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Ausstellungen Text: Margareta Sandhofer

Mittelalterliche Kunst im Belvedere aus Warschau

In der Orangerie, sowie im Prunkstall des Belvedere sind Meisterwerke mittelalterlicher Kunst aus dem Nationalmuseum Warschau und dem Depot Belvedere zu sehen.

© Belvedere, Wien | Konrad von Friesach, Madonna des Johannes Hinderkircher, vor 1445

Im Rahmen der neuen Konzeption der Österreichischen Galerie Belvedere, die als bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst gilt, eröffnete am 5. Juli 2007die Direktorin des Museums Agnes Husslein–Arco zwei Ausstellungen:

In der Orangerie des Belvedere sind bis 16. September 2007 Meisterwerke mittelalterlicher Kunst aus dem Nationalmuseum Warschau zu sehen. Diese Sonderschau begleitet mit ausgesuchten Exponaten gleichsam das für die Wiener Museumslandschaft bedeutende Ereignis der Neuaufstellung der mittelalterlichen Abteilung der Galerie.

Nachdem die wertvollsten Werke der Gotik im Oberen Belvedere schon seit 22. Mai 2007 zu besichtigen sind, werden nun sämtliche Stücke des Mittelalters, die bisher im Depot der Öffentlichkeit nicht zugänglich gewesen waren, im frisch adaptierten Prunkstall des Schlosses Belvedere der Öffentlichkeit präsentiert.

Der ehemalige Stall für die Lieblingspferde des Prinzen Eugen war bisher für Veranstaltungen genutzt und bietet jetzt, mit steinernen Futtertrögen und aufwendiger Stuckdekoration ausgestattete, einen idealen Standort für die unprätentiöse Ausstellung der etwa 150 mittelalterlichen Werke. Im ersten großen Raum ist eine lange Schauwand aufgestellt, auf der in barocker Hängung, das heißt themenspezifisch angeordnet, die Tafelbilder des 15. Und 16. Jahrhunderts montiert sind. Die einfache und klare Präsentation der Gemälde stellt damit zur barocken Innenraumgestaltung einen spannungsreichen und doch korrespondierenden Kontrast dar. In zwei darauffolgenden Depoträumen sind die skulpturalen Schätze und Altäre zu sehen. Die Aufstellung ist in ihrer Nüchternheit modern und ästhetisch, und unterstreicht mit diesem Purismus die Intention der Öffnung des Depots. Ziel ist außer der reinen Präsentation des Bestandes vor allem die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Objekten. Studien und Forschungen sollen angeregt werden, in Seminaren, Führungen und Schülerprogrammen soll zum Dialog mit Besuchern sowie Spezialisten aufgefordert werden. Der oft nicht perfekte Zustand der einzelnen Werke soll restauratorische Eingriffe verdeutlichen, beziehungsweise mögliche Sponsoren für solche ansprechen, Patenschaftsprogramme sind geplant. Das Schatzhaus Mittelalter im Prunkstall soll ein Ort der Aktivität sein.

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