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Andrea Lenardin Madden und Kasper Kovitz kollaborieren in der MAK-Galerie

Informationen über ein das Event Sunset: Delayed im MAK.

Press preview

Dienstag, 17. April 2007, 10.30 Uhr

Eröffnung

Dienstag, 17. April 2007, 20.00 Uhr

Ausstellungsort

MAK-Galerie

MAK, Stubenring 5, A-1010 Wien

Ausstellungsdauer

18. April – 16. September 2007

Öffnungszeiten

Di MAK NITE© 10.00–24.00 Uhr

Mi–So 10.00–18.00 Uhr, Mo geschlossen

 

 

Unter dem Titel „SUNSET: DELAYED“ treffen in der MAK-Galerie zwei Schindler-Stipendiaten der ersten Stunde aufeinander: Die Architektin Andrea Lenardin Madden und der Künstler Kasper Kovitz problematisieren mit einer raumfüllenden Installation den US-amerikanischen Gründungsmythos der unbeschränkten Landnahme im Westen aus der rezenten Sicht des Raumes als verschwindende Ressource und der Notwendigkeit, Raumkonzepte neu zu definieren.

 

Seit ihrem Schindler-Stipendium (das MAK-Stipendiatenprogramm der Artists and Architects-in-Residence existiert seit 1995) leben und arbeiten sowohl Lenardin Madden als auch Kovitz in Los Angeles. Lenardin Madden hat sich intensiv mit Rudolph M. Schindlers architektonischen Arbeiten auseinandergesetzt und widmet sich mit ihrem interdisziplinären Designstudio „alm project“ der Untersuchung des Grenzbereichs zwischen Kunst und Architektur. Ihre Arbeiten und Installationen wurden in Europa und Nordamerika ausgestellt und ausgezeichnet, unter anderem mit einem Fulbright Stipendium (1996/1998). Für den Entwurf von „Sprinkles Cupcakes“ in Beverly Hills erhielt sie im Jahr 2006 den AIA LA Restaurant Design Award.

 

Kasper Kovitz konzentriert sich als bildender Künstler auf Landschaften. In seiner rezenten Arbeit bevölkert er dieses Umfeld zunehmend mit Individuen, die ihr Schicksal in der Wahl ihrer Umgebung ausdrücken. Für seine Werke wählt er ungewöhnlichste Materialien und Techniken. Seit mehreren Jahren arbeitet er an einem Projekt, das die Integration von 670 unterschiedlichsten Arbeiten zum Thema Landschaft und Individuum in eine erzählerische Rahmenstruktur vorsieht. Kovitz ist in zahlreichen Gruppen- und mit Einzelausstellungen in Europa und Amerika vertreten. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und war unter anderem Stipendiat des Marie Walsh Sharpe Space Program in New York (2002–03).

 

Die Kollaboration des bildenden Künstlers und der Architektin im MAK eröffnet neue Gesichtspunkte zur heutigen Relevanz des amerikanischen Urmythos vom Aufbruch in den Westen und führt gleichzeitig zu einer spannenden neuerlichen Überprüfung des Verhältnisses von Kunst und Architektur. Die Installation in der MAK-Galerie visualisiert Raum als Schnittstelle zwischen Gegenwart und Zukunft. An der Westküste Amerikas angekommen, werden die Grenzen des scheinbar unendlichen Raumes erfahrbar.

 

„Das unerschöpflich scheinende Potenzial des Westens inspirierte unsere Vorgänger, das weite Land verschwenderisch einzunehmen. Am Ende des Westens angelangt, wird der Raum jedoch zur Mangelware und unsere Auffassung von Raum ist im Wandel begriffen“, erklären die Künstler. Schon vor mehr als 100 Jahren schrieb Walt Whitman:

 

Facing west from California’s shores,

Inquiring, tireless, seeking what is yet unfound,

I, a child, very old, over waves, towards the house of maternity,

the land of migrations, look afar,

Look off the shores of my Western sea, the circle almost circled; […]

„Facing West from California’s Shores“, in: Walt Whitman, „Leaves of Grass“

 

In „SUNSET: DELAYED“ transformiert Lenardin Madden, die sich bereits im Jahr 2003 am Wettbewerb „Schindler’s Paradise“ zum Schutz des Schindler House in Los Angeles beteiligt hat, die MAK-Galerie in eine „Departure Lounge“. Was als vorhersehbarer Pfad eines Personenleitsystems (allzu bekannt von Flughäfen) beginnt, befreit sich bald und formiert sich neu als Raumskizze.

 

Die Reise führt weiter in Kasper Kovitz’ Wandbild aus Fliegenleim, das in einen Tunnel einlädt. Die verheißungsvolle Weiterbewegung wird allerdings zur möglichen Falle – man könnte kleben bleiben. Die „Lounge“ entpuppt sich als räumliche Schnittstelle zwischen Realität und Utopie, die zur kritischen Auseinandersetzung mit Raum als nicht selbstverständliche „Ware“ anregt.

 

„SUNSET: DELAYED“ ist nach „VERTICAL GARDEN. Project to Protect the Schindler House, Los Angeles“ (25. Oktober 2006 – 4. März 2007) eine weitere MAK-Galerie-Ausstellung, die die wechselseitige Beeinflussung von Kunst und Architektur und den durch die Gründung des MAK Center im Jahr 1994 initiierten kulturellen Austausch zwischen Wien und der amerikanischen Westküste thematisiert. Im Herbst 2007 folgt die Ausstellung „HERNÁN DIÁZ ALONSO. Pitch-Black“ (10. Oktober 2007 – 2. März 2007).

 

Eine Publikation zur Ausstellung ist in Vorbereitung.

Text: www.mak.at

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