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Kunst & Kultur

Daguerreotypie

Informationen über die Ausstellungen 2006/07 der Daguerreotypie

Bild des Durchschnitts durch den Stängel einer Clematis © Albertina Wien

Inkunabeln einer neuen Zeit - Pioniere der Daguerreotypie in Österreich

15.09. bis 19.11.2006

Schon die ersten Gerüchte im Jänner, noch viel mehr aber die „offizielle“ Bekanntgabe der neuen Technik der Daguerreotypie im August 1839 in Paris, erregten international in den unterschiedlichsten Kreisen Aufregung und bewirkten eine geradezu fieberhafte Beschäftigung mit optischen und chemischen, aber auch mit ästhetischen Phänomenen, die in Zusammenhang mit der „Lichtmalerei“, der Schaffung eines Bildes quasi ohne menschliche Beteiligung, standen.

Für Österreich war es der Chemiker und Physiker Andreas von Ettingshausen, der schon im Sommer 1839 Daguerre in Paris besuchte, eine Kamera erwarb und sofort selbst die neue Technik anwandte.

Viele Neuentdeckungen in in- und ausländischen Archiven und Privatsammlungen sowie einige außerordentliche Erwerbungen der letzten Jahre ermöglichen nun, dass in der Albertina ein Überblick gegeben wird über die schon 1839 einsetzende rasante Entwicklung, die die junge Technik der Lichtbildkunst in Österreich genommen hat.

Viele der experimentellen Studien konnten erstmals zugeschrieben werden und geben ein völlig neues Bild von der Vorgangsweise jener Pioniere, die zwischen Anpassung und völliger Missachtung der visuellen Konventionen der Zeit schwankend schon auf Grund der technischen Eigenheiten des neuen Mediums völlig neuartige Bilder schufen.

Picasso. Malen gegen die Zeit

22.09.2006 bis 7.01.2007  

Keiner hat die Kunst des 20. Jahrhunderts so nachhaltig geprägt wie Pablo Picasso.

Unter den zahlreichen Phasen und Stilperioden in seinem Schaffen nimmt das Alterswerk einen besonderen Platz ein. Diesem Spätwerk ist die Ausstellung der Albertina gewidmet, kuratiert von Werner Spies, dem ehemaligen Direktor des Centre Pompidou und bedeutendstem Picasso-Forscher unserer Tage.  

Anhand von etwa 200 Werken von nahezu 60 Leihgebern – Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik und Skulpturen – zeigt die Ausstellung die besondere Arbeitsweise und stilistische Einmaligkeit von Picassos später Kunst. Im Zentrum steht die Dialektik von Malerei und Zeichnung: Die meisterhaft schnellen, „wilden“ und ungemein sinnlichen Gemälde stehen den akribisch genau und detailliert ausgeführten Zeichnungen gegenüber. Ein spannungsreicher Dialog, der den größten Künstler des 20. Jahrhunderts im Wettlauf mit der Zeit erkennen lässt.

Franz Gertsch

20.10.2006 bis 7.01.2007  

Anlässlich seines 75. Geburtstages wird in Wien erstmals das Schaffen von Franz Gertsch, einem der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart, ausführlich gewürdigt.

Die Ausstellung der Albertina konzentriert sich dabei auf die in den letzten beiden Jahrzehnten geschaffenen Werke und hier vor allem auf die monumentalen, farbigen Holzschnitte von Franz Gertsch.   

Die Holzschnitte von Franz Gertsch, große Frauenporträts und landschaftliche Motive aus der Gegend seines Wohnortes Rüschegg, sind nach stark vergrößerten Fotografien entstanden. In diesen fotorealistischen Arbeiten kommt der Künstler zu einer ungeahnten Annäherung an das Naturvorbild einerseits, löst sich von diesem zugleich durch die Umsetzung der Vorlage in den Holzschnitt und die abstrahierende monochrome Farbgebung. Franz Gertsch gewinnt so der alten Technik vollkommen neuartige Ausdrucksmöglichkeiten ab. Es kommt zu einer Vertiefung und Verinnerlichung des Natureindrucks, indem der Künstler den Detailreichtum und die Vielfältigkeit der Motive fotografisch genau anschaulich macht und gleichzeitig durch die Lichtführung, die Hervorhebung des linearen Verlaufs pflanzlicher Formen oder dem Nachspüren feinster Bewegungen des Wassers zu einer außerordentlichen Verlebendigung des Dargestellten führt.

Andy Warhol - Zeichnungen

24.11.2006 bis 21.01.2007  

Die Ikone der Pop-Art, Andy Warhol, porträtiert die Ikonen der englischen und amerikanischen Pop- und Rockszene: In den 70er und 80er-Jahren hat Warhol Stars wie die Beatles, Mick Jagger, Keith Richards, Liza Minelli, Aretha Franklin oder Ron Wood gezeichnet.

Die Albertina zeigt – weltweit – zum ersten Mal 35 Handzeichnungen und Collagen, die zum Großteil direkt aus der „Factory“, dem Atelier von Andy Warhol, stammen.

 

 

 

Stefan Musil

Pressesprecher  Albertina

Albertinaplatz 1

1010 Wien  

T +43 (01) 534 83-510

F +43 (01) 534 83-430

s.musil(at)albertina.at

www.albertina.at

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