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Circus - Oper zwischen Tieren und Menschen

Informationen über die Uraufführung von Circus, einer Oper zwischen Tieren und Menschen.

Circus
© sirene Operntheater

Uraufführung

sireneOperntheaterWien präsentiert:

Circus
Oper zwischen Tieren und Menschen
Uraufführung

Premiere am Mittwoch, 6. September 2006 um 20 Uhr
im Jugendstiltheater am Steinhof, 1140 Wien, Baumgartner Höhe 1
Weitere Vorstellungen am 8., 9. ,12., 19., 21. September um 20 Uhr
Kartenreservierungen unter 0681 102 120 36 oder bei ÖTICKET 01 96096
oder unter sirene@sirene.at

Text. Kristine Tornquist
Musik. Jury Everhartz
Musikalische Leitung. Anna Sushon
Regie. Kristine Tornquist
Bühne. Jakob Scheid
Kostüm. Andrea Költringer
mit Nina Plangg, Maida Karisic, Dieter Kschwendt-Michel, Bartolo Musil, Annette Schönmüller und Günther Strahlegger
das Rote Orchester

Der Zirkus ist der Ort, an dem sich Tiere wie Menschen und Menschen wie Tiere benehmen. Hier gibt es Elefanten, die sich wie Menschen zu Tisch setzten, bekleidete Affen, rechnende Pferde und aufrecht spazierende Hunde -andererseits Schlangenmenschen, die behaarte Dame oder wie Affen kletternde Artisten. Gerade diese verdächtige Unschärfe ist die Attraktion und präsentiert eine Ahnung einer allgemein menschlichen Schizophrenie: der grosse Unterschied zwischen Menschen und Tieren, scheint der Zirkus zu beweisen, ist nur eine Frage des Kostüms... In der Oper Circus von Kristine Tornquist und Jury Everhartz entspinnt sich zwischen Raubtierkäfig, Garderobe und Manege eine bunte und verwickelte Geschichte zum Kriminalfall. Alle Charaktere treten janusköpfig auf. So ist die unberechenbare Tigerin eine ehrgeizige Artistin, der raffinierte Affe eine defizitäre bärtige Dame, der verliebte Clown ein unversöhnlicher Elefant und der gierige Dompteur ein egomanischer Bär.
Die daraus entstehende Geschichte führt die Protagonisten über Leidenschaften und Intrigen in die Katastrophe, bis der Zirkusdirektor - begleitet und unterstützt von seiner Assistentin, der kleinen Zuversicht - mit seiner magischen Nummer eingreift und die eskalierenden Triebe wieder zurück in den Käfig der Zivilisation zaubert.

Jury Everhartz hat für die 16köpfige Zirkuskapelle und sechs Solisten eine rasante, treibende Musik komponiert, deren boshafter Witz in schnellen Wechseln und unerwarteten Volten liegt. Everhartz greift in seinem sehr eigenen Stil auf Motive und Ansätze klassischer Zirkusmusik aus den 20er Jahren zurück – Polkas, Tangos, auf Rags wie Elephantwalk und Bear Step - aber auch auf Klassiker der Moderne wie Strawinsky oder Toch um die Launen, Intrigen und Traurigkeiten der Figuren zu begleiten.

Zirkus - die Geschichte
Als dem Zirkusdirektor die Kasse mit den Eintrittsgeldern zu Boden fällt, erwacht der schlafende Zirkus und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. In ihren engen Käfigen erwachen die Tiere, tappen unruhig in ihren Käfigen hin und her, denn die Tigerin hat von Jagd und Blut geträumt. Aber die blinde Gier nach den blinkenden Münzen ist nur eine der folgenreichen Leidenschaften, in denen die Zirkustiere und ihre menschliche zweite Seite ihre Fehler machen. Denn ob nun der Dompteur Rodolfo mit der Kasse flüchten will oder Lucie, die Hochseilartistin, ehrgeizige Pläne für die Zukunft hat, ob die bärtige Dame Olga Rodolfo erpresst, um den Clown Bruno endlich für sich zu gewinnen, oder ob wiederum der vor Neid auf das schöne Kostüm des Dompteurs fast platzt – jeder von ihnen verstrickt sich immer tiefer in ein Netz von Intrigen, bis jeder gegen jeden steht. Doch währenddessen hat längst die Zirkusvorstellung begonnen und der Zirkusdirektor führt sein strenges Regiment: Sensationen, Sensationen, dem Publikum soll etwas geboten werden! Am Höhepunkt - der Hochseilnummer - bricht alles zusammen. Die Artistin stürzt ab und die Artisten - alle längst wieder in Tiere verwandelt - sind bereit aufeinander loszuspringen und sich gegenseitig zu zerfleischen, das Zirkuszelt droht zusammenzufallen. An diesem Punkt greift der Direktor, unterstützt von seiner Assistentin - der kleinen Zuversicht - mit seiner Magier-Nummer ein und zaubert die Protagonisten aus der ausweglose Situation, in die sie sich gebracht haben. Als Tiere finden sie sich wie anfangs in ihre engen Käfige gesperrt - und man kann sich vorstellen, dass nun bald alles von vorne beginnen wird. Der Affe wendet sich ans Publikum, er beschwört die Ähnlichkeit zwischen Affen und Menschen...

sirene Operntheater
Seit 1989 bringt das sireneOperntheater um den Berliner Komponisten Jury Everhartz und die Autorin und Künstlerin Kristine Tornquist Musiktheater, vor allem Uraufführungen österreichischer Autoren und Komponisten auf die Bühne. Zuletzt wurden 2004 „das Krokodil“ nach Dostojewskis skurriler Kurzgeschichte mit 12 Klavieren umgesetzt und in Koproduktion mit dem Tiroler Landestheater der Kurzopernabend „7 Operellen“ erfolgreich auf die Bühne gebracht. Das Jahr 2006 begann mit der Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Grigorij Fried im Wiener Jugendstiltheater.
Das sireneOperntheater hat im Zuge der Theaterreform erstmals eine längerfristige Subvention zugesprochen bekommen.

Mehr Informationen auf der Seite des sireneOperntheaters.


Kontakt:
Maria Haneder-Kulterer 0699 10518133 oder
haneder.kulterer@sirene.at oder
contact@culture-management.at

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