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Belvedere Text: Alemannò Partenopeo

Rachel Whiteread Ausstellung: Gesamtwerk im 21er Haus

07. März 2018 bis 29. Juli 2018: Das 21er Haus, seit Jänner Belvedere21 genannt, zeigt - erstmals in Österreich - eine Ausstellung über das Werk der renommierten britischen Künstlerin Rachel Whiteread.

Rachel Whiteread, Untitled (Clear Torso), 1993, Courtesy die Künstlerin; Polyurethanharz, 100 x 180 x 255 mm
© Courtesy die Künstlerin | Eine Gesamtschau im 21er Haus widmet sich Rachel Whitereads Gesamtwerk; Rachel Whiteread, Untitled (Clear Torso) 1993

Rachel Whiteread Ausstellung

07. März 2018 bis 29. Juli 2018

Belvedere 21 (ehem. 21er Haus)

Ausstellung Gesamtwerk Rachel Whiteread

Das Holocaust-Mahnmal am Wiener Judenplatz, das im Jahr 2000 in Wien enthüllt wurde, machte die britische Künstlerin auch in Österreich und damit im deutsch-sprachigen Raum besser bekannt. Das Konzept des Mahnmals war so einfach wie bestechend effizient: eine riesige Bibliothek mit inversierten Büchern (Buchrücken nach innen) sollte die ungeschriebenen Lebensgeschichten, der in Österreich während des Nationalsozialismus ermordeten Juden, symbolisieren und daran erinnern, was hätte sein können, wenn diese Menschen noch am Leben wären. Rachel Whiteread, 1963 in London geboren, arbeitet schon seit drei Jahrzehnten als Künstlerin und hat stets das Ungreifbare in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten gestellt: „Ihre Plastiken machen die Leere sichtbar und wecken Erinnerungen an unwiederbringlich Verlorenes“.

Ausstellung der Leerstellen

Rachel Whiteread gewann 1993 als erste Frau den prestigeträchtigen Turner-Preis und vertrat 1997 Großbritannien bei der Biennale in Venedig. Sie ist auch für ihre intimen und monumentalen Abgüsse von Hohlräumen bekannt, wofür die Künstlerin industrielle Materialien wie Gips, Beton, Harz, Gummi, Metall und Papier verwendet. Auch wenn die Kunstwerke von Whiteread einer minimalistischen Formenprache und Strenge folgen, sind Whitereads Arbeiten doch auch sehr sinnlich, denn sie rufen persönliche sowie allgemeingültige menschliche Erfahrungen und Erinnerungen wach, wie auch das Holocaust-Mahnmal in Wien beeindruckend veranschaulicht. Gezeigt wird etwa auch das Kunstwerk "Stairs", das an H.C. Escher erinnert und ebenso in die Leere wie in die Irre führt. Außerdem: ihr Bernsteinbett, ein Innenabguss eines Thermofors (Clear Torso) und vieles andere mehr. Eine aktuelle Publikation zum Werk der Künstlerin finden Sie beim Hirmer Verlag, erschienen 2018.

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Erstmals in Österreich: Whiteread Gesamtschau

Die Ausstellung im Belvedere21 (ehem.21er Haus) im neuen Stadtquartier nahe des Hauptbahnhofs zeigt einen Überblick über Rachel Whitereads bisheriges Oeuvre. Die Gesamtschau reicht von ihren wichtigsten großformatigen Skulpturen bis hin zu intimeren Arbeiten, darunter auch so scheinbar einfache Arbeiten wie Abgüsse ganzer Räume, Fußböden, Türen und Fenster genauso wie Negativformen von Alltagsgegenständen wie Tische, Schachteln oder Wärmeflaschen. Außerdem werden die größeren Werke der Künstlerin in der Ausstellung dokumentiert, darunter die Projekte Watertower1998 in New York und Embankment 2005 für die Tate Modern. Ein besonderer Ausstellungsschwerpunkt liegt aber auch auf dem Wiener Holocaust-Mahnmal, das im Jahr 2000 auf dem Judenplatz in Wien enthüllt wurde und das man so am Judenplatz in seiner Ausführung als auch bei der Ausstellung in seiner Planung gleichzeitig in einer Stadt - Wien - besichtigen kann.

Die Ausstellung wurde von der Tate Britain, London, gemeinsam mit der National Gallery of Art, Washington, D.C., organisiert, in Zusammenarbeit mit dem 21er Haus, Wien und dem Saint Louis Art Museum.


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