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SCHÖNHEIT UND DER KÖRPER DER FRAU

Die EDITION VA bENE und der club alpha laden zur Präsentation des Buches:MARTINA REINHART SCHÖNHEIT UND DER KÖRPER DER FRAU Eine zeitgeschichtliche und philosophische Abhandlung mit 85 Zeichnungen, 176 Seiten, ISBN 978-3-85167-251-0

Der Inhalt:

Das Buch beschäftigt sich mit exklusiver Schönheit und dem weiblichen Körper
in der westlichen Welt und nimmt bezug auf die Wurzeln ihrer Kultur.
Bis zur Postmoderne hin orientierte sich die Vorstellung des perfekten weiblichen
Körpers vornehmlich an idealisierten und stilisierten menschlichen Vorbildern.
In unserer heutigen, zeitgenössischen Gesellschaft haben wir durch all die
neuen Technologien, die unser Leben infiltrieren, einen anderen Bezug zur
Wirklichkeit. Wir finden einen reparier-, revidier-, und kreierbaren Körper vor,
was entsprechende Konsequenzen auf die Rezeption der weiblichen Erscheinung
bzw. auf den Begriff Schönheit im exklusiven Sinne hat. Biologie ist
nicht mehr nur Schicksal, sondern Ausgangsmaterial. Der Körper der Frau
wird immer mehr zum Gegenstandsbereich von Wahlmöglichkeiten und Eingriffen,
die biologische Ausstattung der Frau ist plan- und machbar.
Frauen artikulieren ihren Selbstentwurf im komplex gewordenen „Spiel“ sozialer
Kommunikation. So werden kosmetische und plastische Chirurgie in
bezug auf medial vermittelte Bilder und Ikonen und den männlichen Blick untersucht,
da ja der Körper immer mehr zu einem wissentlich verformbaren
Objekt wird, dem keine Grenzen mehr gesetzt sind.
Andererseits wird durch die vom Cyberspace ausgelöste Entkräftigung des
Körpers die Bedeutung der exklusiven Schönheit für die Frau relativiert.
Insofern Schönheit kontingent ist, steht sie notwendigerweise mit Vergänglichkeit
in Beziehung. So ist auch die Dialektik zwischen Alter und Schönheit
sowie die Spannung, die sich um das Ideal aufbaut, interessant. All dies wird
durch die Möglichkeiten, die z. B. plastische Chirurgie, Computer/Internet,
Cyberspace oder andere virtuelle Lebensformen nun bieten, oft bis ins Irrwitzige
gesteigert. Wohin entwickeln wir uns? Und welchen Stellenwert hat diese
Entwicklung für die Frau bzw. ihren Körper? Diesen Fragestellungen wird
hier, u. a. mit 85 Zeichnungen, nachgegangen, und es wird auch versucht, die
unterschiedlichen Entwicklungstendenzen bzw. ihre optionale Verbindung
aufzuzeigen.

Die Autorin: 

Martina Reinhart wurde 1972 in Linz/OÖ geboren. Nach der Matura im Sportgymnasium Wels ging sie einige Zeit nach Los Angeles/USA, um auch Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Zurück in Österreich setzt sie ihr Studium fort. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich zumeist mit Themenschwerpunkten, die sie dann in Zyklen umsetzt. Anfangs wandte sie sich eher der traditionellen Malerei zu, ein Stipendium in Barcelona im Jahr 2000 eröffnet ihr dann neue Möglichkeiten druckgraphischer Verfahren und inspiriert sie zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Aspekten der Wirklichkeitskonstruktion auf verschiedenen Ebenen. 2002 Sponsion  zum Mag. art. (Malerei), 2005 Promotion zum Dr. phil. (Philosophie). Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Martina Reinhart lebt in Wien und Niederösterreich. Publikationen: „Menschen, Männer, Zaubermänner“, Wien 2000, „Model/Quasimodo/Scars“, Wien 2002, „Das Bild der Frau“, Wien 2004, „Das Bild des Mannes“, Wien 2005, „Das Bild des Kindes“, Wien 2006,  „Chimaeren“, Wien 2007, „Traumwesen“, Wien 2009, „Knowledge and it’s structures“, Wien 2010

am Mittwoch, den 4. Mai 2011, um 18 Uhr
in den club alpha
Stubenbastei 12, 1010 Wien


Begrüßung:
BM a.D. Maria Rauch-Kallat, club alpha
Prof. Dr. Walter Weiss, Edition VA bENE
Laudatio:
Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek
Lesung mit Bilderprojektion:
Dr. Martina Reinhart

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