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Ausstellungen

Maccabi Games Ausstellung im Jüdischen Museum

Die Ausstellung "Achtung! Fertig!! Los!!! Jüdischer Sport - Maccabi-Games" von 6. Juli bis 28. September 2011 im Museum Judenplatz dokumentiert anhand von Videofilmen, Interviews, Fotos und Memorabilia die Begründung und Höhepunkte der Maccabi Games. Daneben stehen auch die Olympischen Spiele 1936 und 1972 in München sowie zahlreiche Wiener Sportlerpersönlichkeiten im Brennpunkt der Ausstellung. Das Phänomen „Muskeljudentum“ wird an Hand des Varietékünstlers Siegmund Breitbart, der Anfang des 20. Jahrhunderts sowohl in Europa als auch in Amerika für Aufsehen sorgte, dokumentiert. Der „Eisenkönig“ wie Breitbart genannt wurde zerbrach Hufeisen, verbog Gitterstäbe und trieb sich bei seinen Auftritten Tausende von Nägeln in den Köper.

Ausstellung - Juden und Sport

Vom 6. Juli bis 28. September 2011 setzt sich das Jüdische Museum Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, in der Ausstellung „Achtung! Fertig!! Los!!!“ mit dem Thema Juden und Sport auseinander. Anlass zu dieser Ausstellung bieten die 13. Europäischen Makkabispiele die erstmals auf deutschsprachigem Boden abgehalten werden und vom 5. bis 13. Juli in Wien stattfinden.

Zu dieser von Marcus G. Patka kuratierten Ausstellung erscheint ein Katalog (ISBN-Nummer: 978-3-901398-60-5) mit DVD, der zum Preis von € 19,90 erhältlich ist.

Vom Talmudjuden zum Muskeljuden

Nicht zuletzt durch die Neubelebung des olympischen Gedankens wurde Sport zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem gesellschaftlichem Ereignis und Massenphänomen, das auch in der jüdischen Welt ihren Niederschlag fand. Der Antisemitismus schränkte jedoch den Zugang der jungen Jüdinnen und Juden in die bestehenden Turn- und Sportvereine stark ein, war doch ein Großteil der Turn-Vereine national eingestellt

Die Maccabi World Games als Pendant zu den Olympischen Spielen

In Deutschland wurde die Idee von Weltspielen für die jüdische Jugend schon vor dem Ersten Weltkrieg angedacht und 1912 wurde Maccabi Eretz-Israel gegründet, dessen Funktionär Yoseph Yekutieli als der eigentliche Erfinder der Maccabi Games gilt. Als antike  Leitfigur diente den jüdischen Sportlern der Anführer des Aufstands gegen die Griechen, Judas Makkabäus. Die Maccabi World Union wurde 1921 in Karlsbad gegründet um sich so von jüdischen Sportvereinen anderer politischer Orientierung abzugrenzen. Die Teilnahme als „Jüdischer Nationalverband“ blieb den Mitgliedern bei Olympischen Spielen jedoch verwehrt. Das war letztendlich der Anstoß den Olympischen Spielen ein jüdisches Pendant entgegenzusetzen und damit schlug die Geburtsstunde der Maccabi Games.

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