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Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

KHM - Velázquez Premiere im deutschsprachigen Raum

28. Oktober 2014 bis 15. Februar 2015: Diego Velázquez (1599-1660) erfährt in Wien zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum eine Premiere, nämlich eine Ausstellung, die ganz alleine ihm, dem spanischen Hofmaler aus Sevialla gewidmet ist. Das Kunsthistorische Museum zeigt neben den Bildnissen der Infanten und Infantinnen aus der eigenen Sammlung auch zahlreiche Meisterwerke weiterer Genres, die erstmals in Wien zu sehen sind, darunter der einzige bekannte weibliche Akt des Künstlers.

Velázquez - Venus mit Engel vor Spiegel
© The National Gallery, London | Diego Velázquez - The Rokeby Venus (1647-51)

EINTRITTSPREISE

Jugendliche unter 19 frei!
Erwachsene € 14; Wien-Karte € 13
Ermäßigt € 11
Jahreskarte € 34

Gruppen ab 10 Personen € 10
Führung € 3; Audioguide (deutsch, englisch) € 4

Der in Sevilla geborene Diego Rodríguez de Silva y Velázquez wurde schon im Alter von 24 Jahren zum Hofmaler König Philipps, des IV. und blieb dies bis zu seinem Lebensende. Seine Gemälde zeigen eine schon sehr moderne, psychologische und tiefgreifende Sicht der Porträtierten und sind nicht zuletzt deswegen auch sehr beliebt. Aber Velázquez malte auch Küchenstillleben und Gemälde mit religiösen Themen, Mythologien und Historien. Inspiriert von Tizian und El Greco unterschied er sich durch seine Farbwahl und einen ganz eigenen Pinselstrich, zudem inspirierte er eine ganze Reihe anderer Maler.

Der „Maler der Maler“

Im 19. Jahrhundert bezeichnete ihn der Impressionist und Wegebereiter der Moderne Éduard Manet als „Maler der Maler” und entdeckte ihn so auch für die Moderne neu. Aber es war der Marburger Kunsthistoriker Carl Justi, der den spanischen Meister mit seiner 1888 erschienenen epochalen Monographie „Velázquez und sein Jahrhundert” in die internationale Kunstgeschichte einführte. Seine unvergleichlichen Gemälde und Kompositionen sollten später auch Maler wie Francisco de Goya, Pablo Picasso, Francis Bacon und Salvador Dalí inspirieren.

Internationale Leihgaben und KHM-Schätze

Dem KHM gelang es für diese einzigartige Ausstellung hochkarätige internationale Leihgaben zu organisieren, aber auch auf seine eigenen Schätze zurückzugreifen, die auf die engen dynastischen und politischen Beziehungen zwischen den habsburgischen Herrscherhäusern in Wien und Madrid im 17. Jahrhundert zurückgehen. Aber natürlich stammen die meisten Werke aus dem Prado in Madrid, der bis heute den Großteil von Velázquez’ künstlerischem Werken beherbergt. Auf der Ausstellung in Wien werden folgende Werke zu sehen sein:

  • „Anbetung der Könige”
  • „Apoll in der Schmiede des Vulkans”
  • „Don Juan de Austria”
  • „Calabazillas”
  • „Balthasar Carlos zu Pferde”

Aber auch weitere ergreifende Bildnisse der Hofnarren oder hombres del placer und
das Bildnis des königlichen Bruders Don Carlos. Weitere Leihgaben die zu sehen sind zeigen und stammen aus:
 

  • „Wasserverkäufer” aus Apsley House in London,
  • die bodegones (Küchenstillleben) aus dem Museum der Schönen Künste in Budapest und den Staatlichen Museen zu Berlin sowie
  • „Balthasar Carlos mit dem Hofzwerg” aus dem Museum of Fine Arts in Boston.
  • und der erotische Höhepunkt „Rokeby Venus” aus der National Gallery in London.
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