1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur
  3. Musik
Mehr Kunst & Kultur
Artikel teilen
Kommentieren
Musik

Musikverein Wien - ein Wiener Konzerthaus mit bester Akustik

Der Musikverein Wien bezeichnet zweierlei. Das Haus am Karlsplatz vis à vis vom Künsterhaus und die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, welche das Konzerthaus am Stadtpark betreiben. Der Musikverein beherbergt einen der besten Konzertsäle der Welt, den Großen Musikvereinssaal oder besser bekannt als der Goldene Saal. Weiteres gilt das Haus als fester Sitz der Wiener Philharmoniker. Ein hochwertiges Veranstaltungs-Programm, mit Schwerpunkt Klassik wird im Zentrum der Wiener Musikkultur präsentiert.

Der Große Musikvereinssaal des Wiener Musikvereins auch Goldener Saal genannt mit Blick Richtung Orchestergraben. Im Vordergrund die rote Samtbestuhlung, Bild mittig die goldene Orgel
© Clemens Pfeffer | Der Große Musikvereinssaal im Musikverein auch bekannt unter dem Namen Goldener Saal

Der Wiener Musikverein

Der Musikverein, fester Sitz der Wiener Philharmoniker, stellt mit seinem hochwertigen Programm das Zentrum der Wiener Musikkultur dar. Als Mittelpunkt des internationalen Musiklebens zieht der Musikverein Freunde klassischer wie moderner Musik aus der ganzen Welt an um eines der täglich statt findenden Konzerte zu hören. Das viel beliebte Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird alljährlich aus dem Goldenen Saal des Musikverein weltweit übertragen und gehört.

Der Name bezeichnet zweierlei

Das Gebäude mit den Konzertsälen am Wiener Karlsplatz wie den Verein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, welchem das Konzerthaus gehört. Die viel gerühmte Qualität der Konzerte im Musikverein beruht auf dem perfekten Zusammenspiel beider.

Programm

Hier finden Sie das aktuelle Monatsprogramm des Wiener Musikvereins

Im Programm der Konzerte im Musikverein wird nicht nur der klassischen Musik gehuldigt. Zum Repertoire zählen ebenso moderne Kompositionen, die im Rahmen der etwa dreißig Konzertzyklen pro Saison als Abonnement dargeboten werden.

Der auf Zeitgenössisches spezialisierte Zyklus „Kontrapunkte“ oder der Kinder-Zyklus „Allegretto“ ist ebenso geschätzt wie die etablierten Konzertreihen, etwa dem „Goldenen Musikvereinsabonnement“  oder Nicolaus Harnoncourts „Concentus Musicus“-Serien.

Klassik und Moderne verbinden sich im Programm des Musikverein zu einem stets aktuellen Angebot von rund 500 Konzerten im Jahr. Zusätzlich fördert der Verein gezielt Neue Musik durch Vergabe von Kompositionsaufträgen.

Vom Concert-Verein zu den Wiener Symphoniker

Aus dem im Jahr 1900 gegründeten Wiener Concert-Verein, dem ersten reinen Konzertorchester in Wien, gingen später die Wiener Symphoniker hervor, die bis heute die meisten Symphoniekonzerte im Musikverein spielen. Bis zur Bestellung von Herbert von Karajan leitete ein fix engagierter Dirigent als „artistischer Direktor“ das Haus und prägte das künstlerische Profil des Musikvereins. Heute sind es mehrere Dirigenten von internationaler Kapazität, welche die Konzerte im Musikverein hervorragend dirigieren und die dargebotene Musik künstlerisch individuell interpretieren.

Ehrenmitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Besonders eng mit dem Musikverein Verbundene sind Ehrenmitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde geworden, wie

  • Herbert von Karajan
  • Leonard Bernstein
  • Claudio Abbado
  • Nikolaus Harnoncourt
  • Riccardo Muti

Persönlichkeiten wie diese dirigieren und leiten im Musikverein die berühmtesten Orchester und besten Ensembles der Welt, die hier mit großer Leidenschaft Konzerte geben.

Der Goldene Saal - einer der besten Konzertsäle der Welt

Als wahres Wunderwerk wird die Akustik des Großen Musikvereinssaales (Goldener Saal) gerühmt. Die unglaubliche Wirkung der Klänge ist sicher zu großem Teil auf die treffliche Leistung des Architekten Theophil Hansen zurückzuführen.

Konstruktion des Goldenen Saals

Der große Saal ist in den für akustische Zwecke besten Proportionen eines Quaders konzipiert (48,80 m lang, 19,10 m breit und 17,75 m hoch) und unter speziellen Aspekten für die Anforderungen eines Konzertsaales perfektioniert: unter dem Holzboden befindet sich ein Hohlraum, der als Resonanzkörper funktioniert, die Holzdecke des Raumes ist nicht aufliegend, sondern am Dachstuhl aufgehängt, sodass der Klang im Raum schwingen kann. Durch raumgliedernde Elemente wie Kassettendecke, Gesimse, Balkone und skulpturalen Schmuck erfahren die Schallwellen eine optimale Streuung, sodass es zu dem einmaligen Klangerlebnis im Großen Saal des Musikverein kommt.

Die Schönheit der Architektur und der prächtigen Ausstattung hat zur weiteren Bezeichnung als Goldener Saal geführt, wo die vollendete Ästhetik und festliche Stimmung allein schon den Besucher aus dem Alltag heraus hebt, hinführend zur idealen Sphäre der Musik.

Über 2000 Menschen, auf 1744 Sitz- und 300 Stehplätzen können so die wunderbarsten Klänge in höchster Qualität genießen.

Die einzigartige Perfektion des Großen Saales im Musikverein hat auch Bruno Walter zu bemerkenswerten Worten veranlasst:

 „Es war für mich eine unvergessliche Erfahrung, als ich hier ... das erste Mal dirigierte. Ich habe bis dahin nicht gewusst, dass Musik so schön sein kann.“ (zit. Bruno Walter/www.musikverein.at)

Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur