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Ausstellungen

Große Werkschau - Warhol und Basquiat ein facettenreiches Spannungsfeld

Das Kunstforum Wien zeigt von 16.10.2013 - 02.02.2014 eine große Werkschau mit Arbeiten von Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat. Die meisten gezeigten gemeinsamen Arbeiten stammen aus den Jahren 1984/85 und zeigen einerseits Warhols emblematische, konzentrierte Handschrift, andererseits den späten Fauvisten Basquiat. Aber auch Einzelwerke der beiden Künstler werden gezeigt. Highlights von Warhols Pop-Art werden in der Ausstellung seinen Arbeiten aus den 1980er-Jahren gegenübergestellt, die in Kollaboration mit Basquiat entstanden, der Warhol wieder zu seinen Wurzeln zurückführte.

Was: Warhol und Basquiat Ausstellung

Wann: 16. Oktober 2013 bis 2. Februar 2014

Wo: Kunstforum Wien, Freyung 8 (1010 Wien)

Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 19.00 Uhr, freitags 10.00 - 21.00 Uhr

Preise: regulär € 9,
ermäßigt € 6 - 7,50


Club 27

Von Jean-Michel Basquiat, der eigentlich als Graffiti-Sprayer anfing, werden in der Ausstellung im Kunstforum ebenfalls einige Hauptwerke gezeigt: Gemälde und Zeichnungen, die zwischen 1981 und 1986 entstanden, kurz vor dem Herointod des 27-jährigen Millionärs. Seine Zeichnungen, die geradezu übersät sind mit textlichen und gegenständlichen Spuren, entstanden unter dem Eindruck der Lektüre des klassisch amerikanischen Medizin-Lehrbuchs Gray’s Anatomy und der anatomischen Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci. Basquiat, ein authentisch expressiver Maler, wollte eigentlich immer Dichter werden, aber seine „Entdeckung“ durch Warhol verhinderte diesen Werdegang wohl, denn so wurde er schon mit 22 Jahren Millionär und verfiel der Droge, wie so viele andere Mitglieder des Club 27, die ihren schnellen Aufstieg nicht verkraftet hatten.

Kunst im Alltag

Mit 21 Jahren war er der wohl jüngste documenta-Teilnehmer überhaupt und nahm schon in den Achtzigern die Kunst der Jungen Wilden der 1990er Jahre vorweg. Jean-Michel Basquiat machte auch aus vielen Alltagsgegenstünden Kunst, so etwa aus einem gewöhnlichen typisch amerikanischen Kühlschrank der Sechziger Jahre aus dem er mit dem Schriftzug „Tar tar“, einem Strichgesicht und unten am rechten Rand, sein Autogramm, ein echtes „Meisterwerk“ machte. Seine eigentlich literarische Seele drückte er aber nicht nur in seinem malerisch-literarischen Werk, sondern auch mit dem Schriftzug SAMO auf New Yorker Hauswänden aus, englisch für: same old shit, eine Referenz auf den immer noch vorherrschenden Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft.

  • AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
     
    Dienstag, 15. Oktober 2013, 18.30 Uhr
    Palais Ferstel, Wien 1, Freyung 2
    Es sprechen
    Willibald Cernko, Vorsitzender des Vorstands der Bank Austria
    Ingried Brugger, Direktorin des Bank Austria Kunstforums
    John Cale, Musiker
     
    Unter den anwesende Gästen
    Bruno Bischofsberger, "Vater" der Collaborations zwischen Warhol & Basquiat
     
    Musikalischer Rahmen: 30-minütiger Showcase von John Cale
     
    Besichtigung der Ausstellung im Anschluss

Teaserbild: Andy Warhol, Andy Warhol and Jean-Michel Basquiat, 1985, Unikat, Vintage Gelatine Silver Print, 20,3 x 25,4 cm, Sammlung Bischofberger, Schweiz © Foto: Galerie Bruno Bischofberger, Schweiz © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc., New York; VBK, Wien, 2013/14

Weitere interessante Ausstellungen:

Ursula Mayer "But we loved her"

Oskar Kokoschka "Das Ich im Brennpunkt"

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