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Der Hybronaut

Laura Beloff (FI), Artist in Residence Der Hybronaut. Der Schauraum präsentiert ein Portfolio mit Arbeiten der Künstlerin Laura Beloff (FI).

Den Schwerpunkt von Laura Beloffs künstlerischer Produktion und Forschungsarbeiten in den letzten Jahren bilden Artefakte, mit deren Hilfe untersucht werden kann, wie sich unser Verständnis von Wirklichkeit durch tragbare und „body-embedded“ Technologien verändert, wenn diese Technologien zu einem festen Bestandteil des Individuums und seiner Physiologie werden. Im Unterschied zu den herkömmlichen Erwartungen gegenüber  tragbaren Technologien, die auf den User und dessen Fähigkeiten und Funktionalitäten  ausgerichtet sind, führen uns diese Projekte komplexe, holistische Sichtweisen von Realität vor, die im Zusammenwirken von zwei gleichwertigen Komponenten – den Menschen und der Technologie – zustande kommen.
Die Figur des „Hybronauten“ wurde als Forschungsvehikel entwickelt, um den User und seine tragbare Ausrüstung als Einheit zu erforschen. Der „Hybronaut“ ist eine Art Raumfahrer, der als Bindeglied zwischen dem Konkret-Physischen und dem Virtuellen innerhalb eines hybriden Raums existiert und dessen Möglichkeiten erforscht, wobei er unkonventionelle  Perspektiven schafft und neue Erfahrungen ermöglicht. Die dafür entwickelte Ausrüstung bietet BesucherInnen die Möglichkeit, „Hybronaut“ zu werden und an dessen Sichtweisen auf die Welt teilhaben zu können. Als Hybronaut befindet sich der User nicht nur in einer konkreten physikalischen Umgebung, sondern gleichzeitig  auch in einer virtuellen Sphäre. Die Möglichkeiten, konkrete Beziehungen herzustellen, werden mittels der Technologie erweitert. Diese Beziehungen bilden ein komplexes Netzwerk aus gleichzeitig physischen und virtuellen Interaktionen, Materialien, Menschen und  organischen und technologischen Komponenten.
Die Arbeit „Empty Space“ wird im Schauraum als konkretes Objekt präsentiert. Eine Reihe anderer Werke  von Laura Beloff wird auf Video gezeigt.

„Empty Space“, 2009 von Laura Beloff
Unser Leben besteht aus einer Fülle von Personen, Ereignissen und Dingen, mit denen unsere Welt und unsere Zeit zur Gänze ausgefüllt ist. Diese „Welten“  sind durchstrukturiert und voll von Inhalten, bis dass  durch einen gelegentlichen Verlust von jemandem oder etwas ein „leerer Raum“ zurückbleibt. Dieser leere Raum existiert solange, bis er sich langsam wieder auffüllt. (Laura Beloff)
Die Arbeit „Empty Space“ besteht aus einer tragbaren, transparenten Kapsel, die als Vakuum konstruiert ist. Diese Kapsel kann als konkreter Ausdruck eines „leeren Raums“ gesehen  werden, der hin und wieder in unserem Leben entsteht. Die Kapsel  wurde für den Gebrauch  aller im Alltag konzipiert.
Sie enthält einen kleinen, vernetzen Bildschirm, auf dem laufend die entsprechende (geplante) Nutzung des Werks angezeigt wird. Die Öffentlichkeit hat  die Möglichkeit, das Objekt vorübergehend für  eigene Zwecke zu nutzen. Über eine Webseite kann man Online eine bestimmte Zeitperiode  durch Angabe von Datum/Stunde/Minute innerhalb des dritten Milleniums buchen. Während dieser Zeit ist die Kapsel dem je eigenen Anliegen gewidmet, und dieses kann ein privates, persönliches oder ein universelles  Anliegen mit globaler Tragweite sein.  Die Personen, die „Empty Space“ tragen, treten freiwillig sowohl für die eigenen Bedürfnisse wie auch für jene anderer Menschen ein.

Eröffnung: Fr 28.01., 19h
Datum: 29.01. bis 19.03., täglich 10-22h
Ort: Schauraum Angewandte, Electric Avenue, quartier21
Eintritt frei!

© Laura Beloff
 

Video
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