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Der Weltmeister

Informationen über das Stück Der Weltmeister im Wiener Volkstheater. Ein Theaterstück zu Adolf Hitler von Herbert Achternbusch

Der Weltmeister im Volkstheater

Volkstheater - Der Weltmeister

DER WELTMEISTER
Ein Theaterstück zu Adolf Hitler
von Herbert Achternbusch

Uraufführung: 1. Mai 2007,19.30 Uhr
Voraufführung: 30. April 2007, 17.00 Uhr

„Weltmeistersüchtig wie sie sind, erkennen die Deutschen die wahre Sachlage nicht, in der sich ihre Seelen befinden: sie haben Adolf Hitler über alles geliebt und kennen die Liebe nicht mehr!“ Herbert Achternbusch                  

Irgendwo in Niederbayern. Der Herbert hat wieder mal diverses Zeug in die Wohnküche geschleppt, Maikäfer, Frösche und jetzt einen Hitler; galant und charmant. Der nistet sich ein bei den Damen des Hauses. Er charmiert und brambasiert, begeistert sich für Omas Apfelstrudel, rinnt und schmalzt, trieft, sondert Schleim ab, furzt und philosophiert, muss dringend Bäuerchen machen und hat den Gang der Welt genau im Blick: die Juden und Araber, die Liebe und das Leben. Der furzende Führer als stinkende Seele, Unrat redend, Unrat in die Seelen säend – er will nicht zurück nach Österreich; da er das falsche Volk umgebracht hat, möchte er nach Israel, um an den Arabern „den blutigen Gedanken zu Ende zu denken“

Achternbuschs Hitler ist wohlauf und lebt und verbreitet seine neuesten Erkenntnisse zur Lage der Nationen in einer niederbayerischen Wohnküche. – Eine grausige Hitlerhanswurstiade und deren Protagonist ein faulender klebriger Popanz: „Wir müssen den Hitler dem Hitler langsam entreißen“, so Herbert Achternbusch.

Regie Martin Oelbermann
Ausstattung Bianca Fladerer
mit Annette Isabella Holzmann, Johanna Mertinz, Susanne Stach; Andy Hallwaxx, Christoph F. Krutzler

Weitere Vorstellungen: 4./6./9./15./20. Mai, jeweils 19.30 Uhr

Herbert Achternbusch
Maler, Autor, Filmemacher, Regisseur, Katholikenfresser, CSU-Hasser, komischer Kauz, bayrischer Gottseibeiuns, Anarchist, Rebell, Linker, Anti-Christ, Zweifler, Verzweifelter, letzter bayrischer Heimatdichter, ewiger Gottsucher, Unruhestifter, Surrealist, Anarcho-Bayer, begnadeter Grantler, lämmersanfter Berserker, altes Kind, Multikünstler, Dauer-Provokateur, wild grinsender Urzeitgeist, Amokdichter, Bierfantast, Antilogiker

1938 wird er in München als unehelicher Sohn von Luise Schild geboren und wächst in Breitenbach im Bayrischen Wald bei seiner Großmutter auf. Er studiert Malerei an der Kunstakademie Nürnberg. 1974 dreht er seinen ersten Film „Das Andechser Gefühl“ für den er, wie in den meisten seiner Filme, Hauptrolle, Produzent, Regie und Drehbuch übernimmt. Sein 1983 entstandener Film „Das Gespenst“ erregt großes mediales Aufsehen, da er aufgrund von Blasphemie-Vorwürfen zunächst nicht freigegeben wird.

In Österreich bleibt der Film bis heute verboten. Herbert Achternbuschs großer autobiografischer Lebensroman umfasst insgesamt 28 Filme sowie eine Unzahl von Theaterstücken, Gedichten, Romanen und Bildern. „Wenn es in mir zu reden anfängt, muss ich mich hinsetzen und abschreiben, was mir da erzählt wird.“ So entsteht ein Werk, das jede Regelhaftigkeit ablehnt und das seine innere Logik oft erst auf den zweiten Blick eröffnet.

Dieses Werk zeichnet sich durch absurden, subversiven Humor und spürbare Lust an der Provokation aus. Achternbusch projiziert weltpolitische Themen in seine eigene unmittelbare Umgebung und fordert eigenverantwortliche politische Gedanken: „Das ist eine schöne Aufgabe der Literatur, andere zum Aussagen ihrer eigenen Gedanken zu bringen, die sie noch gar nicht kennen.“ 

TAGESKASSA FÜR ALLE SPIELORTE
1070 Wien, Neustiftgasse 1, Eingang Burggasse
Montag bis Samstag von 10 Uhr bis Vorstellungsbeginn
Telefon: +43-1-52111-400, Fax +43-1-52111-444
Email: ticket@volkstheater.at, online: www.volkstheater.at

Bild: Nathalie Bauer

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