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Volkstheater Peer Gynt

Die bekannte und viel gelesene Geschichte des Peer Gynt, von Henrik Ibsen, neu inszeniert, ab 5.9. 2009 am Volkstheater Wien.

Volkstheater - Peer Gynt

 

PEER GYNT
von Henrik Ibsen

Fassung von Peter Stein und Botho Strauß
unter Verwendung der Übersetzungen von Christian Morgenstern und Georg Schulte-Frohlinde

Premiere:
5. September 2008, 19:30 Uhr


Die nächsten Vorstellungstermine:
6., 9., 12., 14., 22. September 2008, jeweils 19:30 Uhr
7. September , 15:00 Uhr


Peer Gynt erzählt , inspiriert von einem nordischen Volksmärchen, vom jungen Bauernburschen Peer, der vom Totenbett seiner Mutter Aase – aus Abenteuerlust, vor allem aber auf der Suche nach der eigenen Identität - in die weite Welt zieht. So verlässt er seine Liebste Solveig und bittet sie auf ihn zu warten – er möchte „außen herum“ um die halbe Welt gehen.

Mutter Aases meint beim Abschied zu ihrem Sohn „Peer, du lügst“, seine Antwort darauf: „Nein, es ist wahr!“ diese „Schlüsselsätze sind das Hauptthema des viel verschlungenen Stücks: Peer lügt. Der junge Bursche, als  Aufschneider, Träumer und Fantast, lügt nicht ohne Charme und bezaubert. Er ist aber auch ein Egoist und Versager, der sich in die beschönigende Lüge flüchtet. Peer raubt und verlässt eine Braut, begegnet seltsamen Trollen, verfällt der Tochter des Trollkönigs, wird reich durch Sklavenhandel in Afrika, träumt davon, durch sein Geld zum Kaiser der Welt zu werden und landet schließlich in Kairo im Irrenhaus. Als alter Mann und unerkannt kehrt Peer nach Hause zurück. Er erfährt, dass man ihn für tot hält, einzig Solveig wartet auf ihn. Er trifft auf den Knopfgießer, der ihn – Mann ohne Identität und daher wertlos – umgießen will. Die Zwiebel wird zum Gleichnis seines Lebens: „Bis ins Innerste nur Häute und Häutchen – nur dünnere und dünnere – kein fester Kern.“

Vom Fortlaufen und Ankommen, vom Schweben zwischen Realität und Traum, von  Irrwegen und Umwegen erzählt das Stück. Peer ist ein egozentrischer Träumer und Fantast, durchrast unbefriedigt und glücklos der in seinem Dasein, keinen Halt findet; er hat kein Ziel, sucht nach immer neuen Identitäten und muss am Ende feststellen, dass er am Eigentlichen vorbei gelebt hat. Der Dichter Peer Gynt, erzählt diese Geschichte wohl auch als Abrechnung mit seinen norwegischen Landsleuten, aus ihrer Willensschwäche, Cliquenwirtschaft und Selbstzufriedenheit entstanden - gilt heute als „nordische Faust“.
 
Regie: Michael Sturminger               
Bühne: Ralph Zeger              
Kostüme: Alfred Mayerhofer           
Musik: Gerald F. Preinfalk
 
Mit Luisa Katharina Davids, Beatrice Frey (Aase), Veronika Glatzner, Annette Isabella Holzmann (Solveig), Susa Meyer, Claudia Sabitzer; Raphael von Bargen (Peer Gynt), Wolf Dähne, Till Firit, Thomas Kamper, Christoph F. Krutzler, Alexander Lhotzky, Thomas Meczele, Michael Schottenberg (Knopfgießer), Günther Wiederschwinger
Musiker Maria Gstättner, Gerald F. Preinfalk, Clemens Wenger

 

Quelle/Foto: Volkstheater, www.volkstheater.at

 

Theaterkarten / Kartenbestellung / Tickets:

www.viennaticket.at

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