1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur
  3. Ausstellungen
Mehr Kunst & Kultur
Artikel teilen
Kommentieren
Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

Ausstellung: Július Koller im mumok des MQ

25. November 2016 bis 17. April 2017: Das MUMOK zeigt die One Man Anti Show der osteuropäischen Künstlerpersönlichkeit Július Koller, der seit den 1960er Jahren einen wichtigen Status in der internationalen Kunstszene hat. Ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung und ein Grand Opening mit namhaften Persönlichkeiten aus der österreichsichen Kunst- und Kulturszene sowie ein J.K. Ping-Pong Club, moderiert von Dirk Stermann, machen auch aus dieser Retrospektive ein Happening.

© Bratislava City Gallery und/and Július Koller Society | Eine selbsterstellte Einladung zu einem "Anti"-Happening von Július Koller

Ausstellung: Július Koller

Wann: 25. November 2016 bis 17. April 2017

Wo: MUMOK im MuseumsQuartier

Júllius Koller im Museum für Moderne Kunst

Der slowakische Künstler Július Koller (1939–2007) leistete mit seinem Werk einen wichtigen Beitrag zur sog. Neoavantgarde und die Mumok Retrospektive seines Werks arbeitet dies anhand künstlerischer und archivalischer Materialien nun in einer eigenen Ausstellung auf. Július Koller war durchaus kritisch zur kommunistischen Herrschaft in seiner Heimat und deren offizieller Kunst, aber er stellte auch Traditionen der Moderne und Konventionen des westlichen Kunstbetriebes infrage. Die Werke des 1939 in Piestany geborenen und 2007 in Bratislava leider verstorbenen Künstlers hängen heute u.a. in folgenden Museen der Welt: Tate Modern, London; Slowakische Nationalgalerie, Bratislava; Centre Pompidou, Paris; Generali Foundation, Wien; Museum Sztuki in Lodz; Sammlung der Erste Bank-Gruppe; und in der Artandconcept Gallery, Prag, sowie vielen anderen mehr.

Júllius Kollers U.F.O.naut-Serien

Aus dem Tennis- und Tischtennisspiel („Pingpong“) entwickelte Koller eine partizipative Kunstform, bei der er Sport mit politischem Statement verknüpfte, indem der das Einhalten von Spielregeln und fairplay beim Spielen auch als Basis für gesellschaftliches Handelns akzentuierte. Nach der Zerschlagung des Prager Frühlings - lange Zeit eine der wichtigsten Hoffnungssignale im Ostblock, die mit Gewalt erstickt wurden - begann Július Koller seine U.F.O.naut-Serien, um der Realität „kulturelle Situationen“ und Utopien einer neuen, kosmohumanistischen Kultur und Zukunft gegenüberzustellen.

Seit Mitte der 1960er-Jahre wurden von ihm auch sog. Antihappenings und Antibilder initiiert, die von spielerischer Ironie und Skepsis geprägt waren. Sein quasi dadaistisches Gespür und seine radikal-skeptische Haltung verband Koller mit innovativen Ansätzen und ermöglichte seinem Werk so auch eine spontane Intervention in den Arbeitsalltag. Július Koller malte zum Beispiel auch Objekt-Bilder in weißer Latexfarbe und Bilder mit dem Motiv des Fragezeichens – etwa das in der Ausstellung zu sehende "Július Koller UFO-NAUT J.K. (U.F.O.), 1980" - das alsbald zum universellen Symbol seiner Alltags- und Realitätsbefragung wurde. Die Ausstellung wird von Daniel Grúň, Kathrin Rhomberg und Georg Schöllhammer kuratiert, die Ausstellungsarchitektur stammt von Hermann Czech, während die künstlerische Gestaltung des Archivraumes von Johannes Porsch kommt.

Begleitprogramm: Ping Pong spielen im mumok

24. November 2016 um 19:00 Uhr: Ausstellungseröffnung

01. Dezember 2016 um 18:30 Uhr: Grand Opening des J.K. Ping-Pong Club

Jeden Donnerstag um 18:00 Uhr: Der J.K. Ping-Pong Club im mumok

26. Januar 2017 um 19:00 Uhr: Kurator_innen­führung 

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Kunst & Kultur