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Mozartausstellung anlässlich des Jubiläums

Informationen zur offiziellen Mozartausstellung anlässlich des Jubiläums

© Musée Carnavalet - Histoire de Paris

Die offizielle Ausstellung der Stadt Wien zum Mozart-Jahr 2006

Die offizielle Ausstellung der Stadt Wien zum Mozart-Jahr 2006 zeigt Leben und Werk des Komponisten im Kontext seiner gesellschaftlichen Einbindung: Sie vermittelt nicht nur ein Bild der höfisch-aristokratischen Gesellschaft – anhand Mozarts Reisen durch ganz Europa –, sondern auch die Dynamik der Zukunftspotenziale dieser Zeit und lässt die Aktualität der Epoche für uns heute aufblitzen – Eclaircissement.  

Die Albertina ziert ein Teppich von Franz West, Klaus Pinters raumfüllende, transparente Montgolfieren-Installation "Eroberung der Luft" empfängt die BesucherInnen. Kunst von Valie Export, Günter Brus, Gelitin, Deutschbauer/Spring und dem Atelier West treten in Kontrast zur Kunst der Mozartzeit und des Rokoko, ergänzt durch Haute Couture von heute, Reinventing Rokoko 2006 – ein unerwartetes Mozartbild.  

In den 1780er Jahren entfaltet sich der Genius Mozart in Wien. Seine intensivste Schaffensperiode – Jahre großer Erfolge, ein erstaunlicher Wohlstand, aber auch Nöte, Konsequenz der Risikofreudigkeit – fand im rasanten Reformklima des Josephinismus statt. Diese weltoffene, aufgeklärte Gesellschaft war von den Idealen der Freimaurerei geprägt. Eine große Anzahl an Objekten aus Beständen der Albertina unterstreicht ihre weltweite Bedeutung als richtungsweisende Sammlung des Freimaurers Herzog Albert von Sachsen-Teschen. Es war eine Zeit der vernetzten Supranationalität Europas, schnelllebig, experimentell, innovativ, ein Début des Siècles, bevor die pragmatische Rationalität im 19.Jahrhundert als Realitätsprinzip triumphierte.

Die Ausstellung

 

Die Eintretenden befinden sich auf dem „Teppich“ von Franz West, an Mozart-Klischees und Andenken vorbei empfängt der Innenhof mit einer pneumatischen Installation von Klaus Pinter: eine raumgreifende, transluzide, Montgolfiere schwebt über den Besuchern – Sinnbild für visionäres Abheben und entschwebende Melancholie als Stimmungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

Der klassizistische Säulengang, mit Haute Couture der Gegenwart überhöht (Reinvented Rococo 2006), verbindet das Entree und die drei Ausstellungsbereiche mit den klassizistischen Prunkräumen. 

Der größte der Ausstellungsräume, die Basteihalle im Souterrain, eröffnet den Blick auf das urbane Europa des reisenden Mozart, sowie auf Wien, seiner Wirkungsstätte der 1780er-Jahre, dem Ort seiner größten Erfolge und wichtigsten Produktion. Man erlebt thematisch die Karrierestrategie des Wunderkinds über seine Entwicklung vom jungen „Compositeur“ bis zum entfalteten Genius der Wiener Zeit.

Die gesellschaftlichen Umgebungen Mozarts werden exemplarisch vorgeführt: mit hochkarätigen Objekten, wichtigsten Autographen aber auch Möblage, Porzellan und Silber und Kronleuchtern (der Großteil davon wird von der Wiener Traditionsfirma Lobmeyr zur Verfügung gestellt).

Zwanzig Monitore (Samsung Electronic Austria) geben mit inszenierten Bildfolgen der gestalteten Architektur einen medialen Background. Sie vermitteln Kommentare, Assoziationen und Illusionen aber auch zeitgenössische Kunst, wodurch die Fülle der Objekte zeitgemäß kontextualisiert werden kann. Über den Audioguide sind rund 70 Musikbeispiele jeweils passend zu den Objekten abzurufen. Ebenso werden die in der Ausstellung präsentierten Originalbriefe aus der Hand Mozarts, seines Vaters, seiner Familie und Freunde, vorgelesen.    In der Pfeilerhalle überraschen zwei Roben von Azzedine Alaïa, die als symbolische Repräsentanz der Königin der Nacht in die Opernwelt der Zauberflöte, auch über die zutreffenden Musikzitate, einführen.

Eine tour d’horizon durch die geheime Welt der Freimaurer leitet über zur Rekonstruktion der wichtigsten, zur Erlangung des Meistergrads notwenigen Ritualschritte, – entnommen der Zauberflöte als Grundlage. Das Konzept dazu verdankt sich den Forschungen des renommierten Ägyptologen und Kulturwissenschaftlers Jan Assmann.    

Adresse
Albertinaplatz 1
A-1010 Wien
+43 1 534 83-0
info@albertina.at

Öffnungszeiten
Montag 10 – 18 Uhr
Dienstag 10 – 18 Uhr
Mittwoch 10 – 21 Uhr
Donnerstag 10 – 18 Uhr
Freitag 10 – 18 Uhr
Samstag 10 – 18 Uhr
Sonntag 10 – 18 Uhr

Eintrittspreise MOZART. Experiment Aufklärung.
Ab 17.3.2006 bis 20.9.2006
Eine Sonderausstellung des Da Ponte Instituts
im Rahmen des Wiener Mozartjahres

Erwachsene: € 10,-
Senioren (65 +), Wien-Karten-Besitzer, Elternteile in Karenz: € 7,50
Studenten (mit gültigem Ausweis): € 7,50
Ö1-Club-Mitglieder (mit gültigem Ausweis): € 9,-
Gruppen ab 10 Personen je: € 7,50
Familienticket (2 Erw. + Kinder im schulpflichtigen Alter): € 21,-
Alleinerzieherticket (1 Erw. + Kinder im schulpflichtigen Alter): € 12,-
Schüler mit Ausweis: € 3,50

Kinder unter 6 Jahren, Freunde der Albertina: Freier Eintritt

Tickets und Vorverkaufstickets sind an der Kassa der Albertina erhältlich. International sind Vorverkaufstickets (zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr) beziehbar bei Art Cities, TEL 0049-(0)7531-9073 DW 0 oder per E-mail tickets@artcities.de

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