Typisch Mädchen, typisch Junge: Geschlechterunterschiede

Informationen über eine Studie betreffend Geschlechterunterschiede.

Typisch Mädchen, typisch Junge?

Typisch Mädchen, typisch Junge

Gibt es das „rosa-Gen“ bei Mädchen, wird das Interesse an Autos Jungs in die Wiege gelegt oder ist alles nur Klischee? Dieser Frage ging das Jugendforschungsinstitut iconkids & youth aus München im Auftrag von Eskimo nach und fand einige interessante Tatsachen heraus.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Buben und Mädchen großteils in sehr unterschiedlichen Welten leben“ erklärt Dkfm. Ingo Barlovic, Geschäftsführer von iconkids & youth. Bei den befragten Sechs- bis Zwölfjährigen findet man geradezu klischeehaft enorme Geschlechtsunterschiede. Angefangen bei den Lieblingsfarben. Während 37% der österreichischen Buben Blau auf Platz 1 setzen, ist bei den Mädchen Rosa/Pink der Sieger. Und auch bei der Frage nach dem bevorzugten Beruf zeigt sich deutlich: Jungs stehen auf Action, Wettbewerb und Technik. 27% der heimischen Buben wollen daher auch Profisportler werden, 11% Polizist und 9% Mechaniker. 15% der Mädchen wären dagegen am liebsten Tierärztin, je 10% Lehrerin und Friseuse. Auch bei den Interessen dominiert bei den Buben hierorts der Sport, bei den Mädchen stehen hingegen romantische und soziale Themen vorne.

Warum das so ist? Genetisch unterschiedliche Veranlagungen können durchaus beeinflussend wirken. Barlovic: „Man weiß mittlerweile, dass Frauen Gefühle in der Hirnregion anders verarbeiten als Männer und dadurch Gefühle besser verstehen und einfühlsamer sind.“ Einen wichtigen Grund spielt natürlich auch die Erziehung. Aber für fast noch interessanter hält Barlovic die unbewussten Reize der Umwelt, die Kinder aufnehmen und verarbeiten und die ihr Verhalten dann mitprägen. „Wenn ein junges Mädchen 'schön' angezogen ist, dann wird es von seiner Umwelt mehr positive Signale erhalten, als wenn es 'normal' angezogen ist: Es wird öfters angelächelt und gelobt werden, sei es von der Mutter, aber auch von den Menschen, denen es überall begegnet.

So lernt es allein durch die Reaktionen: sich hübsch zu machen - und da scheint auch der Farbe Rosa eine besondere Bedeutung zuzukommen - hat echte Vorteile!“ Auf die Welt der jungen Männer umgelegt heißt das, dass der freche Lausbub, der sich im Sport durchsetzt, mehr Anerkennung finden wird als der Zurückhaltende, Brave. Demzufolge haben auch Rollenmodelle, die im familiären Umfeld und in Erziehungsinstanzen vorzufinden sind – dazu gehören auch die Medien mit ihrer Vorbild- und Verstärkerfunktion – hier ihre Bedeutung.

Ja und dass Buben und Mädchen unterschiedliche Interessen haben, manifestiert sich auch in den unterschiedlichen Geschmacksvorlieben. Und so hat Eskimo herausgefunden, dass 45% der österreichischen Mädchen Himbeer-Eis mögen, und Cola-Eis mit 46% Zustimmung eindeutig die Sorte der Jungs ist. Cola ist damit quasi das männliche Pendant zum Himbeertraum der Mädchen. Ganz klar also, dass die Unilever Austria GmbH/ESKIMO heuer für Mädchen das ESKIMO Girlie auf den Markt bringt, ein rosa-fruchtiges Himbeereis mit silbernen Zuckerperlen und jeder Menge Glitzer-Make-up im durchsichtigen Stiel. Und auf die jungen Männer unter den Eisfans wartet Discbee, eine pfeilförmige Vanille-Erdbeereis-Kombination, deren Stiel gleichzeitig auch ein Frisbee ist.



Autor: Lisa Grüner
Fotocredit: Eskimo

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