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Ausstellungen

Oskar Kokoschka im Leopold Museum

Eine neue Annäherung an den österreichischen Ausnahmekünstler Oskar Kokoschka zeigt das Leopold Museum vom 04.10.2013 – 27.01.2014 in einer Ausstellung der ganz anderen Art. Einzigartige Fotos und ganze fotografische Serien werden in der Ausstellung -Kokoschka. Das Ich im Brennpunkt- den Werken Kokoschkas unmittelbar gegenübergestellt. Im Nachlass des Künstlers haben sich fast 5.000 Fotos erhalten, die im Oskar Kokoschka-Zentrum der Universität für angewandte Kunst Wien ausgewertet wurden und so entstand auch die Idee zur Zusammenarbeit mit dem Leopold-Museum. Ein Teil der Fotos wird nun erstmals der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem erscheint eine wissenschaftlich kommentierte Auswahl, die u.a. fotografische Aufnahmen aus Kokoschkas Arbeitsumfeld und Privatleben zeigt.

Was: Oskar Kokoschka Ausstellung - Das Ich im Brennpunkt

Wann: 04.Oktober 2013 bis 27. Jänner 2014

Wo: Leopold Museum, Museumsplatz 1 (1070 Wien)

Öffnungszeiten: Täglich außer Dienstag 10-18 Uhr und Donnerstags 10-21 Uhr

Preise: regulär € 12, ermäßigt € 7-9 


 

Schnappschüsse und Porträts in der Ausstellung

In der Ausstellung sind auch einige der berühmten Porträts Kokoschkas zu sehen, deren Entstehungsprozess an Hand der fotografischen Dokumentation der Porträtsitzungen im Detail nachvollziehbar wird. Einige Fotografien stammen von namhaften Fotografen und Fotografinnen, andere sind anonyme Schnappschüsse. Die Fotos werden Kokoschkas Gemälden und Grafiken komplementär zur Seite gestellt und treten so in Dialog. Beispiele zeigen etwa Kokoschka vor seinem Gemälde „Anschluss - Alice in Wonderland“, das unter dem Eindruck der Okkupation seiner ehemaligen Heimat 1943 im Exil entstand, oder ein Selbstbildnis 1918/19 das einem Foto von Kokoschka aus dem Jahr 1919 gegenübergestellt wird.

Wiedereinbürgerung des „enfant terrible“

Oskar Kokoschka (1886-1980) war einer der wichtigsten österreichischen Protagonisten der Moderne und wurde deswegen auch vom Nationalsozialismus verfolgt, sein Werk als „entartete Kunst“ bezeichnet und beschlagnahmt. Kokoschka, der sein Exil in England verbrachte und erst 1975 die österreichische Staatsbürgerschaft wieder annahm, arbeitete aber nicht nur als Maler und Grafiker, sondern auch als Dramatiker, Essayist und Bühnenbildner. Seinen Ruf als „enfant terrible“ erarbeitete er sich u.a. durch seine Puppe „Alma Mahler-Werfel“ mit der er sich sogar in der Wiener Oper zeigte.


Teaserbild: Oskar Kokoschka, Selbstbildnis, eine Hand ans Gesicht gelegt, 1918/19, Leopold Museum, Wien, Inv. 623 © Leopold Museum, Wien / Fondation Oskar Kokoschka/VBK, Wien 2013

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