Schloss Schönbrunn

Informationen über das Schloss Schönbrunn in Wien

Schloss Schönbrunn

Die Geschichte des Schloss Schönbrunn

Die Geschichte des Schloss Schönbrunn lässt sich weit zurückverfolgen. Kaiser Maximilian II. (1527 -1576 ) erwarb den Herrensitz Katterburg in der Nähe des heutigen Meidlinger Tores, Kaiser Matthias (1557-1619) ließ das Jagdschloss nach der Zerstörung durch die Ungarn im Jahre 1605 wieder aufbauen und entdeckte während einer Jagd jene Quelle, den "Schönen Brunnen", die dem Schloss den Namen geben sollte. Kaiser Ferdinand II. (1578 - 1637) übernimmt den Besitz, vererbt ihn an seine Gattin Kaiserin Eleonore von Gonzaga. Nach ihr erhält Kaiser Ferdinand III. (1608 - 1657) das Jagdschloss, nach seinem Tode: seine Gattin. Während der Türkenbelagerung 1683 wird das Jagdschloss Schönbrunn zerstört.  

Bauherr

Nun wurde Kaiser Joseph I. (1673 - 1711) der eigentliche Bauherr des Schlosses. Es wurde nach einem zweiten, vereinfachten Entwurf von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet. Der Mitteltrakt war um 1700 vollendet. Die Seitenflügel wurden 1713 fertig gestellt.

Unter Kaiserin Maria Theresia (1717 -1780) kam es zu einem Umbau nach den Plänen von Nikolaus Pakassi. Das Innere wurde im Rokokostil ausgestaltet. 1805 und 1808 residierte der französische Kaiser Napoleon I. in Schönbrunn, sein Sohn, der Herzog von Reichstadt, starb hier 1832. Seit der Zeit Kaiser Franz I. war Schönbrunn dauernde Residenz der österreichischen Kaiser. Seit 1918 befindet sich das Schloss in Staatsbesitz. Während des zweiten Weltkrieges fielen mehr als 270 Bomben innerhalb von Schönbrunn, 1945 bis 1947 war Schönbrunn Hauptquartier der russischen und britischen Besatzungstruppen. Nach dem Wiederaufbau ab 1945 finden im Schloss Schönnbrunn repräsentative Veranstaltungen und Empfänge statt. Anlässlich der Unterzeichnung des Staatsvertrages fand 1955 ein Festbankett in den Repräsentationsräumen des Schlosses statt. 

 

Der Bau

Die Barockarchitektur nach den Plänen des zweiten Entwurfes von Johann Bernhard Fischer von Erlach wurde unter Kaiser Leopold I. und Joseph I. geschaffen und während der Regentschaft Maria Theresias von Nikolaus Pacassi und Vamagini adaptiert und ausgestattet. Es fanden verschiedene Umbauten statt, Freitreppen wurden angelegt ( Blaue Stiege ).Im heutigen Foyer des Schlosses stehen zu beiden Seiten Hohlfiguren aus Bronze, geschaffen vom flämischen Bildhauer Adrian deVries. Sie stellen Herkules im Kampf Löwen und Drachen Drachen dar. 

 

Schlosskapelle

Die Schlosskapelle befindet sich links vom Foyer. Das Altarblatt im mittleren der drei Marmoraltäre stellt die Vermählung Mariens dar und ist ein Werk Paul Trogers. Das durch Stichkappen gegliederte Tonnengewölbe trägt das Deckenfresko und stellt eine Verherrlichung Maria Magdalenas dar, das Daniel Gran 1744 geschaffen hat. 

Das Schloss selbst, ein imposanter Bau von 175 m Länge und 55 m Breite, gruppiert sich um einen Ehrenhof, von dem sich zu beiden Seiten weitläufig die so genannten Kavaliertrakte ausbreiten. Im Schloss befindet sich das reizvolle Schlosstheater. Das Innere des Schlosses mit seinen 1441 Räumen birgt eine Fülle von Kunstschätzen.

 

Zu besichtigen sind: 

Die Gemächer des Kaiser Franz Joseph I. und der Kaiserin Elisabeth Räume 1-15  

Repräsentationsräume 16- 25, 40 - 42 

Fremdenappartements 26-33 

Suite für Erzherzog Franz Karl 34 - 36 

Nebenräume 37 - 39

 

Links:Schloßpark


Text und Bilder: Gerhard Frey

Weitere Informationen zum Schloss Schönbrunn, Geschichte, Tickets und Touren, finden Sie unter: Schönbrunn

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