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Ringturmverhüllung

Der Wiener Ringturm am Schottenring ist die Geschäftszentrale der Vienna Insurance Group mit dem Hauptaktionär Wiener Städtische Versicherungsverein. Seit 2006 wird jedes Jahr ein KünstlerIn eingeladen, an der Fassade des Ringturms ein Bild zu gestalten.

Ringturmverhüllung
© | Kunst am Wiener Ringturm

Der Ringturm der Wiener Städtischen 

Der Ringturm gilt als Meilenstein der österreichischen Architektur und wurde im Jahr 1955 als erstes Bürohochhaus des Landes eröffnet. Er gilt als Symbol der wiedererlangten Freiheit des modernen Österreichs. Die Konzernzentrale der Vienna Insurance Group steht heute für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, ebenso wie für das umfangreiche Sozial-, Kunst- und Kulturengagement des Konzerns, mit der Unterstützung seines Hauptaktionärs Wiener Städtische Versicherungsverein.

2018 polarisiert Helnwein mit seinem Beitrag "I saw this"

Der aktuelle Beitrag 2018 wurde von Goffried Helnwein, einem der wohl bekanntesten österreichischen Künstler in der internationalen Kunstszene. Dieser Beitrag mit dem Namen "I saw this" soll ein Appell gegen Gewalt und Terror sein. Bevor das Bild fertig am Turm montiert ist, wird bereits in der Bevölkerung über derartige Bilder im öffentlichen Raum diskutiert. Was ist Ihre Meinung dazu - posten Sie Ihre Meinung dazu in unserem Kommentarforum am Ende des Artikels.

© Robert Newald | Der Beitrag 2018 kommt von Goffried Helnwein, ein Prädoyer gegen Terror und Gewalt

Künstler am Ringturm

Seit 2006 wird der Ringturm in regelmäßig in einen „Kunst Turm“ verwandelt. Stets waren bedeutende Künstlerinnen und Künstler mit der Ummantelung des Ringturmes betraut:

2006 Christian Ludwig Attersee - Don Giovianni

2007 Robert Hammerstiel - Turm des Lebens

2008 Hubert Schmalix - Turm in Blüte

2011 Xenia Hausner - Familiensinn

2012 László Fehér - Gesellschaft (siehe weiter unten im Text)

2013 Dorota Sadovská - Verbundenheit

2014 Arnulf Rainer - Schleier der Agnes

2015 Tanja Deman - Sommerfreuden

2016 Ivan Exner - Sorgenfrei

2017 Mihael Milunović - Weitblick

2018 Gottfried Helnwein - "I saw this"

Video

2012 Ringturmverhüllung durch  László Fehér

Ein bildhaftes Zeichen für Kunst im öffentlichen Raum möchte der Wiener Städtische Versicherungsverein mit der fünften Verhüllung des Ringturms setzen. Eine öffentlichkeitswirksame Präsentation zeitgenössischer Kunst für Wienerinnen und Wiener sowie die zahlreichen Besucher der Stadt gewährleistet die prominente Lage an der Ringstraße. Der Ringturm wird vom Bürogebäude in eine „Kunst-Turm“ verwandelt. Das Werk „Gesellschaft“ von László Fehér wird ihn zieren, womit erstmals ein Künstler aus einem Nachbarland mit der Schaffung eines „Ringturm-Werkes“ betraut wurde.

Generaldirektor Dr. Günter Geyer erläutert: „Wir haben uns bei der traditionellen Verhüllung der Konzernzentrale für László Fehér und damit bewusst für einen Künstler aus unserem befreundeten Nachbarland Ungarn entschieden. Österreich und Ungarn sind durch ihre Geschichte eng miteinander verbunden. Fehérs Engagement für die Verhüllung ist ein Bekenntnis zum grenzüberschreitenden Kulturaustausch, für den wir uns im Konzern intensiv einsetzen. Wir unterstreichen damit auch die Verbundenheit zu der gesamten Region Zentral- und Osteuropas. Sein Werk ist Ausdruck für Freundschaft und Zusammengehörigkeit – Werte, für die wir als Versicherer stehen“.

László Fehér und sein Werk „Gesellschaft“

László Fehér gilt als einer der bedeutendsten Protagonisten zeitgenössischer Kunst Ungarns und wurde 2006 zum ungarischen Kulturbotschafter ernannt. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Budapest und gilt als Schlüsselfigur der figurativen Malerei Ungarns. Grundsätzliche menschliche Befindlichkeiten sollen in seinen Bildern wiedergegeben werden. Sein Werk ist durch eine reduzierte Farbpalette und eine ausgeprägte Balance von konturbestimmten Formen und feinen Details gekennzeichnet.

„Der Ringturm wirkt, als ob er selbst die Geschichte der letzten 60 Jahre in sich tragen würde. Als Künstler habe ich nach einem abstrakten Formensystem gesucht, das für ein beliebiges Jahrzehnt von den 1950er bis zu den 1990er Jahren hin charakteristisch sein kann und auch heute noch aktuell ist. Die dargestellten Figuren sind von Licht, Luft und dem – hauptsächlich mittel- und osteuropäischen – historischen Hintergrund durchdrungen, in dem sie existieren. Die robuste Architektur des Ringturms ist dabei die geometrische Basis für dieses Motiv. Ich habe das Gefühl, dass diese traumhafte, aber trotzdem reale Szene die vom Ringturm ausgehende Ruhe unterstreicht“, so László Fehér über sein Werk zur Verhüllung des Wiener Ringturms.

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