für Donnerstag, den 29.Juli.2010

Die Wolken werden allmählich dichter, spätestens in den Abendstunden ist mit Regen zu rechnen, dabei sind auch kräftige Regengüsse sowie eingelagerte Gewitter möglich. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Südost bis West. Die Nachmittagstemperaturen liegen bei rund 24 Grad. Die Nacht gestaltet sich stark bewölkt mit teils intensiven Niederschlägen. Der Wind kann vorübergehend lebhaft auffrischen. Bis zum Morgen gehen die Temperaturen auf rund 15 Grad zurück.
Quelle: ZAMG
Wetter Wien, was ist charakteristisch für dieses? Das Wetter Wien zeichnet sich unter anderem durch einen häufig durch die Stadt wehenden Westwind aus. Dieser wird oft als unangenehm empfunden, weil kühle Tage dadurch subjektiv noch etwas kühler wirken. Der charakteristische Wiener Westwind hat aber auch positive Auswirkungen auf das Wetter Wien. So bringt er meistens einen ordentlichen Schwall Frischluft aus dem die Stadt umgebenden Wienerwald mit. Überhaupt ist der Wienerwald mit rund 100.000 Hektar Fläche der Klimaregulator für das Wetter Wien. Diese grüne Lunge der Mozartstadt macht das Klima um einiges erträglicher. Der Wienerwald reguliert die Temperaturen in und um Wien. Nicht unwesentlich ist auch, dass der Wienerwald eine hohe Menge an Niederschlägen speichert und dadurch beim Wetter Wien ein gewisser Schutz vor Überschwemmungen gegeben ist. Bekannt ist auch der Beitrag des Wienerwalds zur Erhaltung einer guten Luftqualität und zur Milderung des Klimawandels im Großraum Wien, weil dieser beeindruckende Grüngürtel mit seinen unzähligen Bäumen so viel CO2 speichert.
Der Wienerwald ist eine Klima- und Wetterscheide. Durch die Lage quer zur Hauptwindrichtung bilden die Erhebungen des Wienerwaldes eine natürliche Grenze zum östlich anschließenden Wiener Becken. Die dominierenden Wetterlagen beim Wetter Wien sind Westwetterlagen. Durch die Nähe zur pannonischen Tiefebene sind so genannte subkontinentale Perioden sehr häufig, die sich durch Kältephasen im Winter und trockene, heiße Phasen im Sommer auszeichnen. Charakteristisch für das Wetter Wien bzw. das Wiener Klima ist, dass es ein Übergangsklima ist. Es besteht aus vom Osten kommenden kontinentalen Einflüssen und ozeanischen Einflüssen aus dem Westen. Die mittlere Lufttemperatur in Wien beträgt im Durchschnitt 10,4 Grad Celsius, die mittlere Niederschlagsmenge bei rund 600 mm. Eine Region, die durch die Erhebungen des Wienerwaldes besonders geschützt ist, ist die Thermenregion, eine Übergangsregion zwischen Wiener Becken und Wienerwald. Das Wiener Klima, aber besonders auch das Klima in der nahe gelegenen Thermenregion eignet sich unter anderem auch hervorragend für den Weinanbau. Deshalb findet man in dieser Gegend eine Vielzahl hervorragender Winzer.
Die Niederschlagsmengen im Großraum Wien variieren beträchtlich. Da sich am nördlichen Wienerwald öfters feuchte Luftströmungen anstauen, sind die Niederschlagsmengen im Nordwesten (c.a 1000 mm) deutlich höher als im Südosten (c.a 700 mm).
Im Jahr 2008 bot das Wetter Wien bis jetzt kaum Überraschungen – von zwei heftigen Sturmtiefs einmal abgesehen, die von so manchem Klimaexperten als Folge des Klimawandels gesehen werden. Laut Informationen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat es etwa im März 2008 nur minimale Abweichungen von den Normalwerten gegeben, sowohl in Bezug auf die Temperaturen als auch in Bezug auf die Niederschlagsmenge.
Gewaltige Schäden, die auch das Wetter Wien betrafen, richtete zwischen 26. und 28. Jänner 2008 der Wintersturm Paula an. Zwar richtete Paula die größten Schäden in Kärnten und der Steiermark an, auch die Bundeshauptstadt war jedoch in Mitleidenschaft gezogen. So erreichte der Orkan auch in Unterlaa immerhin eine Spitzengeschwindigkeit von gemessenen 113 Kilometern pro Stunde. Ein weiterer gewaltiger Sturm folgte Anfang März mit dem Sturmtief Emma, das in Wien unter anderem zu ausgerissenen Ampeln sowie zum Umkippen eines Lkw am Knoten Prater und zum Umfallen eines Krans am Südbahnhof führte.
Autor: Andreas Lassnig
