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Reinszinierung eigener Werke von Baselitz in der Albertina

Eine Sammlungspräsentation zum 75. Geburtstag widmet die Albertina vom 8. November 2013 bis 23. Februar 2014 dem deutschen Maler Georg Baselitz. 120 Gemälde, Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen von Baselitz befinden sich in den Sammlungen der Albertina, ein Querschnitt daraus wird nun anlässlich des Geburtstages des Malers präsentiert. Dabei bilden die Werke seiner 2005/06 entstandenen Remix-Gruppe einen Schwerpunkt der Schau, also Arbeiten, in denen Baselitz selbst eigene frühere Werke neuinterpretiert und reinszeniert hat. Baselitz gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Neo-Expressionismus, der sich in den frühen Sechzigern wieder figürlichen und gegenständlichen Themen zuwandte und sich damit gegen den Informel und Abstrakten Expressionismus wandte.

Was: Georg Baselitz Ausstellung - Sammlungspräsentation zum 75. Geburtstag

Wann: 8. November 2013 bis 23. Februar 2014

Wo: Albertina: Infos zum Museumsbesuch

Öffnungszeiten: Täglich 10 - 18 Uhr, Mittwoch 10 - 21 Uhr

Preise: regulär € 11,90 ermäßigt € 7 - € 9,70


Kunst auf dem Kopf

Baselitz (eigentlich: Hans-Georg Kern), der sich nach seinem Geburtsort Deutschbaselitz (heute: Kamenz) in der sächsischen Oberlausitz benannte, wurde in den Siebzigern vor allem durch seine Kopf-art bekannt. Das Markenzeichen des 1938 geborenen Künstlers ist es nämlich, seine Kunst auf den Kopf zu stellen. Mit dem Umdrehen eines Motivs nahm Georg Baselitz seinem Bildgegenstand quasi die Monumentalität, abstrahierte und befreite ihn von seinem konventionell gedachten und verstandenen Inhalt. Seine frühen sogenannten „Frakturbilder“ aus den Sechzigern hatten Baselitz zu dieser Methode geführt, etwa „Der Wald auf dem Kopf“, sein erstes Kopfbild.

Kunst mit Motiv

Die Frakturbilder waren sehr grob gemalte Bildmotive in Streifen zerstückelt, die Baselitz dann neu zusammenfügte. Baselitz musste Ende der Fünfziger Jahre zuerst die Kunsthochschule, dann die DDR wegen „staatsbürgerlicher Unreife“ verlassen. Baselitz hatte aber auch im Westen „unreife“, obszöne Bilder gemalt, u.a. einen Jungen beim Masturbieren und damit viel Humor bewiesen, so nannte er das Bild ganz einfach „Die große Nacht im Eimer“. Nach der Wende sorgte er mit seinen „Russenbildern“, worin er seine Erfahrungen seiner DDR-Jugend und mit dem sozialistischen Realismus verarbeitete, für neue Beachtung.

Parallel zur Baselitz Personale gibt die Albertina in einer Ausstellung von Farbholzschnitten der Renaissance auch Einblick in die Privatsammlung des Künstlers.

Teaserbild: Der neue Typ (Remix), 2005 Albertina - Sammlung Rheingold © Georg Baselitz

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