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Jürgen Weber
Musik Text: Jürgen Weber

Neu: Wiener Staatsoper bietet Untertitel in sechs Sprachen

Seit der ersten Vorstellung der Spielzeit 2017/2018, Verdis Il trovatore stellt die Wiener Staatsoper ein komplett erneuertes Untertitel- und Informationssystem in sechs Sprachen dem internationalen Publikum zur Verfügung.

Endlich auch im Original zugänglich: Oper an der Wiener Staatsoper
© Lemon42/Wiener Staatsoper | Sechssprachig kann man in Zukunft an der Wiener Staatsoper Musik und Gesang genießen

Opern-Untertitel nun in sechs Sprachen

Neben den bereits zur Verfügung stehenden Sprachen Deutsch und Englisch werden nun mehr an der Wiener Staatsoper auch Untertitel in Italienisch, Französisch, Russisch und Japanisch auf einem zur Verfügung gestellten speziellen Tablet wählbar sein. Das erfreut aber nicht nur ausländische Opernliebhaber, sondern auch inländische, die nunmehr endlich Opern auch in der Originaluntertitelung – zumeist Italienisch – mitverfolgen können und nunmehr die gesungene mit der gelesenen Version vergleichen können. In erster Linie soll dieser Service aber natürlich ein Verständnis in der Muttersprache ermöglichen, in zweiter Linie dann auch für fortgeschrittene Opernliebhaber zur Mitverfolgung der gesungenen Texte in der Originalsprache.

Die im September 2001 installierte Untertitelanlage wurde 2017 komplett ausgetauscht, um die gewachsenen Anforderungen neuer Konzert- und Opernbesucher besser befriedigen zu können.

Digitales Programmheft am Tablet

In den Pausen kann auf dem Tablet auch von allen Opern- und Ballettvorstellungen das Informationsprogramm (Deutsch oder Englisch) in Anspruch genommen werden. Zugänglich werden auf dem Tablett kurze Inhaltsangaben zum Stück sein, die Besetzung der jeweiligen aktuellen Aufführung, allgemeine Informationen und aktuelle Hinweise sowie die Möglichkeit der Newsletteranmeldung.

Sogar Gastronomiebestellungen für die Pausenräume vornehmen sollen vom Tablet aus möglich sein.

So funktionieren die Tablets an der Wiener Staatsoper

Die Geräte, die eigens entwickelt wurden, werden durch Kabel angesteuert und laufen mit einem speziellen Betriebssystem. Auf den hochauflösenden Bildschirmen der Tablets sind die Untertitel in weißer Schrift auf schwarzem Grund wesentlich besser lesbar und Filterfolien begrenzen das Streulicht, damit der Nachbarplatz ungestört bleibt. Insgesamt wurden 2021 Displays im Zuschauerraum installiert.

Das neue System kann u. a. die Verbreiterung des Angebots bei den Übersetzungen, also die Einführung weiterer Sprachen (bisher nur Deutsch und Englisch), die Verbesserung der Lesbarkeit der Untertitel sowie zusätzlich zu den Untertiteln ein modernes und breit angelegtes Infotainment-System als neue Feature-Leistungen erfüllen. Die Wiener Staatsoper hat nach einer internationalen Ausschreibung das österreichische Internet-Software-Unternehmen Lemon42 mit der Projektleitung beauftragt. Die italienisch-schweizerische Firma Marconi ist als Subunternehmer für die Entwicklung des Untertitelbereichs und der Hardware verantwortlich.

Bleibt nur mehr zu hoffen, dass die Mobiltelefone nun wirklich von allen Besucherinnen und Besuchern vor dem Besuch abgeschaltete werden, damit auch die Herbst-/Wintersaison 2017/18 wieder ein voller Erfolg wird.

»» Staatsoper Wien Programm

»» Hintergründe zur Wiener Staatsoper

Weitere Informationen zu den neuen Tablets und ihren neuen Features können hier nachgelesen werden.

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