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Jürgen Weber
Ausstellungen Text: Jürgen Weber

Ausstellung Albertina mit Degas, Cezanne, Seurat,...

30. Jänner bis 3. Mai 2015: 130 Werke aus den Tresoren des wohl berühmtesten Museums der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts werden erstmalig und ausschließlich in Wien gezeigt. Die grafische Kostbarkeiten aus dem Pariser Musee d'Orsay erwarten den Besucher der Wiener Albertina aber nur für wenige Wochen im Frühjahr 2015. Der ehemalige Direktor des Musée National d’Art Moderne im Centre Pompidou, Werner Spies, hat die Ausstellung gemeinsam mit Heinz Widauer eigens für die Wiener Albertina zusammengestellt.

Gustave Moreau: Samson und Delilah, 1882
© Musee d'Orsay, Paris, Dist. RMN-Grand Palais, Sophie Boegly | Gustave Moreau: Samson und Delilah, 1882

30. Jänner - 3. Mai 2015

Albertina: Infos zum Museumsbesuch

Das Archiv der Träume aus dem Musee d'Orsay

Bei der Ausstellung in der Wiener Albertina hängen Werke von auch bei uns bekannten Malern wie Edgar Degas, Honore Daumier, Gustave Moreau und Paul Cezanne neben weniger bekannten Malern wie Odilon Redon und Georges Seurat. Die geheimnisvollen, oft rätselhaften Bildnisse Redons in Kohle („Noirs“) setzen eine suggestive, geradezu spirituelle Welt in Szene und konterkarieren die pointillistischen Kreidezeichnungen von Georges Seurat, der seine mit schwarzer Conté-Kreide geschaffenen Zeichnungen mittels Linien definiert.

Monster, Medusen und Metaphern

Felicien Rops und Gustave Moureau wiederum zeigen nicht nur Monster und Chimären, sondern auch antike Gestalten wie Salomé, Medea und Medusa, allesamt Metaphern für die besonders im 19. Jahrhundert vorherrschenden Vorstellungen der Frau als femme fatale. Der politisch orientierte Realismus ist mit seinen prominentesten Protagonisten Honore Daumier ebenso auf der Ausstellung vertreten wie Gustave Courbet und Ernest Meissoniers Barrikadenkämpfe. Giovanni Segantini und Jean-Francois Millet zeigen anmutende Bauern und Fischer in mystisches Licht getaucht, während Posen der Arbeiter in ihren repetitiven Gesten eingefroren werden. Neben den sozial engagierten Werken finden auch Arbeiten des malerischen Impressionismus in der Ausstellung Platz und bilden einen willkommenen Gegensatz zu den sonnendurchfluteten Landschaften Paul Cezanne‘s aus dem Süden Frankreichs oder den spielerischen und stimmungsvollen Markt-Darstellungen von Eugene Boudin.

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Von Tänzerinnen und anderen Göttinnen

Ein weiterer Themenkreis zeigt die Tänzerinnen von Edgar Degas bei privaten Übungen und in intimen Szenen. Aristide Maillol widmet sich ebenso wie Degas dem klassischen Genre des Aktes, aber er auch der modernen Venus bzw. Göttin, indem er seine Frauen bei Alltagsarbeiten zeigt. Alexandre Cabanel's „Geburt der Venus" sowie die Meisterwerke von Edward Burne-Jones, Jean Leon Gerome und Frantisek Kupka setzen literarische Maßstäbe, denen Zeichnungen gegenüberstehen, die als Buchillustrationen geschaffen wurden: Jean-Paul Laurens' Grisaillen zu Goethes „Faust", ein Entwurf des Präraffaeliten William Holman Hunt zu John Keats' „Basilikumtopf" und schließlich Maurice Denis' Zeichnungen zu den „Fioretti" des heiligen Franz von Assisi. Die Ausstellung in der Wiener Albertina zeigt erneut, dass Frankreich und seine Kunst auch im Herzen Wiens - nämlich hinter der Oper - liegt.

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