Allergien bedeuten Stress für die Haut

Allergie bedeutet Stress für Körper und Geist: neben den bekannten negativen Effekten wie Atemprobleme oder rinnender Nase leidet auch die Haut massiv.

Allergien

Allergie bedeutet Stress für Körper und Geist: Die Augen tränen, die Nase läuft, das Atmen fällt schwer, man schläft schlecht – und zusätzlich wird noch die Haut in Mitleidenschaft gezogen. Durch die allergische Reaktion werden Abwehrkräfte und die Enzymaktivität geschwächt, somit funktioniert auch die Barrierefunktion der Haut nicht mehr richtig. Die Haut reagiert mit Rötungen, schuppigen Stellen, juckt und spannt. Ein Teufelskreis aus Stress entsteht – eine Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche – die sich auch äußerlich entsprechend zeigt.

Neue Studien lassen aufhorchen

Verschiedene wissenschaftliche Studien haben eine erhöhte Inzidenz empfindlicher Haut bei Typ-I-Allergikern dokumentiert. Aktuelle wissenschaftliche Befunde weisen darauf hin, dass Allergene aus der Luft in die Haut eindringen können. Insbesondere eine reduzierte Barrierefunktion kann die Ursache dafür sein. Diese wird u.a. durch eine reduzierte Aktivität der hauteigenen Enzyme hervorgerufen. Die Haut reagiert mit Rötungen, schuppigen Stellen, juckt und spannt. Ein Teufelskreis aus Stress entsteht – eine Wechselwirkung zwischen Haut und Psyche – die sich auch äußerlich entsprechend zeigt. Allergien sind in Österreich weit verbreitet – knapp 2 Millionen Menschen leiden an einer Allergie. „Allergien bedeuten Stress für den gesamten Organismus, der Körper ist in ständiger Alarmbereitschaft und deshalb weniger leistungsfähig – Dies beeinträchtigt die Barrierefunktion der Haut,“ so Dr. Kerstin Bohnsack, sie ist medizinische Fachreferentin des Beiersdorf Konzerns und war Initiatorin einer Studie zum Thema Haut und Allergie, die vom unabhängigen Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) durchgeführt wurde – mit dem eindeutigen Ergebnis, dass Allergiker-Haut spezielle Pflege braucht.

Wenn der Allergie-Stress unter die Haut geht

Die Haut hat es mit einer Vielzahl an Angriffen aus der Umwelt zu tun: Stress, Umweltgifte, UV-Strahlung und Frost machen unserer Haut das Leben schwer. Die Haut kann sich gegen diese Angriffe von außen im Normalfall gut schützen – jedoch nicht bei einer Allergie.
„Die Haut ist eine effektive physikalische, chemische, biologische und immunologische Barriere und schützt uns gegenüber den äußeren Einflüssen. Neben der ähnlich wie eine Mauer aus Backsteinen und Zement aufgebauten Hornschicht, spielen auch der Lipidfilm und der Säureschutzmantel eine wichtige protektive Rolle. Bei einer Allergie ist das Gleichgewicht der Hautschutzfunktionen gestört und es kommt durch ein Allergen zu einer immunologisch vermittelten Reaktion,“ so Univ. Prof. Dr. Schuller-Petrovic, Fachärztin für Dermatologie und Vernerologie.
Bisher ging man davon aus, dass die Sensibilisierung der Typ-I-Allergiker ausschließlich über die Luftwege erfolgt. Neue wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, welch wichtige Rolle die Haut als Eintrittspforte für Allergie-Auslöser aus der Luft (Aero-Allergene) spielt. Bei Allergikern ist die Barrierefunktion der Haut gestört und damit sind deren Abwehrkräfte geschwächt.

Ein Teufelskreis für den Organismus

Etwa 90 Prozent aller Allergiker sind Typ 1 Allergiker, das bedeutet, dass die Symptome entweder sofort oder bis zu 24 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen auftreten, wie dies bei Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Nahrungsmittelallergien der Fall ist. Die körpereigene Abwehr bildet aus genetischen oder umweltbedingten Gründen beim ersten Kontakt Antikörper – quasi als Fahndungsaufruf, um den Bösewicht beim nächsten Auftauchen sogleich zu identifizieren. Folge: Bei jeder neuerlichen Begegnung lösen die Antikörper Alarm aus. Die Mastzellen der Immunabwehr schütten daraufhin eine Überdosis des Gewebehormons Histamin aus, der Patient reagiert z.B. mit Augenjucken, Laufnase oder Niesattacken – und in vielen Fällen eben auch zusätzlich mit empfindlicher Haut. „Allergische Reaktionen können am gesamten Körper auftreten, auch auf einem der größten Organe unseres Körpers: der Haut. Allergiker, deren Haut von einer Allergie an sich nicht betroffen ist, neigen tendenziell dennoch zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut. Die Haut von Allergikern ist meist relativ trocken, dünn und neigt zu Entzündungen. Oftmals tritt ein Juckreiz auf. Der richtigen Pflege der Haut von Allergikern kommt daher eine ganz besonders große Bedeutung zu,“ so Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der österreichischen Apothekerkammer.

Hauteigene Abwehrkräfte

Die Hornschicht der Haut weist einen pH-Wert von durchschnittlich 5,5 auf. Diesem sauren pH-Wert kommt eine zentrale Bedeutung für das Funktionsgleichgewicht der Haut zu. Er bildet einerseits einen wichtigen Abwehrmechanismus der Haut gegen Infektionen durch Krankheitserreger. Daneben puffert er Laugen ab, die auf die Haut gelangt sind. Außerdem unterstützt er die Haut dabei, hauteigene Enzyme zu aktivieren. „Enzyme sind Eiweißbausteine, die für biologische Prozesse von essentieller Bedeutung sind. Ist die Enzym-Aktivität gestört, wie es bei empfindlicher Haut der Fall ist, ist auch die Barrierefunktion der Haut reduziert, die vor allem empfindliche, leicht reizbare Haut vor Feuchtigkeitsverlust und unangenehmen Irritationen schützt. Folgen können Rötungen, Juckreiz oder Brennen sein.“ erklärt Dr. Bohnsack. Empfindliche Haut sollte deswegen mit Produkten aus der Apotheke wie zB den pH5 Reinigungs- und Pflegeprodukten von Eucerinâ gepflegt werden. Naturprodukte eigenen sich für allergiegeplagte Haut eher nicht, da viele Menschen auf Kamille etc. reagieren.

Autor: Lisa Grüner
Fotocredit : Eucerinâ


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