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Jürgen Weber
Museumsquartier Text: Jürgen Weber

Farbenrausch - Meisterwerke des Expressionismus

9. Oktober 2015 - 11. Jänner 2016: Die große Herbstausstellung des Leopold Museums zeigt Werke der Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller und Karl Schmidt-Rotluff, Blaue Reiter-Exponenten wie Alexey von Jawlensky und Franz Marc sowie zahlreiche Werke von Christian Rohlfs, die ebenfalls den Aufbruch der deutschen Avantgarde in die Moderne ebneten. Expressionismus at its best.

Karl Schmidt-Rottluff, Boote am Wasser (Boote im Hafen), 1913 aus dem Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen
© Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen | Karl Schmidt-Rottluff, Boote am Wasser (Boote im Hafen), 1913 aus dem Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Ausstellung "Farbenrausch"

Leopold Museum
9. 10. 2015 - 11. 1. 2016

Stilrichtungen/Künstler: Expressionismus (Blauer Reiter und Brücke)

Avantgarde der Moderne

Um die Jahrhundertwende ab ca. 1905 entstand eine Gruppe junger Künstler in Deutschland, die mit ihren farbenfrohen und ausdrucksstarken Bildern den Aufbruch in die Moderne wagten. Die kräftige, expressive und völlig neue Bildsprache stellte erstmals in der Kunstgeschichte das individuelle Lebensgefühl des Künstlers in den Mittelpunkt seines Schaffens. Dank radikal subjektiver Bildformeln und Farben von ungekannter Intensität zeigte die später unter dem Begriff Expressionisten zusammengefasste Gruppe junger Künstler, was künstlerischer Ausdruck wirklich bedeutete und legten so einen Grundstein für das moderne Verständnis des Künstlers in der Gesellschaft. Sämtliche Meisterwerke des deutschen Expressionismus, die auf dieser Ausstellung im Leopold gezeigt werden, stammen aus der Sammlung des Osthaus Museum in Hagen

Im Rausch der Farbe

Der Titel Farbenrausch ist Programm. Denn in ihrer Sehnsucht nach Ausdruck schufen die jungen Künstler des deutschen Expressionismus regelrechte Feuerwerke der Farbe, auch wenn dies beim bürgerlichen Publikum der damaligen Zeit vorerst durchwegs Kopfschütteln und Befremden auslöste. Die Expressionisten befanden sich wohl tatsächlich in einer Art Rausch, einem Farbenrausch, was bei ihrem Publikum vielfach auf Unverständnis hervorrief, aber schon ein paar Jahrzehnte später die Preise explodieren ließ. Die Ausstellung im Leopold zeigt eine Auswahl von rund 30 Gemälden und 80 Papierarbeiten aller Hauptvertreter des deutschen Expressionismus wie

  • Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner,
  • Otto Mueller und Karl Schmidt-Rotluff,
  • Blaue Reiter-Exponenten wie Alexey von Jawlensky und Franz Marc
  • sowie zahlreiche Werke von Christian Rohlfs

Eine Auswahl expressionistischer Werke aus dem Bestand des Leopold Museums und der Privatsammlung Leopold ergänzt diese einzigartige Präsentation des deutschen Expressionismus in Wien. Die ursprüngliche Sammlung geht zurück auf das in der westfälischen Industriestadt Hagen gelegene Osthaus Museum, das nach dem deutschen Industriellen Karl Ernst Osthaus (1874–1921) benannt wurde und bis 1921 das berühmte Folkwang Museum beherbergte, bis die gesamte Sammlung von den Erben des Museumsgründers nach Essen verkauft wurde.

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