1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur
  3. Ausstellungen
Mehr Kunst & Kultur
Artikel teilen
Kommentieren
Ausstellungen

Die Sammlung im 21er Haus

Im 21er Haus gibt es ab 1. Juni 2012 die Möglichkeit, einen Teil des zeitgenössischen Sammlungsbestandes des Belvedere in der Schau Die Sammlung zu sehen.

DIE SAMMLUNG im 21er Haus

Zum ersten Mal nach über 100 Jahren hat das Belvedere nun die Möglichkeit, den zeitgenössischen Sammlungsbestand in einem eigenen Museum auszustellen. Zu sehen sind seit 1. Juni über 100 Arbeiten, darunter Werke von Heimo Zobernig, Dorit Margreiter, Oswald Oberhuber, Gerwald Rockenschaub und Elke Silvia Krystufek.
Seit das Belvedere 1903 als „Moderne Galerie“ gegründet wurde verfolgt es das Ziel, zeitgenössische österreichische Kunst zu sammeln.
Bereits bei der Eröffnung des 21er Haus als neues Museum für zeitgenössische Kunst im November 2011 stand fest, dass die insgesamt 2 200 m² große Ausstellungsfläche jeweils einen Teil der angesammelten Kunstwerke beherbergen würde. Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco erläutert: „Die Sammlung des Belvedere umfasst bis zum heutigen Tag rund 3.000 Werke, vom Beginn der Nachkriegsmoderne bis in die Gegenwart. Viele der wirklich großartigen Arbeiten aus unserer zeitgenössischen Sammlung konnten bisher nicht adäquat präsentiert werden. Mit der permanenten Präsenz im 21er Haus begeben wir uns auf historisches Terrain. Damit knüpfen wir direkt an die Tradition der ‚Modernen Galerie‘ an und setzen sie in einem neuen Jahrtausend fort.“

Nun sollen laufend wechselnde Schwerpunktausstellungen einen Einblick in die zeitgenössischen, künstlerischen Schätze des Belvedere gewähren.

Ein Anliegen der Kuratoren des 21er Haus war, bedeutende Momente der österreichischen Kunstgeschichte in den Mittelpunkt zu rücken und dabei interessante Konfrontationen mit zeitgenössischen Werken zu ermöglichen, wobei bewusst auf chronologische Ordnungssysteme verzichtet wurde. Stattdessen sollen – ausgehend von zentralen Werken – Auseinandersetzungen mit künstlerischen Metathemen dargestellt werden.

Kunstszenen

Neue ästhetische Ideen erhalten manchmal erst durch Allianzen, die in einer Künstlergruppe oder einem Netzwerk entstehen, Relevanz. Beispielsweise haben die Tätigkeiten der Galerie Würthle unter Fritz Wotruba wesentliche Impulse für die Kunstszene Wiens gesetzt, wie beispielsweise die feministische Gruppe von Künstlerinnen „Intakt“. Einige wichtige österreichische Künstlergruppen sollen in der Sektion Kunstszene vorgestellt werden.

Schriftbilder

Hier geht es um die Auseinandersetzung mit Sprache als Material und experimenteller Dichtung. Beide Ansätze waren wichtiger Ausgangspunkt für viele Künstler der Nachkriegszeit, wie beispielsweise der Wiener Gruppe, die sich der Untersuchung visueller und lautlicher Qualitäten des Sprachmaterials widmete.

Nach der Malerei

Die Malerei wurde ja mehrfach für überholt erklärt, vor allem durch Fotografie, Film und Video, die eine bessere Wiedergabe der Realität ermöglichten. In den 1990er Jahren entstand ein neuer Umgang mit Malerei. Neue Medien werden in die Malerei integriert und mit kritische Inhalten versehen.

Knoten/Reihe/Struktur

Die Nachkriegsavantgarde setzte sich mit den strukturellen Merkmalen der Gestaltung auseinander, womit auch inhaltlich eine Reinigung der Kunst angestrebt wurde. Die Sektion Knoten/Reihe/Struktur soll verdeutlichen, wie Künstler Zusammenhänge in ihren Arbeiten sichtbar machen.

Verhandlung der Moderne

Gerade von jüngeren Künstlern werden die Auswirkungen der Moderne mit ihren fortschrittsbegeisterten Ideen und Utopien aufgegriffen. In der Sektion Verhandlung der Moderne werden diese  Einflüsse zum Ausgangspunkt künstlerischer Auseinandersetzungen.

Ausgestellt sind u.a. Arbeiten von Arnulf Rainer, Maria Lassnig, Oskar Kokoschka, VALIE EXPORT, Herbert Boeckl, Florian Pumhösl, Birgit Jürgenssen und Peter Weibel.

Laufzeit: ab 1. Juni 2012

Gezeigte Werke: 180

Eintrittspreise: 7 Euro (21er Haus)
                         16 Euro (Kombiticket 21er Haus und Oberes Belvedere oder Unteres Belvedere)

Lage: Schweizergarten, Arsenalstraße 1, 1030 Wien

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 10 .00 bis 18.00 Uhr
                            (von 6. Juni bis 26. September 2012: Mittwoch 10.00 bis 21Uhr)

www.21haus.at

Text: Maria Mayrhofer

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur