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Jürgen Weber
Albertina Text: Jürgen Weber

Die Russischen Avantgarden in der Albertina

26.2. bis 26.6.2016: Dass die Russische Avantgarde keineswegs als kompakter, homogener Block gesehen werden kann, zeigt eine neue Ausstellung an der Albertina. Die 140 Meisterwerke die dort nun gezeigt werden, beweisen das Gegenteil und zeigen, wie vielfältig die Russische Avantgarde tatsächlich war.

Gontscharowas Radfahrer kämpft gegen die Zeit
© St. Petersburg, Staatliches Russisches Museum | Natalia Gontscharowa, Radfahrer, 1913;

Chagall bis Malewitsch. Die russischen Avantgarden.

Wann: 26.2. bis 26.6.2016

Wo: Albertina
Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Albertina: Die Russen kommen

Die Entwicklung des gesamten Spektrums der Russischen Avantgarde ist untrennbar mit folgenden kunsthistorischen Strömungen verbunden: Neoprimitivismus, Kubofuturismus, Rayonismus, Konstruktivismus, aber auch analytische Kunst, Projektionismus und Kosmismus. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei Kasimir Malewitschs „Das Schwarze Quadrat auf weißem Grund“ (1915) ein, dessen Suprematismus anfangs von den neuen bolschewistischen Machthabern (ab 1917) als Massenagitationsmittel sogar gefördert wurde. Wenige Jahre später wurden aber die Künstler der russischen Avantgarde ebenso verfolgt wie jede andere progressive Strömung jener Zeit.

Ausstellung zur Russischen Avantgarde

Da die russische Avantgarde in ihren Anfangstagen aber so vielfältig war, müsste man also vielmehr von Russischen Avantgarden sprechen, so vielseitig sind die Werke der ausgestellten Künstler und Künstlerinnen an der Albertina. Es werden u.a. Werke von folgenden Malern gezeigt:

  • Michail Larionow,
  • Natalia Gontcharowa,
  • Kasimir Malewitsch,
  • Wassily Kandinsky oder
  • Marc Chagall

Schwarzes Quadrat auf weißem Grund

Die 140 an der Albertina gezeigten russischen Meisterwerke zeigen nicht nur unterschiedliche Stile, Gestaltprinzipien und ästhetische Ideen, sondern auch die gegenseitige Beeinflussung verschiedener Künstler. Die gegenseitigen Einflüsse und Konflikte zwischen einzelnen Künstlern und Künstlergruppen werden in dieser umfassenden Schau an der Wiener Albertina ebenso näher beleuchtet wie eine dynamische Entwicklung von Primitivismus über Kubo-Futurismus bis zum Suprematismus nachvollzogen resp. skizziert wird. Die zeitlichen Parallelen von gegenständlichem Expressionismus und reiner Abstraktion werden in der Ausstellung an der Albertina zudem besonders betont und extra ausgewiesen.

Die Ausstellung zu den russische(n) Avantgarde(n) an der Albertina will besonders betonen, dass die einseitige Vorstellung des Westens von einer linearen und eindimensionalen Entwicklung der Kunst dieser Epoche ein Konstrukt ist, das ebenso wie Malewitschs „Schwarzes Quadrat“ nur eine Dimension zulässt und damit gleichzeitig den Raum für alles andere öffnet.

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