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Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

Ausstellung: Vulgaer? Fashion Redefined im Winterpalais

03. März bis 25. Juni 2017: Das Winterpalais zeigt eine Ausstellung, die sich mit dem Geschmack in der Mode beschäftigt, ein Thema das seit der Renaissance begeistert. Über 120 Objekte von der Renaissance bis zum 21. Jahrhundert werden in Prinz Eugens prunkvollem Winterpalais zum Diskurs über die Definition des „Vulgären“ anregen, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich (nicht) streiten.

Hermelinpelz, Trachtenrock oder Blümchen? Die Grenzen des guten Geschmacks?
© Belvedere, Wien | Das "Vulgäre" von der Renaissance bis heute: eine Auseinandersetzung

Ausstellung: Vulgär? Fashion Redefined

Wann: 03. März bis 25. Juni 2017

Wo: Winterpalais

Ausstellung: Der Geschmack des Vulgären

“De gustibus (non) disputandum esse“, sagte der Lateiner: über Geschmack lässt sich (nicht) streiten. Aber was im Winterpalais im Frühjahr 2017 gezeigt wird, wird sicherlich zu vielen Diskussionen über den guten Geschmack anregen.

Der Ausgangspunkt der Ausstellung sei für die beiden Kuratoren Judith Clark und den Psychoanalytiker Adam Phillips eigentlich der Begriff „vulgär“ gewesen, der im Lateinischen ursprünglich „schlicht, einfach, oberflächlich“ meinte und gemeinhin dem einfachen Volk zugeordnet wurde.

Für die beiden Ausstellungsmacher kristallisierte sich bald die Darstellung des Verhältnisses von Mode zum menschlichen Körper heraus und sie wollen in ihrer Ausstellung zeigen, dass Facetten des „Vulgären“ der Mode quasi inhärent (also: dazugehörig) sind. Aber das Vulgäre entsteht auch im Zusammenspiel zwischen oben und unten, denn gerade durch modische Statussymbole kann man zeigen, dass man auch dazugehört. Aber das ist dann vulgär, oder? Im Mittelpunkt der Ausstellung „Vulgär? Fashion Redefined“ im Winterpalais werden folgende Exponate zu sehen sein:

  • Historische Bekleidung,
  • Couture und Konfektionsmode
  • Stoffmuster, Handschriften, Fotografien
  • und Filme

Winterpalais Begleitprogramm

Die Ausstellung, die zuvor schon im Londoner Barbican Center gezeigt wurde, zeigt nicht nur Leihgaben aus wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen aus aller Welt sondern auch Beispiele von führenden modernen und zeitgenössischen Designern und Modehäusern wie Christian Dior, Jeanne Lanvin, Christian Lacroix, Louis Vuitton und Vivienne Westwood. Auch Coco Chanel und Jonathan Swift, Walter van Beirendonck, Christian Lacroix und Zandra Rhodes haben sich schon zu diesem extravaganten und delikaten Thema schon geäußert, wie der zur Ausstellung erschienene Katalog (Verlag Buchhandlung Walther König) eindringlich mit Interviews, Essays und Illustrationen darlegt.

Durch die aktuellen Ereignisse wie Trump und Brexit seien die Kuratoren in so etwas wie ein „politisch-kulturelles Erdbeben“ hineingeraten, denn wo spielt das Vulgäre eine größere Rolle als in der Politik, vermutete unlängst die FAZ in einem Artikel über die Londoner Ausstellung. Aber der Kern des Problems sei ja gerade, dass uns das Vulgäre „so much pleasure“ bereite.

 Tickets

 Hier finden Sie Tickets für die Ausstellung.

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, 04.04.2017 um 16:13
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