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BUT WE LOVED HER - Mayers mediale Reflexion von Margaret Thatcher

Das Belvedere zeigt in seiner exklusiven Dependance, dem 21er Haus, ab 13. Oktober 2013 die Ausstellung BUT WE LOVED HER von Ursula Mayer, bei der den Besucher ein kinematografisches Setting erwartet. Der Ausstellungstitel nimmt Bezug auf das Begräbnis der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher aus dem die in London lebende Österreicherin Ursula Mayer anhand von englischen Zeitungsartikeln eine Ausstellung konzipierte. Auch in diesem Werk stellt Ursula Mayer Fragen zu den Möglichkeiten neoliberaler Identität und zur Konsumkultur in einer postkapitalistischen Gesellschaft. Oft bedient sie sich dabei an Quellen aus Film, Philosophie, Politik und Kultur.

Was: Ursula Mayer Ausstellung - But we loved her

Wann: ab 13. Oktober 2013

Wo: 21er Haus, Arsenalstraße 1 (1030 Wien)

Öffnungszeiten: Mi + Do 11 bis 21 Uhr; Fr + Sa + So 11 bis 18 Uhr

Preise: regulär € 7, ermäßigt € 5,50


 

Exklusiv für das 21er Haus hat die Künstlerin gemeinsam mit dem Berliner Architekten Roger Bundschuh „ein kinematografisches Setting geschaffen, das über die Grenzen der filmischen Arbeiten hinaus Objekte, Skulpturen, Collagen und Fotografien zu einem erlebbaren Referenz- und Handlungsraum zusammenfasst“, so die schlüssige Erklärung zum Ausstellungskonzept.

Vom Debakel zum Spektakel

Die Film-Trilogie GONDA (2012), MEDEA (2013) sowie die 16mm-Doppelprojektion Cinesexual (2013) zeigt den Hauptdarsteller, das Model Valentijn de Hingh und die Musikerin JD Samson, die sich zwischen so unterschiedlichen Figuren wie Ayn Rand, Medea und Jason bewegen. Während letztere der griechischen Mythologie zuzuordnen sind, wird mit Ayn Rand vor allem ihr „Objektivismus“ angesprochen, deren Grundkonzept auf dem Recht auf Glück für jedermann beruht. Ursula Mayer reflektiert auf der Grundlage der kontroversiellen russisch-amerikanischen Philosophin Ayn Rand, die einen grenzenlosen Kapitalismus befürwortete, über den Sinn des Lebens und seine visuelle Repräsentation. In Euripides’ Medea interpretiert Mayer die antike Migrationsgeschichte bis in die heutigen Unruhen in der arabischen Welt hinein und stellt Fragen zu Individualismus und zur persönlichen Freiheit, zum Affekt und zum Grenzzustand menschlicher Destruktivität. Natürlich gibt es dabei keine festgelegten Bedeutungen, sondern lediglich individuelle Interpretationen, die dem Besucher zugetragen werden. Ursula Mayer will damit einen Prozess in Gang setzen, der bisherige Denkweisen infrage stellt, und neue Perspektiven ermöglicht.

  • Performance am 12. Oktober um 19.30 Uhr

    Im Zentrum von Ursula Mayers Liveperformance der Filme GONDA und MEDEA stehen als Ausdrucksträger unserer Zeit das Transgender-Model Valentijn de Hingh und die Musikerin JD Samson. Die Filmmusik stammt von Gediminas Gelgotas. Orchester: NI&CO (The New Ideas Chamber Orchestra).
    Eröffnung der Ausstellung: Samstag, 12. Oktober 2013, 19 Uhr

    Performance: Samstag, 12. Oktober 2013, 19.30 Uhr

Teaserbild: Ursula Mayer, GONDA, 2012, Courtesy: Juliette Jongma, Amsterdam; Monitor, Rom; Krobath, Wien/Berlin © Ursula Mayer

Weitere Ausstellungen in Wien:

Alfred Kornberger "Im Spektrum des Universums"

Oskar Kokoschka "Das Ich im Brennpunkt"

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