
Der Graben in Wien wird vom 18. Mai bis 2. November 2011 um vier zweieinhalb große Figuren aus Bronze bereichert, die den Flanierer, den Touristen, den zur Arbeit gehenden Angestellten und die Verkäuferin, die zu ihrem Geschäft eilt, zum kurzen Innehalten bewegen.
Die Figuren erinnern an Phantasiegestalten aus der Welt der Comics und entführen uns in die Welt von Monstern und Dämonen. Auf dem ersten Augenblick wirken die Figuren bedrohlich und beängstigend. Bleibt man stehen und betrachtet die mystischen Gesellen etwas länger, hat man den Eindruck, dass sie verwirrt und verschreckt sind. Sie wirken unsicher und ratlos, fast so, als hätte man sie ausgesetzt und sie warten darauf, heimgeholt zu werden.
Mit dem Projekt Kunst im öffentlichen Raum will man den Besucher des Grabens zum Innehalten und Nachdenken einladen. Vielleicht ergibt sich ein Gespräch und Austausch mit einem anderen Passanten, vielleicht lässt man sich mit den Gestalten aus dem Mysterium fotografieren, was auch immer die Begegnung mit den großen geisterhaften Figuren auslösen wird, es werden Interaktionen mit den mysteriösen Geschöpfen sein.
Der Erschaffer der Gestalten ist Thomas Schütte. Der in Düsseldorf lebende Künstler ist vielfältig und neben dem Erschaffen von Skulpturen, malt und zeichnet er. Der Künstler studierte bei Gerhard Richter, er wurde 2005 mit dem Goldenen Löwen bei der Biennale in Venedig ausgezeichnet und hat in den vergangenen Jahren seine Werke in München, Sofia, Madrid und in Bonn ausgestellt.
