus wird Mitte November als 21er Haus, architektonisch neu gestaltet, seine Pforten wieder öffnen.
C:Belvedere 20er u. 21er Haus

Das legendäre 20er Haus wird Mitte November als 21er Haus, architektonisch neu gestaltet, seine Pforten wieder öffnen.
So wurde aus dem einstigen Öesterreich-Pavillion,  der für die Weltausstellung 1958 in Brüssel vom  östereichischen Architekten Karl Schwanzer entworfen wurde,  durch Adaptierungen das 20er Haus einer anderen Nutzung zugeführt und als Museum 1962  in Wien eröffnet. Die einstige temporäre Kunsthalle für die Weltausstellung wurde zu einem idealen Ort für die moderne Kunst des 20. Jahrhunderts.
Das einstige Architekturjuwel erhält nun unter der Leitung des Belvedere ein neues Profil als Ausstellungshaus.
Adolf Krischanitz, einst Schüler von Karl Schwanzer, hat nun das 20er Haus adaptiert und durch eine architektonische Rundumerneuerung zum 21er Haus gemacht, nicht aber ohne seine Handschrift zu hinterlassen. Krischanitz, der zuletzt die temporäre Kunsthalle am Karlsplatz errichtet hat und in Berlin mit der temporären Kunsthalle am Schlossplatz überzeugen konnte, nicht zu vergesssen das Museum Rietberg in Zürich, kennt die Anforderungen an die moderne zeitgenössische Museums-Architektur sehr genau. Sein übergeordnetes Ziel war aber, die charakteristische Erscheinungsform des Bauwerks zu erhalten.

Krischanitz hat das 21er Haus mit einem sechsgeschossigen Turm versehen, um Raum für Büros & die Verwaltung zu gewinnen. Weiters hat er ein Cafe-Restaurant mit Terrasse eingerichtet, was die Besucher des Hauses freuen wird.
Aber viel wichtiger sind die großen Ausstellungsflächen, die für den zukünftigen Museums-Betrieb eingeplant wurden. Einen multifunktionalen Veranstaltungsraum wird es auch geben.
Mit der Eröffnung des Hauses, wird auch die Fritz-Wortruba-Privatstiftung einziehen, die dem Belvedere den Nachlass des bedeutenden österreichischen Bildhauers Fritz Wortruba für die Dauer von 12 Jahren, als Leihgabe zur Verfügung stellt und einen beträchtlichen Zuschuss  von € 1,5 Mio zur Finanzierung geleistet hat.
Die Artothek des Bundes wird ebenfalls 2012 in das 21er Haus einziehen.
Der gesamte Umbau hat  € 31, 9 Millionen gekostet.
Die Direktorin des Hauses Agnes Husslein-Arco, die überglücklich ist, dass das 21er Haus endlich eröffnet wird, macht sich um die Besucherzahlen keine Sorgen. Die Zielgruppe wird vor allem ein jüngeres Museums-Publikum sein.
Das Belvedere konnte 2,6 Millionen Eigenmittel, teils aus Sponsorgeldern lukrieren.
Der einzige Wermutstropfen,  der bleibt ist die Finanzierung des laufenden Museums-Betriebs, die noch nicht gesichert ist.
Der neue Museumsort versteht sich Plattform für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die in einen internationalen Kontext gesetzt wird und den Besuchern den Zugang zur österreichischen Gegenwartskunst ermöglichen wird.
Am 15. November wird das 21er Haus mit der Ausstellung „Schöne Aussichten“, die bis zum 8. Jänner zu sehen sein wird,  feierlich eröffnet.

Verena Nussbaumer

Besucherinformationen:

Eröffnung 21erHaus:
Dienstag, den 15. November 2011, 19.00 Uhr
1030 Wien, Schweizergarten, Arsenalstraße 1

Ausstellungsdauer
Schöne Aussichten
16. November 2011 bis 08. Jänner 2012
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10 bis 18 Uhr


www.21erhaus.at

 

 

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