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MAK Nite Programm April 2007

Informationen über die MAK Nite im April 2007 mit Modeaktionen, Musikaktionen und Ausstellungseröffnungen im MAK im 1. Wiener Gemeindebezirk.

Florian Ladstätter

MAK NITE© 04/07Programm April 2007

Dienstag, 3. April 2007 20.00 Uhr
„Wenn die Göttin ruft ...“
Modeaktion von „Göttin des Glücks“

In der MAK NITE© „Wenn die Göttin ruft ...“ stellen vier Designerinnen aus Sofia, Zagreb, Baden und Wien, die 2005 das Label „Göttin des Glücks“ gegründet haben, erstmals ihre fair produzierte Kleidung vor. Zur zentralen Philosophie des Modekollektivs (Dessi Stoytcheva, Igor Sapic, Monika Bledl, Lisa Muhr) zählen faire Produktionsbedingungen, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit durch die Verarbeitung von Baumwolle aus ökologischem Anbau und fairem Handel. Mit der Sommerkollektion 2007, die wie immer unter dem Motto „Danke, mir geht’s gut!“ steht, setzt das Modelabel auf Baumwolljersey-Modelle, die dem Tragenden Flexibilität und Wandlungsfähigkeit bieten. „Wickel dich“ ist zentrales Thema der Formgebung. Im Rahmen der MAK NITE© „Wenn die Göttin ruft ...“ laden die Designerinnen zum Mitmachen ein. Die Besucher erhalten ein „Glückslos“, das sie zur Nutzung einer von vier „Wohlfühl-Stationen“ (z.B. Klangmassage, Schaukeln) oder zur Fertigung eines Kleidungsstücks in der MAK-Säulenhalle berechtigt. Aus vorgefertigten Schnittmustern, die am Boden aufliegen, können die Besucher ein Kleidungsstück ausschneiden und anschließend nähen und bedrucken lassen. Die Aktion wird von einem improvisierten Sprechtheater begleitet, das die Besucher spontan miteinbezieht. In diesem Geschehen werden Models die neue Kollektion präsentieren. 

MAK-Säulenhalle, Stubenring 5, Wien 1, Eintritt € 7,90 / ermäßigt € 5,50

Dienstag, 10. April 2007 20.00 Uhr
Happy Kitchen or Amplitudes of the Obligatory Space
Musikaktion von Jurij Novoselic und Hans Joachim Roedelius

Eine musikalischer Mix aus Geräuschen von elektrischen Küchengeräten und der Musik von Jurij Novoselic (Saxofon), Hans Joachim Roedelius (Kavier,Keyboards), Lua Virtual (tänzerische Intervention) und Stephan Steiner(Nyckelharfe, Drehleier, Geige, Accordeon) steht im Zentrum der MAK NITE© „Happy Kitchen“. Die Musikperformance wurde von Juri Novoselic und Joachim Roedelius für die Biennale Zagreb (2003) entwickelt. Im Rahmen der MAK NITE© wird die Aktion neu aufgeführt. Die Musiker und Performer installieren dafür in der MAK-Säulenhalle ein Appartement, das aus Küche, Wohn- und Schlafraum besteht. Als Einrichtungsgegenstände dienen die Musikinstrumente. Im Vordergrund der Aktion steht das Wirken in der Küche. Für das musikalische Werk vermischen sie die Klänge der elektrischen Küchengeräte mit dem Lärm von der Straße. Gezielt lassen sie instrumentale Musik in das Gemisch aus unterschiedlichen Tönen und Klängen des täglichen Lebens einfließen. Die Besucher sind bei der Aufführung von „Happy Kitchen“ zum Essen und Zuhören eingeladen. 

MAK-Säulenhalle, Stubenring 5, Wien 1, Eintritt € 7,90 / ermäßigt € 5,50

Dienstag, 17. April 2007 20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Andrea Lenardin Madden & Kasper Kovitz.
Sunset: Delayed

Unter dem Titel „SUNSET: DELAYED“ treffen in der MAK-Galerie zwei Schindler-Stipendiaten der ersten Stunde aufeinander: Die Architektin Andrea Lenardin Madden und der Künstler Kasper Kovitz problematisieren mit einer raumfüllenden Installation den US-amerikanischen Gründungsmythos der unbeschränkten Landnahme im Westen aus der rezenten Sicht des Raumes als verschwindende Ressource und der Notwendigkeit, Raumkonzepte neu zu definieren. Seit ihrem Schindler-Stipendium (das MAK-Stipendiatenprogramm der Artists and Architects-in-Residence existiert seit 1995) leben und arbeiten sowohl Lenardin Madden als auch Kovitz in Los Angeles. In „SUNSET: DELAYED“ transformiert Lenardin Madden die MAK-Galerie in eine „Departure Lounge“. Was als vorhersehbarer Pfad eines Personenleitsystems (allzu bekannt von Flughäfen) beginnt, befreit sich bald und formiert sich neu als Raumskizze. Die Reise führt weiter in Kasper Kovitz’ Wandbild aus Fliegenleim, das in einen Tunnel einlädt. Die verheißungsvolle Weiterbewegung wird allerdings zur möglichen Falle – man könnte kleben bleiben. Die „Lounge“ entpuppt sich als räumliche Schnittstelle zwischen Realität und Utopie, die zur kritischen Auseinandersetzung mit Raum als nicht selbstverständliche „Ware“ anregt.

MAK-Galerie, Stubenring 5, Wien 1




Dienstag, 24. April 2007 20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Florian Ladstätter „Les Fleurs du Mal“

Extravaganten Schmuck an der Grenze zur Morbidität zeigt der Schmuck-designer Florian Ladstätter in der MAK-Ausstellung „Les Fleurs du Mal“. Nicht zufällig lehnt Ladstätter den Ausstellungstitel an den Gedichtzyklus von Charles Baudelaire an, der ihm im 19. Jahrhundert eine Klage wegen Sittenwidrigkeit einbrachte. Die Objekte evozieren Assoziationen zu Erotik und Fetisch, Beklemmung und Horror, die Designs reichen von einfachen Ketten und Broschen über Körper umfassende Strukturen bis hin zu Skulpturen, die, so Ladstätter, „ein Benutzer in physische Beziehung zum eigenen Körper bringen will“. Silberne, pinke und schwarze Materialien dominieren die Schau, mit der Ladstätter keinerlei Retrospektive, sondern eine Vorschau auf neue Kollektionsteile bieten will. Elegante, mit Perlen und Swarovski-Kristallen gefertigte Designs stehen Kreationen aus schwarzen Seilen gegenüber, die an Fesseln erinnern. Schmuckstücke aus Chrom und rosa Kunststoff wecken Cyborg-Phantasien, während organisch geformte Broschen lüsterne Phantasien wecken.  Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung gibt es in der MAK-Säulenhalle ab 21.00 Uhr die MAK NITE© „Gothic Party“ mit einer unkonventionellen Schmuckpräsentation, begleitet von einer elektronischen Musikinszenierung. 

MAK-Studiensammlung Metall, Stubenring 5, Wien 1

 

 

Text: MAK
Fotocredit:

[Bild1]
Florian Ladstätter, diverse Halsketten, 2007
Geschliffene Glasperlen und Kunststoffperlen
(Figuren aus China und Indonesien, Knochen).
Wasserbecken aus der Sammlung des MAKWien 1901
Michael PowolnyGlas, Bronze, grünliche Patina
© Maurizio Maier / MAK

[Bild2]
Florian Ladstätter, Körperobjekt, 2007
Epoxiharz gegossen, rosa Dose
aus der Sammlung des MAKDeutschland, 17. Jh.Elfenbein
© Maurizio Maier / MAK

[Bild3]
Florian Ladstätter, Halskette, 2007
Kunststoffperlen, irisierend; Aluminiumkette, eloxiert
Deckelvase aus der Sammlung des MAK Um 1785
Wedgwood, Etruria, England Steingut (Jasper Ware),
lavendelfarben mit weißen Reliefauflagen
© Maurizio Maier / MAK

[Bild4]
Florian Ladstätter, Halskette, 2006
Geschliffene Glasperlen
© Maurizio Maier / MAK

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