"Insgesamt investiert die Stadt Wien pro Jahr rund 500 Mio. Euro in den Neubau oder die Sanierung von Wohnungen für junge Menschen, die Förderung von Studentenheimplätzen und die Direktunterstützung von Wienerinnen und Wienern unter 30. Junge Menschen, die sich in Ausbildung oder am Beginn ihrer Berufslaufbahn befinden, haben meist wenig Geld. Das gute Angebot am Wiener Wohnungsmarkt, leistbare Mieten im geförderten Bereich und die finanzielle Unterstützung bei Eigenmitteln und laufenden Kosten, ermöglichen in Wien einen schnellen Start in die Eigenständigkeit.
Der Bereich der neuen und wiedervermieteten Genossenschaftswohnungen steht Österreichern und gleichberechtigt Allen, die eine gültige Aufenthaltsbewilligung haben offen, genauso wie Wohnungen in gefördert sanierten Althäusern. Junge Wienerinnen und Wiener können sich bereits mit 17 Jahren für eine Gemeindewohnung vormerken lassen. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt ein bis zwei Jahre. Für Studierende gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, in einem Studentenheim zu leben. Hier fördert die Stadt Wien die Errichtung von durchschnittlich 500 Heimplätzen pro Jahr.
Junge Menschen, die trotz Arbeit zu wenig verdienen, um die Wohnkosten alleine tragen zu können, werden von der Stadt Wien unterstützt. Von diesen Direktunterstützungen profitieren rund 100.000 Wiener Familien. 55.000 Haushalte beziehen Wohnbeihilfe, 45.000 nehmen ein Eigenmittelersatzdarlehen in Anspruch. Bis jetzt war diese allerdings auf Einzelpersonen, Lebensgemeinschaften und Familien beschränkt. Menschen, die in Wohngemeinschaften leben, hatten bisher keinen Anspruch", erklärt Wohnbaustadtrat Werner Faymann am Montag in einem Mediengespräch.
Ausweitung auf Wohngemeinschaften
Wohngemeinschaften sind in Wien im Wesentlichen als studentische Wohnform bekannt. Schätzungen des Sozialberichts des Bildungsministeriums zufolge leben rund 30.000 der Wiener Studierenden in einer WG.
"Viele Studierende müssen, um sich ihre Ausbildung finanzieren zu können, nebenbei arbeiten. Typische Jobs von Studentinnen und Studenten sind eher schlecht bezahlte Teilzeitjobs. Mit Familienbeihilfe, kleineren Unterstützungen durch die Eltern und einem geringen eigenen Einkommen kommen die meisten von ihnen gerade so durch. Wohngemeinschaften verteilen die Kosten auf mehrere Personen und helfen so, Geld zu sparen", so die Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft Barbara Blaha.
Mit Anfang des nächsten Jahres tritt eine Novelle des WWFSG (Wiener Wohnbauförderungs- und Sanierungsgesetz) in Kraft. Dann haben auch Mieterinnen und Mieter von Wohngemeinschaften die Möglichkeit, um Wohnbeihilfe anzusuchen. Das monatliche Mindesteinkommen beträgt 1.003,72 EUR für zwei Personen, für jede weitere Person kommen 347,87 EUR dazu. Berechnungsgrundlage ist das Gesamtjahresnettoeinkommen durch 12. Als Einkommensnachweis gelten auch regelmäßig auf ein Konto überwiesene Zahlungen von Eltern und Großeltern.
"Arbeitende Studierende sind einer Doppelbelastung ausgesetzt. Sie müssen sich das Geld, das sie zum Leben brauchen nicht nur verdienen, sondern auch sehr gut einteilen. Die Stadt Wien will hier unterstützen. Die Ausweitung der Wohnbeihilfe auf Wohngemeinschaften ist eine wichtige Maßnahme, damit Wohnen für alle Bevölkerungsgruppen leistbar bleibt", betonen der Wohnbaustadtrat und die ÖH-Vorsitzende.
Berechnungsbeispiele
Sanierungswohnung
2 Personen, (StudentInnen)
mtl. Mindesteinkommen notwendig: EUR 1.003,72 (inkl. Urlaubs- und
Weihnachtsgeld)
75,28 m² Wohnung, Dachgeschossausbau, allerdings nur 70 m² wegen Haushaltsgröße anrechenbar (1 Person 50 m², 2 Personen 70 m²) max. anrechenbarer Wohnungsaufwand (AWA) für hausseitige- und wohnungsseitige Sanierungskosten = 4,57 EUR x 70 m² = EUR 319,90
zumutbarer Wohnungsaufwand (ZWA): mind. EUR 1,46 x 70 m² = 102,20
Wohnbeihilfe = EUR 319,90 - 102,20 = 217,70
Wenn es sich bei den Studenten um Lebenspartner handelt und
beide unter 40 Jahre alt sind gilt als anrechenbare Fläche
fiktiv 85 m², höchstens allerdings die tatsächliche
Wohnnutzfläche.
max. anrechenbarer Wohnungsaufwand (AWA) für hausseitige- und
wohnungsseitige Sanierungskosten = 4,57 EUR x 75,28 m² = EUR 344,03
zumutbarer Wohnungsaufwand (ZWA): mind. EUR 1,46 x 75,28 m² = 109,90
Wohnbeihilfe = EUR 344,03 - 109,90 = 234,13
Beispiel : Allgemeine Wohnbeihilfe
3 Personen, (StudentInnen)
mtl. Mindesteinkommen notwendig: EUR 1.351,60 (inkl. Urlaubs- und
Weihnachtsgeld)
89 m² Wohnung, allerdings nur 85 m² wegen Haushaltsgröße
anrechenbar (1 Person 50 m², 2 Personen 70 m², 3 Personen 85 m²)
max. anrechenbarer Wohnungsaufwand (AWA) = 4,57 EUR x 85 m² = EUR 388,45 zumutbarer Wohnungsaufwand (ZWA): mind. EUR 1,46 x 85 m² =
124,10; aufgrund des Einkommens allerdings laut Zumutbarkeitstabelle EUR 180
Wohnbeihilfe = EUR 388,45 - 180 = 208,45
Studierende in Wien
117.000 der insgesamt 195.000 an Universitäten und Kunsthochschulen ordentlich Inskribierten studieren in Wien. Das sind 60% aller österreichischen Studenten. Rund 42.000 (36%) davon kommen aus der Bundeshauptstadt selbst, 56.000 (48%) aus den anderen Bundesländern, 19.000 (16%) aus dem Ausland. Rund 9.000 Studienanfänger kommen pro Jahr aus den Bundesländern, 3.000 aus dem Ausland nach Wien. Insgesamt beginnen rund 18.000 pro Jahr ihr Studium in Wien.
83 Millionen Euro Investition in Studentenheime
Die Stadt Wien fördert laufend die Errichtung und Erhaltung von Studentenheimen. Das ist eine wichtige Ergänzung zum Wohnbauprogramm, die gerade Studierenden aus den Bundesländern und dem Ausland eine kostengünstige Wohnmöglichkeit bietet. Seit 1995 wurden 37 Heime mit 5.036 Heimplätzen gefördert errichtet und mehr als 1.700 gefördert saniert. Die Stadt hat dafür 83 Millionen Euro investiert. Insgesamt stehen in Wien rund 12.000 Plätze zur Verfügung.
Experten-Hilfe unter 01/4000-8000
Viele Studierende finden am privaten Wohnungsmarkt eine Wohnung. Dabei ist es wichtig, über erlaubte Provisionshöhen, allfällige Ablöseforderungen, Befristungen und ungefähre Mietpreise so gut wie möglich Bescheid zu wissen. Das erspart unangenehme Überraschungen. Am Mieterhilfe-Telefon unter 4000-8000 stehen Mietrechtsexperten für alle Fragen rund ums Wohnen zur Verfügung.
MA 50 Wohnbeihilfe Information und Einreichung
1190 Wien, Muthgasse 62, OG 1
Telefon: 01/4000-74880 DW
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do und Fr
von 08:00 - 13:00 Uhr
zusätzlich Do 15:30-17:30 Uhr
E-Mail: post@m50.magwien.gv.at
Service für Studierende
Rat und Hilfe
Mieterhilfe-Telefon
01/4000-8000 (Mo-Fr 8-20 Uhr)
Geförderte Mietwohnungen
Wohnservice Wien
2., Taborstraße 1-3
Tel.: 01/24 503-0 (Mo-Fr 8-20 Uhr)
Internet: www.wohnservice-wien.at
Gemeindewohnungen
Wiener Wohnen
Tel.: 05/75 75 75 (Mo-So 0-24 Uhr)
Internet: www.wiener-wohnen.at
Links zur Wohnungssuche
www.wien.gv.at/index/wohnungssuche.htm
Österreichische Hochschülerschaft
Service-Line: 01/408 59 77
www.jobwohnen.at/?p=wohnen
Zuwandererfonds
Tel: 01/795 04 122
www.zuwanderer-fonds.at
Text + Bild: Rathauskorrespondenz


Fachgerechte preiswerte Verlegung von allen Arten Parkett
Wintergärten, Schiebetüren und Balkonverglasungen
Wohnungsräumung und Übersiedelung Wien
Der Kachelofen wird im Rahmen der Heizanlagen immer beliebter und das zeigt sich auch an den Umsatzzahlen.
Ein entscheidender Kostenfaktor beim Wohnen ist das Heizen. Vor allem für Benützer einer Ölheizung ist der Heizölpreis wichtig.