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Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

Joan Miró - Von der Erde zum Himmel

12. September 2014 bis 11. Jänner 2015: Die Albertina zeigt seit September eine Ausstellung zum Werk des katalanischen Künstler Joan Miró. Nachdem die Albertina schon die ebenfalls dem Surrealismus zuzurechnenden Künstler René Magritte (2011) und Max Ernst (2013) gezeigt hat, ist passend zum Referendum über die katalonische Autonomie am 9. November 2014 Joan Miró im Zentrum der großzügigen Säle der Albertina und eine Ausstellung des eigenwilligen Künstlers dort noch bis zum 11. Januar 2015 zu sehen.

Landschaft (Landschaft mit Hahn), 1927
© Fondation Beyeler, Riehen/Basel © Successió Miró 2014/Bildrecht, Wien, 2014 | Landschaft (Landschaft mit Hahn), 1927

12. September 2014 - 11. Jänner 2015

Albertina: Infos zum Museumsbesuch

Eine Ausstellung "von der Erde zum Himmel"

Mit ca. 100 Werken - Gemälde, Papierarbeiten und Objekte - aus seinen Anfängen bis hin zu seinem Spätwerk in den 1970er Jahren zeichnet die Ausstellung in der Albertina den Weg eines Künstlers nach, dessen Auswahl nicht umsonst mit „Von der Erde zum Himmel“ betitelt wurde. Mirós Bildsprache ist wenig gegenständlich und doch magisch, denn die Andeutung von

  • Monden,
  • Sonnen,
  • Sternen und Kometen,
  • aber auch Augen,
  • Insekten,
  • Vögeln und
  • Frauen

zeigen die poetische Interpretation der Wirklichkeit des sensiblen Künstlers. Anders als Kollegen wie Pablo Picasso war Joan Miró wohl eher ein zurückhaltender Künstler, den man auch unpolitisch nennen könnte, aber dennoch war ihm natürlich am Wohl der Menschheit gelegen. Schon André Breton, das mastermind der französischen Surrealisten, hatte Joan Miró für seine „naive“ und „intellektuell begrenzte Kunstvorstellung“ kritisiert, aber das hatte ihn nicht davon abgehalten Mirós Gemälde auch käuflich zu erwerben (z.B.: Katalanische Landschaft (Der Jäger) (Paysage catalan [Le chasseur]) und auszustellen. Auf der Ausstellung in der Albertina Wien sind u.a. die wohl bekanntestenen Bilder von Joan Miró

  • Malerei (Vögel und Insekten), und weitere Bilder wie etwa:
  • Metamorphose
  • Bauernhof
  • Malerei (Figuren mit Hund vor der Sonne)
  • Malerei (Frau vor der Sonne)
  • Gold des Azurs
  • u.v.a.m.

zu sehen.

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Ein Katalane auf Mallorca

In den Dreißigern betonte Miró öffentlich in der Zeitschrift Ahora seine Unabhängigkeit vom Surrealismus, auch wenn er weiterhin „die Malerei ermorden“ wolle, wie er schon 1927 schon mit Paul Éluard und André Breton verkündet hatte. Ausstellungen in Barcelona, Paris, New York folgten, aber der Maler war bald auch selbst gezwungen im Exil zu leben. Ab 1956 bis zu seinem Tod 1983 lebte er hauptsächlich als Reisender zwischen seinem Landhaus in Montroig/Tarragona und dem damals noch vom Massentourismus verschonten und unberührten Mallorca und seinem städtischen Leben in Paris und Barcelona.

Maler und Monumentalkünstler

Joan Miró fand zumeist naturbezogene Motive für seine Malerei, den „katalanischen Bauern“ ebenso wie den Denker, den Suchenden und „Mystiker“. Sein Werk wird oft als spirituelle Reise in kosmische Ebenen empfunden und seine Kreativität zeigt dies in vielerlei Ausformungen und Gestalten. Sein Spätwerk, etwa die Serie Toiles brûlées (Verbrannte Leinwände) ging als inszenierter Protest gegen die Kommerzialisierung der Kunst in die Geschichte ein und unterstrich nochmals seine Forderung von 1927: die „Malerei zu ermorden“. Und Joan Miró war tatsächlich nicht "nur" ein Maler: Das UNESCO-Gebäude in Paris wir durch von Mirós seine Keramikwänden ebenso verziert wie das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen; aber auch Monumentalskulpturen des vielseitigen Künstlers Joan Miró sind in Barcelona und Chicago aufgestellt.

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