1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur
  3. Ausstellungen
Mehr Kunst & Kultur
Artikel teilen
Kommentieren
Ausstellungen

st. art Vernissage Abstraktion und Körper

Der Kunst- u. Kulturverein start4art lädt zur Vernissage Abstraktion und Körper von ESTHER EIGNER am Do. 29.3.2012 19:00 Uhr im St. Art (1070 Wien, Zollergasse 6)

Esther Eigner:

Seit dem Eintritt in die Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts scheinen Körperlichkeit und Abstraktion einen Gegensatz zu bilden, der unterschiedliche künstlerische Positionen markiert. Auf der einen Seite stehen Ansätze, die sich der Abstraktion verschreiben und sich programmatisch vom Figurativen, Narrativen und Illusionistischen abwenden; auf der anderen Seite Ansätze, die dem Prinzip der Repräsentation verpflichtet bleiben. Die abstrakte Kunst sagt sich gemäß diesem dichotomischen Schema von körperhafter Darstellung los.“
Als ich während meiner Arbeit zu diesem Thema nach Texten gesucht habe, ist mir jener Satz in Erinnerung geblieben. Denn genau das ist es was ich zu verneinen versuche. Aus Gesprächen mit anderen Kunstinteressierten habe ich festgestellt, dass ein Großteil der Meinung ist, es sei notwendig sich für eines zu entscheiden. Das Körperliche stelle eine Repräsentation nach Außen dar und die abstrakte Kunst wende sich nach Innen, welches nicht vereinbar sei. In meinen Arbeiten versuche ich aber durch abstrakte Malerei einen Raum zu schaffen, in welchem sich eine menschliche, jedoch abstrahierte und teilweise deformierte Figur „wohlfühlen“ kann. Andererseits ergeben sich durch die spontane Pinselführung bei jener Raumentwicklung, auch immer wieder zufällige Figuren, welche ich dann versuche auszuformen und freue mich stets über die Fantasie meiner Mitmenschen, welche mir so oft beim Finden dieser Figuren helfen konnten. Sehr interessant ist es auch zu erproben, inwieweit es möglich ist,  die figurativen Anhaltspunkte gerade so weit zu reduzieren, dass das Körperhafte eigentlich nicht mehr zu erkennen, sondern nur mehr zu erahnen ist. Abstraktion war ein Thema mit dem ich mich erst anfreunden musste, da auch für mich selbst viele berühmte Werke der abstrakten Kunst wie eine „Kinderzeichnung“ aussahen.

Mit meinen beinahe zwanzig Jahren kann ich wohl kaum behaupten schon ein „alter Hase“ in der Kunstszene zu sein. Mein Interesse an der Kunst wurde zwar bereits im Volksschulalter geweckt, professionell kann ich an die Sache jedoch erst seit 2010 herangehen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich das Studium für Malerei, Tapisserie und Animationsfilm an der Angewandten begonnen. In Thematik und Technik lassen sich meine Arbeiten nicht einheitlich charakterisieren, da ich mich noch an einer Vielzahl von Materialien und Techniken zu erproben versuche. Die Erwartungshaltung, dass Künstler eine gewisse Handschrift und einheitliche Thematik erkennen lassen, kann und möchte ich mit meinen Arbeiten nicht erfüllen. Ich möchte mir die Freiheit nehmen können immer wieder Neues auszuprobieren. Ich lasse mich zumeist von Dingen, welche tagtäglich um mich herum passieren inspirieren. Die Bilder, welche mir durch den Kopf gehen, notiere und skizziere ich mir, um sie, sobald ich das passende Material dazu gefunden habe, aus meinem Kopf herauszulassen und für andere sichtbar zu machen. Und da das Leben immer wieder Neues bringt, werden die Themen meiner Arbeiten stets bunt gemischt und spontan bleiben.

Wie immer gibt's - abgesehen von neuen zu betrachtenden Bildern
und der Möglichkeit, die Künstlerin persönlich kennenzulernen -
ein Begrüßungsgetränk und ein wenig zum Knabbern ...

... die Künstlerin, start4art und das Team von St. Art
freuen sich auf euren Besuch
und einen kunstvollen sowie gemütlichen Abend

--
ST. ART   Galerie & Café-Cocktailbar

1070 Wien, Zollergasse 6 (Mo-Fr 16-02)
0680 206 71 71

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur