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Jürgen Weber
Kunsthistorisches Museum Text: Jürgen Weber

Kraft der Verwandlung: Ausstellung der Werke von Maler Peter Paul Rubens

Die Ausstellung "Kraft der Verwandlung" im Kunsthistorischen Museum zeigt von 17. Oktober 2017 bis 21. Jänner 2018 das Werk des flämischen Malers Peter Paul Rubens in einer einzigartigen Retrospektive, wie es noch nie zu sehen war.

Eines der Gemälde im Besitz des KHM
© KHM-Museumsverband | Peter Paul Rubens (1577 Siegen - 1640 Antwerpen) Gemälde auf Leinwand

Peter Paul Rubens - Kraft der Verwandlung

Wann: 17. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

Wo: Kunsthistorisches Museum Wien

Peter Paul Rubens - Kraft der Verwandlung

Im Besitz des Kunsthistorischen Museums befinden sich etwa vierzig Gemälde des Meisters und seiner Werkstatt. Der bereits zu seinen Lebzeiten hochberühmte Peter Paul Rubens (1577-1640) gilt auch heute noch als bedeutendster flämischer Barockmaler und deswegen wird im Herbst 2017 - zum 440. Geburtstag des Malers - das Kunsthistorische Museum nicht nur seinen Wiener Bestand ausstellen, sondern auch zahlreiche internationale Leihgaben zu einem spektakulären Ausstellungs-Ensemble vereinen.

Rubens‘ Werk wird so in Zeichnungen, Ölskizzen, Tafelbildern sowie großformatigen Leinwänden einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Zu sehen sein werden u.a.: 

  • Altarbilder für die Antwerpener Jesuitenkirche
  • ebenso wie intimere Darstellungen des Pelzchens,
  • des Hauptes der Medusa oder
  • Rubens‘ spätes Selbstbildnis

Helene im Pelz: Rubens Gemälde einer nackten Frau

Peter Paul Rubens hatte einen Schaffenszeitraum von einem halben Jahrhundert: 50 Jahre lang beschäftigte sich der Maler aber auch mit einem Dialog mit Kunstwerken anderer Maler, Vorgängern und Zeitgenossen, aber natürlich steht inhaltlich seine eigene die Kreativität im Mittelpunkt.

So ist die Bezeichnung „Pelz“ in Rubens’ Werk doch eine eigene Erklärung wert: „Das Pelzchen“ („het pelsken“) ist Rubens Gemälde einer nackten Frau (Helene Fourment, Rubens’ zweite Frau), die nur mit einem Pelz bekleidet ist und die Bezeichnung geht nachweisbar sogar auf den Künstler selbst zurück.

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Rubens kopierte dabei ein Gemälde von Tizians, „Mädchen im Pelz“ (1535), das er in der Sammlung Karls I. in England gesehen hatte. Besonders faszinierend soll für die Maler dabei der Gegensatz zwischen der hellen, weichen Haut und dem dunklen, samtigen Pelz gewesen sein.

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Auch Tizians Bild hängt heute im KHM, Rubens' Kopie  allerdings in Brisbane. Aufgrund des Gemäldes von Rubens wurde seine „Helene“ von Kunstkritikern und Zeitgenossen sogar mit der griechischen „Helena“, aufgrund derer ihrer Schönheit der Trojanische Krieg ausgebrochen war, verglichen.

Rubens Verwandlung für jeden Besucher erkennbar

Der Maler unterzog sogar seine eigenen Kompositionen neue Wandlungen und natürlich beschäftigen besonders diese die internationalen Kunstkritiker. Seine sog. Rückgriffe führten zu einer heute häufig als modern und dynamisch bezeichneten Erscheinung seiner Werke.

Die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum bietet den Besuchern auch die Möglichkeit, Beziehungen auf den zweiten Blick zu erkennen, denn jeder könne die zuweilen überraschenden Perspektiven in einer Ausstellung einnehmen und nachvollziehen. 

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Die Ausstellung wird neben Rubens auch Skulpturen aus der Antike und der Renaissance sowie die Kunst großer Meister wie Tizian oder Caravaggio präsentieren, an deren Beispielen sich Rubens orientierte, um auch seine eigenwilligen und radikal neuen Bildformeln zu entwickeln.

Öffnungszeiten:

Juni bis August:

täglich 10 – 18 Uhr
Do bis 21 Uhr
(Münzkabinett: 10 – 18 Uhr)

September bis Mai:

Di – So, 10 – 18 Uhr
Do, 10 – 21 Uhr
(Münzkabinett: 10 – 18 Uhr)
Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!

Karten & Preise

Der Preis für eine Eintrittskarte für Erwachsene beträgt 15 Euro. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt. Die Karten können Sie telefonisch (Tel: +43 1 52524-2500) oder per E-mail (ticket@khm.at) beantragen.

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