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Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

Wally Neuzil. Ihr Leben mit Egon Schiele im Leopold Museum

27. Februar bis 1. Juni 2015: Eines der bekanntesten Gemälde Egon Schieles heißt schlichtweg "Wally" und ist Walburga Neuzil gewidmet. Das Leopold Museum widmet sich in Kunstwerken, Autografen, Fotos und Dokumenten, aber auch Werken Schieles der Person und der Beziehung zwischen Wally und dem Künstler.

Egon Schiele, Bildnis Wally Neuzil, 1912
© Leopold Museum, Wien, Inv. 453 | Egon Schiele, Bildnis Wally Neuzil, 1912

Schiele und seine Muse

Zwischen Anfang 1911 und Frühjahr 1915 war Wally nicht nur Modell für Egon Schiele, ­sondern auch seine Freundin und treue Gefährtin, gleichzeitig arbeitete sie aber auch als Verkäuferin, ­Kassiererin und Vorführdame in einem Bekleidungsgeschäft. Im Frühjahr 1911 zog sie mit Schiele nach Krumau, im August 1911 nach Neulengbach und stand ihm auch während seines Gefängnisaufenthaltes im April 1912 zur Seite. Während der gemeinsamen Zeit in Neulengbach, „In der Au“, sind einige der wichtigsten Werke Schieles entstanden, auch einige von denen, für die er später ins Gefängnis musste. Wally blieb bis Anfang 1915 seine wichtigste Bezugsperson und hatte sich auch um einen Anwalt für Schiele gekümmert. Das Gemälde "Tod und Mädchen", das in einem anderen Atelier an der Hietzinger Hauptstraße entstanden war, zeigte den Maler und seine Muse („Wally“) in einer schmerzlichen Umarmung, die schon den Abschied der beiden voneinander ankündigte. Dieses sowie weitere Gemälde aus der Leopold Sammlung sind auf der Ausstellung im Leopold Museum zu sehen.

Zu sehen sind u.a. bedeutende Schiele Gemälde wie

  • "Tod und Mädchen" (Leihgabe aus dem Belvedere)
  • Zeichnungen und Aquarelle des Künstlers, für die Wally Modell stand
  • weitere Werke des Leopold Museum, der Leopold Privatsammlung sowie Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen.

Die verschiedenen Lebensstationen Wallys, ihre Berufe (vom Modell bis zur Kranken­pflegerin), ihr Leben, ihr Schicksal werden dabei exemplarisch für das Leben einer Frau im Wien der Jahrhundertwende nachgezeichnet.

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