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Kunstraum Lisabirds Art Collective

Mitten in Wien bietet dieser Kunstraum Platz für autonome künstlerische Aktivitäten. Auf insgesamt 500m², aufgeteilt auf zwei Ebenen, können internationale Kunstschaffende ihre künstlerischen Arbeiten auf großzügigen Ausstellungsflächen präsentieren und bietet zugleich den Künstlerinnen und Künstlern Atelier- und Wohnräume für interkulturelles, interdisziplinäres und selbstbestimmtes Arbeiten vor Ort. Wodurch Lisabird´s Art Collective allen Besucherinnen und Besuchern ermöglicht den KünstlerInnen beim Arbeiten über die Schulter zu blicken und den Entstehungsprozess der Werke unmittelbar mitzuerleben.

Die Künstlerinnen und Künstler in Lisabird´s Art Collective 2, "Spring Thing"

Im Mittelpunkt der fotografischen Arbeit von Lies Maculan (geb. 1977) stehen "Der Mensch, sein unmittelbarer Lebensraum und Alltag". Mit teilweise raumumfassenden Installationen, "Fotoskulpturen", im Maßstab 1:1 überführt die Wiener Künstlerin ihren "Dream Shop" von der Zwei- in die Dreidimensionalität und bewegt sich thematisch zwischen Märchen- und Konsumwelt, Wunschtraum und individuellen Sehnsüchten.
In ihrer aktuellen Fotoserie "Streetart für den Salon" hat die Künstlerin Lies Maculan Werke der Streetart und Graffiti in New York und Berlin fotografisch festgehalten und computertechnisch in für die Salonmalerei des 19. Jahrhunderts typische goldene Holzrahmen montiert.

Bereits als legendär in der US-Amerikanischen Graffiti-Szene gilt der knapp über 30 Jährige Retna (geb. 1979), der als Street Artist mit seinem markanten Stil bereits fixer Bestandteil der Kunstszene von Los Angeles ist. Mit seinen farbgewaltigen Wandgemälden und Graffiti im Öffentlichen Raum sowie durch seine grafisch schwungvoll ausgeführten Leinwandmotive erlangte er in den letzten Jahren Weltbekanntheit und ist als gefeierter Star auf den großen internationalen Kunstmessen vertreten, trotz krimineller Vergangenheit. Retnas Bilder sind zum einen von asiatischer Kalligrafie und ägyptischen Hieroglyphen inspiriert, zum anderen setzt sich der amerikanische Künstler mit hebräischen und arabischen Schriftzeichen sowie auch der Kunst und Kultur der Inka und Maya auseinander, womit er gern kritische Statements setzt.

Amber Arbuccis (geb. 1978) Leidenschaft sind Reisen und das Fotografieren - Menschen, Tieren und Natur. Nur mit einem Rucksack ausgestattet begann die US-Amerikanerin vor einigen Jahren für jeweils mehrere Wochen unterschiedliche Regionen der Welt umfassend zu bereisen, um so die Mentalität der Menschen, die Faszination der Tierwelt und die Spiritualität der unterschiedlichen Orte kennenzulernen. In ihrer fotografischen Arbeit legt Arbucci großen Wert auf Unmittelbarkeit und Authentizität. So ist sie bspw. ohne Käfig mit weißen Haien getaucht, bei Neuseeland mit Buckelwalen geschwommen und wild lebenden Elefanten so nahe gekommen, wie nur wenige Menschen zuvor. Und als Mitbegründerin der Stiftung "Identify" (für Kinderrechte, Tierschutz und Armutsbekämpfung) setzt sie sich weltweit ein und stellt die Erlöse ihrer eindrucksvollen Fotografien zur Gänze der Institution zur Verfügung.

Die zentralen Aspekte von Deborah Sengls (geb. 1974) Kunst sind Täuschung, Camouflage, Imitation und Maskerade. Mit Ironie und Humor bearbeitet und analysiert die Wiener Künstlerin Parallelen zwischen Mensch und Tier. In einer ihrer jüngeren Skulpturenserien, "Killed to be dressed", appelliert die Künstlerin außerdem an die Sensibilität und das Einfühlungsvermögen der Menschen, nicht länger Pelze zu kaufen und zu tragen.

Der Grazer Künstler (geb. 1980) Armin Pichlers alias MEAPI kombiniert in collageartiger Manier Fotografie, Malerei und Text und lässt den Betrachter bewusst im Ungewissen, welche der drei Ebenen die wichtigere ist. In MEAPIs Malereien beziehen sich Bild und geschriebenes Wort unmittelbar aufeinander und gehen wie selbstverständlich eine Koexistenz ein, um ein integratives Gesamtverständnis zu erreichen.

In seinen neuen Arbeiten begibt sich MEAPI, untypisch für seine sonst verwendeten Collagecharakter, auf das Gebiet der Ölkreide-Malerei, deren inhaltliche Ebene kritische Statements zu Tage treten lassen, und die die sorgfältig ausgeführten Farbverläufe und idyllisch-nostalgischen Reminiszenzen an den Ort seiner Kindheit (I miss you) als bloße Maskerade entlarven. Seine Subversive Protesthaltung gegenüber politischer Macht- und Gewaltausübung sowie Kritik an der gängigen Praxis selektiver medialer Informationsweitergabe sind MEAPIs künstlerische Ansprüche, die die akkurate Pinselführung und zuweilen banal erscheinenden Motive in einem differenzierten Licht erscheinen lassen.

Zur Person Lisa Kandlhofer

Die Initiatorin und Leiterin von Lisabird’s Art Collective ist Kulturmanagerin und lebt nach längeren Aufenthalten in New York, Toronto und London, wo sie für die UNO und später für Magna tätig war, in Wien. Über die Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Calyxte Campe, Neffe von Camille Claudel, knüpfte die erst 25-jährige Grazerin Kontakte mit internationalen KünstlerInnen, SammlerInnen und Museumsleuten. Im Jänner 2010 gründete sie ihr eigenes Kunstmanagement-Unternehmen LIKA.

Lisa Kandlhofers Anspruch ist es, Kunstschaffenden unterschiedlicher Sparten Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Fotografie, Neue Medien – ein Forum zu bieten, in dem in guter Atmosphäre gearbeitet, kontrovers diskutiert sowie Ideen und Meinungen ausgetauscht werden können, wo Kreative, SammlerInnen, GaleristInnen, Museumsleute und Wirtschaftstreibende zueinanderfinden, um gemeinsam Projekte zu realisieren.

Lisabird´s  Art Collective:
Lisa Kandlhofer
Große Mohengasse 8, 1020 Wien
Tel: +43.676.955.58.37
Email: lisa@lisabird.tv
Web: www.lisabird.tv

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