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Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

mumok: Ludwig Goes Pop

12. Februar bis 13. September 2015: Rund 100 Werke der wohl weltweit größten Pop-Art-Sammlung des deutschen Industriellenpaares Peter und Irene Ludwig werden im Wiener Museum für Moderne Kunst gezeigt. Exponate aus insgesamt sieben Museen sind im mumok bis Herbst 2015 zu bewundern. Claes Oldenburg und Villa Design Group, die mit ihrem Pop-Up Museum Bernard Natan Centre for the Arts die Pop-Art kommentieren, ergänzen die Werke auf zeitgenössische Weise.

Tom Wesselmann Great American Nude (1967)
© Robert Rauschenberg Foundation/Bildrecht Wien, 2014 | Tom Wesselmann Great American Nude (1967)

Pop-Art goes Klassik

Peter und Irene Ludwig sammeln seit Anfang der 60er-Jahre die Kunst amerikanischer Pop-Art-KünstlerInnen, eine Kunstrichtung, die erst durch die Biennale di Venezia 1964 und die documenta 4 (1968) in Kassel auch in Europa richtig bekannt wurde. Im Fokus der Pop Art stand die Kommerzialisierung der Nachkriegsgesellschaft und die verstärkte Präsenz von Massenmedien wie Fernsehen, Werbung und Zeitschriften. Die Pop Art wollte den Schein, das Klischee, die Stereotype dekonstruieren und neue Lesarten möglich machen. Dazu bediente sich vor allem auch des Mittels des Zitats. Die Kategorien E und U – also eine Trennung zwischen klassischer und reiner Unterhaltungskunst – wurden aufgelöst und einer neuen Interpretation zugänglich gemacht. Die großartige Ludwig-Sammlung ist auf sieben Museen (dem Museum Ludwig, Köln, dem Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, dem Ludwig Museum im Deutschherrenhaus Koblenz, dem Kunstmuseum Basel, dem Ludwig Múzeum, Budapest, sowie dem Ludwig Museum für internationale Kunst, Peking, und dem mumok) verteilt und wurde in dieser Form noch nirgends gezeigt.

Queer no fear

Im mumok wird auf Anregung durch David Lieske, dessen Personale Platoon (RL-X) parallel zu Ludwig Goes Pop im mumok zu sehen ist, die britische Villa Design Group die ausgestellte Pop Art aus zeitgenössischer Perspektive kommentieren. Die Villa Design Group stellt Bernard Natan, eine schillernde Figur aus der queeren Subkultur der 1930er-Jahre als Star ihrer Erzählung und Museum im Museum in den Mittelpunkt. Der rumänisch-französische Produzent, Regisseur und Schauspieler und erste homosexuelle Pornodarsteller, der 1942 in Auschwitz ermordet wurde, war als Inhaber der Pathé-Filmgesellschaft auch verantwortlich für den Import von Walt Disneys Mickey Mouse nach Europa.

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Oldenburg meets Villa Design Group

Das Mouse Museum (1960– 1977) und der Ray Gun Wing (1961–1977) von Claes Oldenburg sind auf Ebene 3 des mumok als Ergänzung zu Bernard Natan Centre for the Arts zu sehen. Bücher, Schallplatten und Filme der Zeit ergänzen die großangelegte Ausstellung. Bei der Ausstellung im mumok in Wien sind Werke von folgenden Künstlern der Pop-Art zu sehen:

  • Duane Hanson,
  • Robert Indiana,
  • Jasper Johns,
  • Roy Lichtenstein,
  • Robert Rauschenberg,
  • Andy Warhol oder
  • Tom Wesselmann.
  • Auch britische Vertreter der POP-Art wie etwa Peter Blake oder Richard Hamilton werden vorgestellt.

Weiters wird das Pop-Up Museum Bernard Natan Centre for the Arts von Villa Design Group und Claes Oldenburgs Mouse Museum und der zeitlich parallel dazu entstandene Ray Gun Wing gezeigt, in denen Konsumwaren, Souvenirs, Kitschobjekte, Mitbringsel und Ateliermodelle als Beispiele von Trivialkultur in Museumsrang gehoben werden.

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