1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur
  3. Museum
  4. Jüdisches Museum
Mehr Kunst & Kultur
Artikel teilen
Kommentieren
Jürgen Weber
Jüdisches Museum Text: Jürgen Weber

Jüdische Stars zwischen Europa und den USA

13 April – 02. Oktober 2016: Das Jüdische Museum Wien widmet sich in seiner Dependance in der Dorotheergasse jüdischen Künstlern im Musikbusiness. Der kulturelle Transfer, der durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde, setzte sich in den Sechziger Jahren wieder fort und brachte viele der ehemals emigrierten Künstler oder zumindest deren Werke wieder zurück in die alte Heimat: Europa.

Gene Simmons und seine Kumpels spielen Gitarre, Bass und Schlagzeug
© Kiss/Epicrights | Von Hollywood direkt ins Herz Europas: Kiss und viele andere US-Stars

Stars of David - jüdische Stars in der Unterhaltungsbranche

Wo:
Jüdisches Museum,
Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Wann: 13. April – 2. Oktober 2016

Stars in Hollywood und Europa

Barbra Streisand, Bob Dylan, Billy Joel, Neil Diamond, Amy Winehouse, Paul Simon, Leonard Cohen, Lou Reed oder Matisyahu sind allesamt Künstlerinnern und Künstler, die international Musikgeschichte geschrieben haben. Lieder wie, „God Bless America“, die inoffizielle Hymne der USA, aber auch „White Christmas“ stammen von Irving Berlin, einem Sohn jüdischer Einwanderer aus Weißrussland. Genauso wie die eingangs erwähnten Musiker prägte er das Musik-Business des 20. und 21. Jahrhundert und leistete einen großen Beitrag zur amerikanischen und europäischen Unterhaltungskultur.

Ausstellung mit europäischen Wurzeln

In der Ausstellung mit dem Titel „Stars of David“ werden Künstler aus unterschiedlichen Genres porträtiert, deren Wurzeln teilweise sogar bis in die Zeit der k.u.k.-Monarchie zurückgehen und die Unterhaltungsmusik in den USA und in Europa wesentlich beeinflusst haben. Ein Transfer fand aber in beide Richtungen statt: Die europäischen Immigranten exportierten ihre musikalischen Traditionen nach Amerika und die amerikanische Musik fand später wiederum Eingang in die europäische Unterhaltungskultur.

Kulturtransfer Europa - USA - Europa

Dieser kulturelle Austausch bestand bis zum Zweiten Weltkrieg, aber wurde durch die Herrschaft des Nationalsozialismus und den Krieg sowie die damit verbundene Emigration vieler jüdischer KünstlerInnen aus Europa zunehmend einseitiger. Die kreative Innovation verschob sich nachvollziehbar in den angloamerikanischen Raum, wo viele zum Beispiel in Hollywood eine neue Wirkungsstätte und ein neues Zuhause fanden. Ihre Musik und auch ihre Filme sind nach dem Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt und das in allen Genres vom Musical, über die Filmmusik bis hin zu Jazz, Rock und Pop.

Jüdische Stars im Jüdischen Museum Wien

Die Ausstellung im Jüdischen Museum Wien widmet sich den wichtigsten Komponisten und Interpreten: Musical-Komponisten von George Gershwin über Jerome Kern bis zu Leonard Bernstein und Steven Sondheim, aber auch Benny Goodman, Artie Shaw, Stan Getz oder John Zorn. In Rock und Pop, in Punk und Rap stehen Gruppen wie Kiss, die Ramones und die Beastie Boys für diesen kulturellen Transfer nach 1945. Neben den genannten internationalen Stars werden israelische, französische oder auch die Wiener Szene näher beleuchtet. Serge Gainsbourg, die Sabres um Edek Bartz, Geduldig und Thiman oder Arik und Timna Brauer werden ebenfalls Raum gegeben. Die Ausstellung wurde von Marcus G. Patka und Alfred Stalzer eigens für das Jüdische Museum Wien kuratiert.

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Öffnungszeiten

Jüdisches Museum Wien,  Dorotheergasse 11, 1010 Wien, 
Sonntag bis Freitag, 10:00 -18:00 Uhr, Samstags geschlossen

Eintrittspreise

Eine Eintrittskarte berechtigt Sie, bis vier Tage nach Ausstellungsdatum beide Standorte des Jüdischen Museums Wien zu besuchen.

Normalpreis € 10,-
Ermäßigter Eintritt (Senioren, Ö1-Clubmitglieder, Wien Holding Mitarbeiter, uvm.) € 8,-
Präsenz.- und Zivildiener Eintritt € 5,-
Für StudentInnen ist der Eintritt bis zum 28. März 2016 frei!
Für Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist der Eintritt frei!

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur