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Vivian Schulz
Ausstellungen Text: Vivian Schulz

Amy Winehouse Ausstellung im Jüdischen Museum

Mit dem Titel ,,Amy Winehouse: Ein Familienporträt‘‘ zeigt das Jüdische Museum Wien vom 11. März 2014 bis 20. August 2014 eine Ausstellung über die verstorbene Sängerin. Die Ausstellung wurde vom Jüdischen Museum in London konzipiert und entstand mithilfe des Bruders Alex Winehouse und seiner Frau. Gezeigt werden viele persönliche Objekte wie Kleidung und Erinnerungsstücke von Amy Winehouse, sowie viele unveröffentlichte Fotos der Familie Winehouse.

Außenmauern des Jüdischen Museums mit 2 Plakaten der Sängerin Amy Winehouse
© Jüdisches Museum Wien | Im Jüdischen Museum wird ein Familienportrait der verstorbenen Sängerin Amy Winehouse in der gleichnamigen Ausstellung gezeigt. Dabei wird auch ein Fokus auf die jüdischen Wurzeln der Künstlerin gelegt.

Familie, Judentum und Heimat in der Ausstellung

Das Jüdische Museum Wien präsentiert  eine persönliche und intime Ausstellung über eine geliebte Schwester und jüdisches Mädchen aus London. Kaum ein Mensch kennt die Geschichte ihrer Familie, die 1890 von Weißrussland nach England einwanderte. Amy Winehouse war tief mit ihren jüdischen Wurzeln verbunden, was viele Erinnerungsstücke und Fotos in der Ausstellung belegen. Auch die Liebe zu ihrer Heimatsstadt London wird versinnbildlicht mit vielen Gegenständen aus ihrer Wohnung in Camden. Sie war stolz auf ihre Londoner jüdische Identität, sagt Alex Winehouse. In dieser Ausstellung werden diese unbekannten Blickwinkel über Amy Winehouse nachvollziehbar.

Amy's Musik

Amy Winehouse war eine leidenschaftliche Liebhaberin der Musik mit eklektischem Geschmack. Ihre Liebe zur Musik wurde von vielen Familienmitgliedern geteilt und geprägt, denn auch ihr Vater singt. Amy Winehouses Vater ist es auch, der sie zu Jazz-und Big-Band Musik bringt. Zu sehen bekommen die Besucher dieser Ausstellung Amys Lieblingsgitarre und die Plattensammlung ihrer Kindheit und Jugend. Ihre Leidenschaft für den späten Ton der Girl Groups aus den 60er Jahren kann man gut in dem Klang ihres zweiten Albums Back to Black wiederfinden. Es werden auch Ausschnitte von ihren Konzerten und Auftritten zu sehen und hören sein.

Stil- Ikone

Im Laufe ihrer Karriere und bis zu ihrem Tod im Jahr 2011 wurde Amy häufig von der Presse fotografiert. Einer der Gründe dafür war ihr unverwechselbarer Stil. Ihre Bienenstock Haare und Tätowierungen wurden ikonisch. Ihr Stil war das Produkt der Verschmelzung von kulturellen Einflüssen aus den 50er und 60er Jahren: Der Zeit der Rockabilly-Mädchen-Gruppen. Amy Winehouse bezog sich auch, ob bewusst oder unbewusst, auf die Einflüsse der Familie, insbesondere der ihrer Großeltern Cynthia und Alec. Eine Auswahl von Amys Bekleidung und Bühnenoutfits werden ausgestellt. Sie bestehen zum Teil aus Designer und High Street Stücken.
Das Jüdische Museum Wien wirft mit der Amy Winehouse Ausstellung einen ganz neuen Blick auf die Künstlerin und gleichzeitig wird ein Blick auf die Familie möglich, die vor allem mit dem frühen Tod der Tochter und Schwester zurecht kommen muss. Authentische Erinnerungsstücke der Sängerin lassen die Welt der Amy Winehouse aufleben.

Kurzbiographie von Amy Winehouse

Amy Jade Winehouse wurde am 14 September 1983 in London geboren und ist am 23 Juli 2011 an einer Überdosis in ihrer Wohnung im Stadtteil Camden in London gestorben. Sie war eine britische Sängerin und Songschreiberin. Aufgewachsen ist sie in Southgate im Norden von London mit ihrem Bruder Alex und den Eltern. In ihrer Jugend wechselte sie häufig die Schule bis sie ihren Abschluss macht und an der renommierten BRIT School anfing Musiktheater zu studieren. Das Studium brach sie nach knapp 1 Jahr ab. Mit 19 Jahren unterschrieb Amy ihren ersten Schallplattenvertrag bei Island Records und nahm ihr Debutalbum Frank auf. International startete Amy Winehouse jedoch erst 2006 mit ihrem zweiten Album Back to Black durch. Sie änderte ihren Stil und es entstand der Amy Winehouse typische Retrolook mit 60s Kleidern und Beehivie Frisur. Doch mit dem Erfolg kamen auch die Probleme, Amy hatte zunehmend mit psychischen Problemen und Drogenmissbrauch zu kämpfen. Sie litt unter Alkoholproblemen und Bulimie. Nach erfolgen wie 2008 dem Grammy Award als Beste Künstlerin und dem MTV Europe Music Award kündigt die Sängerin eine Karrierepause auf unbestimmte Zeit an. 2011 war ihr Comeback geplant doch mitten in der Europatournee wurde alles abgesagt, denn Amy Winehouse trat oft viel zu spät und zu betrunken auf die Bühne. Am 23 Juli 2011 wurde sie in ihrer Londoner Wohnung tot aufgefunden. Winehouse starb an einer Alkoholvergiftung mit 4,16 Promille im Blut.

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