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Kunst & Kultur Text: Verena Nussbaumer

Online Galerie

Die Online Galerie. Eine virtuelle Präsentationsform von Künstlern im Internet. Gemeint sind virtuelle Galerien, die sich als Plattformen und Netzwerke für Künstler und beim Verkauf und Promotion unterstützen.

Bilschirm zeigt Lippen in einem weißen Raum
© Fotogalerie Wien/ Michlmayr | Kunst in den Online Galerien

Eine virtuelle Präsentationsform von Künstlern im Internet


Den Luxus eine Galerie zu eröffnen oder eine zu betreiben muss man sich leisten können.
Betriebswirtschaftlich spricht man unter Insidern da vom sogenannten „toten Pferd“ , was heißt Ausgaben, Ausgaben und wenig Einnahmen, außer man ist in der Riege der Top-Galeristen und hat ein paar Shootingstars, die international Erfolg haben, unter Vertrag.
In Wien scheint es gerade ein Galeriesterben zu geben.

Eine Online-Galerie zu betreiben, wäre eine kostensparende Alternative.
Heute kauft die Menschheit von Bekleidung, über Bücher, Elektronikartikel, Möbel, Urlaube bis hin zur Waschmaschine alles im Internet.
Warum sollte sich da Kunst übers Internet nicht einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Rechtlich gesehen, ist das Galeriegeschäft online dem ABGB unterworfen, man benötigt weder ein Büro, noch Räume wie eine Präsenz-Galerie, vom Personal ganz zu schweigen.

Die Online Galerien, denen mein Interesse gilt, sind nur im Internet vertreten.
Gemeint sind virtuelle Galerien, die sich als Plattformen und Netzwerke für Künstler und beim Verkauf und Promotion unterstützen. Ich spreche nicht über Präsenz-Galerien, die zusätzlich ihre Künstler im Internet bewerben und deren Werke ausstellen. Auch der Web-Auftritt von Standort-Galerien ist mittlerweile ein Must-Have um am internationalen Kunstmarkt zu bestehen.

Eine Online-Galerie bietet Künstlern und Künstlerinnen wie z.B Judith Grosser die Möglichkeit in einem angeschlossenen Online-Shop mit technischen Voraussetzungen bei der Programmierung der Homepage ihre Kunst anzubieten und zu verkaufen.

Einige Online-Galerien wie www.kunstgalerie1.de haben Zusatz-Angebote wie ein Kunst-Lexikon auf ihrer Web-Site, Informationen der vertretenen Künstler werden überall angeboten.
www.Art4public.com versteht sich als Internet-Portal für Kunstinteressierte und Sammler, denen man den Weg in eine Galerie ersparen möchte.
www.Art-perfect.de, einweiteres deutsches Online-Portal, ist eine Webgalerie mit einem angeschlossenem Art-Shop.
Jedem Künstler wird die Möglichkeit geboten eine Auswahl seiner Werke
Im Internet zu präsentieren und seine Arbeiten vorzustellen. Diese Online-Galerie hat namhafte deutsche Künstler wie Jörg Immendorf, Markus Lüpertz, Otto Piene, Günther Ücker, Elvira Bal und Heinz Mack im Programm.
Sieht man sich online-Galerien im WEB an, kommt man bei www.lumas.com nicht vorbei, die sich in der Sparte Fotografie einen Namen gemacht haben. Dieses kontinuierlich expandierende Kreativ-Unternehmen, als das sich das inzwischen weltweit angesiedelte Unternehmen sieht, ist im Zwischenbereich angesiedelt.

Es gibt weltweite Niederlassungen und zusätzlich eine Online-Galerie im Fotografie-Bereich, wo man die Original-Foto-Editionen von Nachwuchs-Künstlern oder bereits etablierten Fotografen handsigniert online kaufen kann.
Eine Möglichkeit einer Online-Galerie ist der Zusammenschluss von Künstlern, die noch in keiner herkömmlichen Galerie vertreten sind, um sich zu vernetzen.
Jeder Künstler hat die Möglichkeit sich im Internet zu präsentieren. Diese Präsenz kann zum Verkauf führen oder eine unbezahlbare Marketingmaßnahme in Sachen Selbst-Marketing sein.

Vorteile der Online-Galerie

Kunstkenner und Sammler sind nicht an Öffnungszeiten von Galerien gebunden. Die Präsentationsform der Online-Galerie bietet eine größere Auswahl an Werken, wie eine Standort-Galerie, da die Aufbewahrung im Depot, die Lagerung wegfällt. Nicht zu vergessen die gesteigerte Chance der Künstler auf Vermarktung, da ihre Werke einem breiten Publikum präsentiert werden können.

Problematik der Online-Galerie

Wer es liebt in Galerien vor den Original-Werken der Künstler zu stehen, durch ihre Mappen zu blättern, Hintergrundinformationen von den Galeristen zu bekommen, vielleicht die Möglichkeit hat, den Künstler selbst kennen zu lernen, der wird nicht als Käufer einer Online-Galerie auftreten.
Bei einer Online-Galerie bleibt immer die Ungewissheit, ob man wirklich ein Original bekommt, denn man sieht das Werk ja nicht real, es könnte ein Symbolbild sein. Ein Echtheits-Zertifikat kann man in einer Präsenz-Galerie auf jeden Fall verlangen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine Online-Galerie durchaus am Kunstmarkt bestehen kann, als gelungene Ergänzung am herkömmlichen Galeriesektor, aber die Präsenzgalerie nicht ersetzen kann.

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