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Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

mumok - Cosima von Bonin - Hippies use Side Door

04. Oktober 2014 bis 18. Januar 2015: Die Aufforderung an Hippies bitte den Seiteneingang zu benutzen stammt aus einer Zeit, in der die Künstlerin wohl auch sozialisiert wurde, denn viele der Arbeiten der in Mombasse, Kenia geborenen, aber dennoch deutschen Künstlerin nehmen Bezug auf zeitgenössische Absurditäten des Alltags.

cvb - der italiener, Installation am mumok
© cvb - Stephan Wyckoff | cvb - der italiener, Installation am Balkon der Fassade des Wiener mumok

Konzeptkunst als Kommentar

Seit Anfang Oktober zeigt das mumok die in Österreich bisher umfassendste Ausstellung des Werks von Cosima von Bonin. Über 100 Arbeiten von den künstlerischen Anfängen bis hin zu ganz neuen Arbeiten werden retrospektiv in der Ausstellung angeordnet und führen den Besucher sogar bis zur Fassade des mumuk im Wiener MQ: seit Ausstellungsbeginn prangt auf dem Balkon eine sich übergebende Figur, die eine überlange Nase hat. Ein zeitgenössischer Kunstkommentar? Oder doch nur eine Geste, die die Vermarktungsmechanismen des Kunstgewerbes ad absurdum führen will? Cosima von Bonin bedient sich jedenfalls der verschiedensten Medien wie etwa

  • Skulptur,
  • Installation,
  • Stoffbild,
  • Wandbild,
  • Fotografie und
  • Film.

Aber auch ihr Arbeitsstil kann durchaus als kollektivistisch bezeichnet werden, da sie schon seit den 1980ern an einer Strategie des kollektiven Arbeitens Freude empfindet, in der alle möglichen Einflüsse und Ideen Platz finden. So präsentiert sie ihre Werke folgerichtig also nicht nur in Einzelausstellungen, sondern sie kollaboriert gerne auch mit anderen KünstlerInnen und organisiert Gruppenprojekte, produziert Videos und Performances, veranstaltet Feste und tritt als DJ auf.

Video
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Konzert zur Ausstellung: Phantom Ghost

Typisch für Cosima von Bonin sind auch das Einbeziehen langjähriger KollegInnen und FreundInnen in ihre Ausstellungsvorhaben, darunter die Bands Tocotronic und Phantom Ghost, die mit Konzerten im Programm der Ausstellung ebenfalls vertreten sind. Am Dienstag, 18. November 2014, 19:00 spielen im Rahmen der Ausstellung und der Vienna Art Week Phantom Ghost im direkten vis-à-vis mit Cosima von Bonins künstlerischem Werk auf. Das Duo Phantom Ghost (Thies Mynther und Dirk von Lowtzow) zitiert Operette bis Discosound und läßt so auch die BesucherInnen die Kunst anders sehen und die Musik anders hören.

Ein Ausstellung, viele Installationen

Cosima von Bonin, die seit den frühen 1990er-Jahren zu den wichtigsten zeitgenössischen KonzeptkünstlerInnen gehört, zeigt in ihrer Ausstellung in Wien sowohl die jüngeren, bühnenhaft inszenierten Installationen ihres Werks, aber auch zwei eigens für Wien konzipierte Arbeiten. Ihre letzten großen Ausstellungen Zwei Positionen auf einmal im Kölnischen Kunstverein (2004) und The Fatigue Empire im Kunsthaus Bregenz (2010) werden in Teilen ausgestellt. Die letzte Station ihrer Ausstellungstournee The Lazy Susan Series (2010–2012) im Museum Ludwig in Köln hat Cosima von Bonin für das mumok extra neu inszeniert

Referenzen und Ausblicke

Als Referenzpunkte für ihr künstlerisches Schaffen wird die Ausstellungen auch durch Werke von KünstlerInnen und Filmemachern, in denen Cosima von Bonin Vorbilder oder wichtige Referenzpunkte für ihr Werk sieht, ergänzt. Dazu gehören Arbeiten von Martin Kippenberger, Cady Noland, André Cadere, Isa Genzken oder Mike Kelley sowie Filme von Jacques Tati und über George Romero.

Tipp in Kollaboration mit der Künstlerin:

Dienstag, 18. November 2014, 19:00 Konzert von Phantom Ghost

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