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Neue künstlerische Leitung im Jüdischen Museum

Dr. Danielle Engelberg-Spera wurde 2010 neue künstlerische Leiterin des Jüdischen Museums Wien. Lesen Sie weiter über ihre Person, ihre Pläne und ihre Ziele für das Jüdische Museum.

Gruppenfoto mit Leitung Jüdisches Museum Wien. Personen am Bild sind: Dr. Mailath-Pokorny, Dr. Danielle Spera, Mag.a Renate Brauner, KR Peter Hanke
© Jüdisches Museum Wien | Seit 2010 ist Dr. Danielle Engelberg-Spera künstlerische Leiterin im Jüdischen Museum.

Das Jüdische Museum als Ort sozialer Interaktion

Mit 1. Juli 2010 übernahm Danielle Engelberg-Spera die künstlerische Leitung des Jüdischen Museums Wien. Im Rahmen einer Pressekonferenz erzählte sie ausführlich von ihren Plänen für das Jüdische Museum.

„Das Jüdische Museum Wien soll ein Ort der sozialen Interaktion werden und auf das Judentum neugierig machen. Ich möchte den Menschen die Schwellenangst nehmen und das aufeinander Zugehen von Juden und Nichtjuden durch lebendige Kommunikation fördern“, so Engelberg-Spera. Wichtig dabei sei es, das jüdische Leben und die historischen Aspekte über Geschichten zu vermitteln.

Spera will weiters die Zielgruppe der Jugendlichen auch durch Kooperationen mit anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung intensiv ansprechen und das Angebot für Familien mit Kindern ausbauen. Intensiv zusammenarbeiten wird Spera mit anderen jüdischen Museen und Gedenkstätten auf nationaler und internationaler Ebene. Gemeinsam mit der Stadt Wien soll auch der Bekanntheitsgrad des Jüdischen Museums Wien als touristisches Ziel gesteigert werden.

Freundlicher Empfang der neuen Direktorin

Dr. Mailath-Pokorny, Mag.a Renate Brauner und KR Peter Hanke sind mit der Wahl Engelberg-Speras zufrieden.

„Ich freue mich, dass mit Danielle Spera eine Persönlichkeit für die Leitung des Museums gefunden werden konnte, die diese Entwicklung weiter fortsetzen und gleichzeitig das Haus und seine Inhalte noch stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern wird. Ich bin überzeugt, dass sie ihre Ideen für eine Öffnung des Museums zur Gesellschaft und eine starke Vernetzung dieses wichtigen Kulturstandtortes im Raum Wien erfolgreich umsetzen wird“, erklärt Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

"Ich freue mich sehr, dass wir diese wichtige Führungsposition in der Wiener Museumslandschaft mit Dr. Danielle Spera hervorragend besetzen können. Mit ihrer  Überzeugungskraft, ihrem Fachwissen, ihren außergewöhnlichen kommunikativen Fähigkeiten und ihrer sozialen Kompetenz sowie ihren vielen neuen Ideen in künstlerischer wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht wird Danielle Spera dieses für Wien so wichtige Museum nachhaltig stärken“, so Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

„Mit der Entscheidung für Danielle Engelberg-Spera setzen wir auf eine künstlerische Leiterin, die es nicht nur versteht, diese Inhalte einem großen Publikum nahe zu bringen, sondern auch das Haus nach  modernen Managementmethoden führen wird“, so Wien Holding-Direktor Peter Hanke.

Danielle Engelberg-Spera: Zur Person

Danielle Engelberg-Spera wurde am 10. August 1957 in Wien geboren. Sie studierte Publizistik/Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Noch während des Studiums beginnt sie ihre Karriere beim Österreichischen Rundfunk (ORF) als Redakteurin im Außenpolitikressort der Zeit im Bild. In den Jahren 1987/88 arbeitete sie als Korrespondentin und stellvertretende Leiterin im ORF Büro in Washington.

Von 1988 bis 2010 moderierte sie die Zeit im Bild 1, aber auch ORF-Sendungen wie die Wochenschau, im Brennpunkt, das Weltjournal und die Zeit im Bild 2.  Im ORF arbeitete Engelberg-Spera auch als  Redakteurssprecherin und Fernsehredakteursrätin. Neben ihrer ORF-Tätigkeit war sie auch Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik und hat 1999 und 2005 Bücher über Hermann Nitsch publiziert. Seit dem Jahr 2000 ist sie Autorin für die jüdische Zeitschrift Nu, bei der sie außerdem Mitbegründerin ist.

Von 2006 bis 2008 führte sie die Gesprächsreihe mit berühmten österreichischen und internationalen KünstlerInnen im Stadttheater Walfischgasse. In den Jahren 1991 und 2007 wurde Engelberg-Spera mit dem ROMY-Fernsehpreis ausgezeichnet.

Der Weg zur Entscheidung

Die Wien Holding hat die Position einer/eines neuen künstlerischen Leiterin/Leiters für das Jüdische Museum Wien im August 2009 ausgeschrieben. Der Vertrag mit dem derzeitigen künstlerischen Leiter Dr. Karl Albrecht-Weinberger lief Ende Juni 2010 aus.

Die Ausschreibung für die neue künstlerische Leitung wurde mit 3. August 2009 gestartet. Die Bewerbungsfrist endete am 30. Oktober 2009. Die Prüfung der Bewerbungsunterlagen und die Durchführung der Hearings waren Aufgabe eines Ausschusses, dem Dr. Thomas Lachs (Vorsitzender des Aufsichtsrates des JMW) und die AufsichtsrätInnen des JMW Mag. Bettina Leidl, Dr. Ariel Muzicant und Komm.-Rat Peter Hanke angehörten.

Der Ausschuss hat den Eigentümern des Jüdischen Museums einen ungereihten Dreier-Vorschlag empfohlen. Die Entscheidung über die Bestellung der künstlerischen Leitung wurde - wie im Gesellschaftervertrag festgelegt - von den Eigentümern des Jüdischen Museums Wien getroffen. 49 Prozent der Gesellschaft stehen im Eigentum der Wien Holding, 51 Prozent befinden sich im Eigentum der Stadt Wien.

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