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Ruth Kainberger
Ausstellungen Text: Ruth Kainberger

Retrospektive anlässlich des 80. Geburtstages des Malers Alfred Kornberger

Das Wiener Künstlerhaus zeigt ab 2. Oktober 2013 unter dem Titel -Das Spektrum des Universums- 130 Ölarbeiten des Wiener Malers Alfred Kornberger. Die Retrospektive anlässlich des 80. Geburtstages des 2002 verstorbenen Malers, Zeichners und Graphikers wird von Gabriela Koschatzky-Elias kuratiert und zeigt einige der bekanntesten Werke aus der Schaffensphase zwischen 1954 bis 2000, darunter neben seinen unzähligen Akten auch Hauptwerke aus den wichtigsten Zyklen wie Zeus, Insekten, Gegenständliches und Schlachthof. Es werden aber auch einige eindrucksvolle gestische Portraits und Figuren zu sehen sein, welche die Kuratorin mit kraftvoll farbiger Palette und expressiv-fauvistischer Pinselführung verwirklicht sieht.

Was: Alfred Kornberger Ausstellung - Retrospektive

Wann: 2. Oktober bis 1. Dezember 2013

Wo: Künstlerhaus Wien, Karlsplatz 5 (1010 Wien)

Öffnungszeiten: Täglich 10 – 18 außer Montag (geschlossen) und Do 10 – 21 Uhr

Preise: regulär € 8,50, ermäßigt € 6,50


„Nie verlässt er wirklich das Gegenständliche, bei aller Reduktion oder Übersteigerung will er doch immer ein definiertes `Objekt´ darstellen“ (Kuratorin Gabriela Koschatzky-Elias)

Obsession des weiblichen Akts

Der Kunsthistoriker Dieter Schrage (+ 2011), der auch ein langjähriger Weggefährte von Alfred Kornberger war, beschrieb ihn liebevoll als „einen mit einer `Malerpratzn´“, womit Schrage wohl ausdrücken wollte, dass Kornberger so richtig zulangt. „Und er hat etwas von einem Bonvivant. All das fließt in seine Bilder ein, in die Sinnlichkeit, die Vitalität, die Freude am Leben und Genießen, in den Optimismus.“ Tatsächlich versammelte Kornberger in seinem Atelier im 18. Wiener Gemeindebezirk eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern, die für ihn Modell standen, zu geselligen Atelierfesten lud er aber auch Malerkollegen und Literaten sowie Musiker. Seine anfänglichen Ansätze des Kubismus und Surrealismus verarbeitete Kornberger bald zu einem eigenen gegenständlichen Stil, in dem vor allem die Farbe eine große Rolle spielte. Ab ca. 1970 soll der Künstler ohnehin nur mehr Frauenakte gemalt haben.

Erotische Landschaften

In Kornbergers Werk finden sich Elemente des Expressionismus aber auch Einflüsse der Malerei der so genannten Neuen Wilden. Ab den Siebziger Jahren widmete sich Alfred Kornberger in einer ähnlichen Obsession - wie schon Egon Schiele vor ihm - dem weiblichen Akt. Die Erotik des Begehrens und des Blicks des Voyeurs spiegelt sich in vielen seiner Gemälde wider. „Die Frauen sind das Spektrum des Universums, ich verehre und liebe sie“, soll der ehemalige Student der Wiener Akademie der bildenden Künste einmal gesagt haben. „Mir geht es um die Ergründung des weiblichen Körpers im Augenblick des Malens, den erotischen Moment, der sich auf den Zeichenstift überträgt, das Abbilden einer erotischen Landschaft“, so Kornberger selbst über seine Arbeit.

Zur Ausstellung erscheint ein knapp 300 Seiten starker Katalog mit Texten von Gabriela Koschtzky-Elias und Franz Smola sowie Erläuterungen zu allen Zyklen und mit Abbildungen von über 250 Werken.

Eröffnung: 1. Oktober 2013, 19 Uhr
Künstlerhaus
Karlsplatz 5
1010 Wien
+43 1 587 96 63
office@k-haus.at

Teaserbild: Metamorphose, 1992, Öl auf Leinwand © Künstlerhaus

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