Genossenschaftswohnung Wien: Günstig Wohnen - kaufen od. mieten

Genossenschaftswohnungen in Wien sind eine beliebte Wohnform. Überzeugendes Argument für eine Genossenschaftswohnung ist die Miethöhe, die sich zwischen freifinanzierten Wohnungen und Wiener Gemeindewohnungen einreiht. Was es sonst noch zu beachten gibt und wie man zu einer Genossenschaftswohnung in Wien kommt erfahren Sie hier.

Was unterscheidet die Genossenschaftswohnung von anderen?

Genossenschaftswohnungen werden von Bauträgern gebaut und angeboten, deren Geschäftstätigkeit nicht auf wirtschaftlichen Gewinn ausgerichtet ist. Der Gewinn, der erwirtschaftet wird, wird den Mitgliedern - also den Bewohnern - weitergegeben beziehungsweise zu deren Gunsten investiert. Jeder, der sich eine Genossenschaftswohnung mieten oder kaufen will, muss Mitglied der Genossenschaft sein. Als Mitglied hat er ein Stimmrecht bei allen Entscheidungen, die in der Genossenschaft anfallen. 

Auswahl an genossenschaftlichen Bauträgern:

  • Frieden Gen.m.b.H.
  • Heimbau Gen.m.b.H.
  • Gewog Gen.m.b.H.

Neben den genossenschaftlichen Bauträgern mit eigener Rechtsform gibt es noch privatwirtschaftliche Bauträger, die gemeinnützige Wohnungen zur Verfügung stellen und damit ebenfalls den genossenschaftlichen Richtlinien (Wohngemeinnützigkeitsgesetz) entsprechen müssen.

Auswahl an gewinnorientierten Bauträgern, die gemeinnützige Wohnungen bauen:

  • Arwag AG
  • Sozialbau AG
  • EGW GmbH

Eine Liste aller gemeinnützigen Bauvereinigungen finden Sie beim österreichischen Dachverband gemeinnütziger Bauträger (gbv)

Aktuelle Objekte von Wohnungen

 

blick von verglastem gang auf fassade von genossenschaftsbau
genossenschaftswohnung © buwog.at

Warum günstigere Miete?

Weil die Bauträger mit gemeinnützigen Bauvorhaben Wohnbauförderung beantragen können und so weniger Eigenmittel aufwenden müssen.

Hier gehts zur Übersicht über alle aktuellen Bauprojekte!

Voraussetzungen zur Erlangung einer Genossenschaftswohnung

  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Anmeldungen bereits ab dem vollendeten 17. Lebensjahr

Einkommensgrenzen (gültig bis 31. Dezember 2014)

Das Netto-Jahreseinkommen abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt darf folgende Höchstgrenzen nicht überschreiten:

  • Eine Person: 43.160 €
  • Zwei Personen: 64.320 €
  • Drei Personen: 72.790 €
  • Vier Personen: 81.240 €
  • Jede weitere Person: plus 4.750 €
blick aus dem garten auf eine weiße häuserreihe mit roten balkonen, garten mit hellen flechtmöbeln und grüner wieder
genossenschaftsbau © wien süd.at
architekturplan grundriss
grundriss © pixelio.de/rainer sturm

Mitgliedsbeitrag

  • Variiert von Bauträger zu Bauträger, in der Regel nicht höher als 100 €

Finanzierungsbeitrag

Der Finanzierungsbeitrag ist bei Abschluss des Mietvertrages fällig. Es handelt sich dabei um einen Grundkosten- und/oder Baukostenbeitrag.

  • Variiert je nach Qualität der Wohnung zwischen 50 - 500 €/m²
  • Rückerstattung nach Beendigung des Mietverhältnisses (abzüglich einer Gebühr von einem Prozent pro Jahr)

Unterstützung beim Finanzierungsbeitrag

Ist der Wunsch nach einer Genossenschaftswohnung da, fehlt allerdings das nötige Geld für den Finanzierungsbeitrag, so kann bei der MA 50 (Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten) eine Darlehensunterstützung beantragt werden.

Jungfamilienförderung

Familien, deren Mitglieder allesamt unter 40 Jahre alt sind, mit mindestens drei Kindern oder ein Familienmitglied eine Behinderung von mehr als 45 Prozent aufweist, können die Jungfamilienförderung beantragen. Die Rückzahlung beginnt hierbei erst nach fünf Jahren und ist mit jährlich ca. einem Prozent sehr günstig verzinst.

Wichtige Eckpunkte:

  • Aufbringung der Eigenmittel aufgrund Haushaltsgröße und Familieneinkommens ist nicht oder nur teilweise zumutbar
  • Antrag wird bei dem zuständigen Kreditinstitut gestellt und von der MA 50 (Wohnbauförderungsabteilung) bewilligt
  • Jungfamilienförderung für Jungfamilien nur in Verbindung mit Eigenmittelersatzdarlehen möglich

 

Kaufoption bei Genosschaftswohnungen

Laut Wohngungsgemeinnützigkeitsgesetz ist es nach 10-jähriger Mietvertragsdauer der Kauf der Wohnung möglich. Allerdings ist es nicht notwendigerweise der Fall, dass die bis dahin getätigten Mietbeiträge als Anzahlung für den Kauf gewertet werden. Seit einer Gesetzesänderung 2002 ist die Regelung den Wohnbauträgern freigestellt. Es gibt auch kein Recht auf den Kauf der Wohnung nach 10 Jahren. Diese Dinge sind mit dem Wohnbauträger abzuklären.

Weitergabe einer Genossenschaftswohnung

Bei der Wohnungsweitergabe an Verwandte sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Weitergabe geht nur an Ehepartner und Verwandte in gerader Linie, also (Adoptiv-)Kinder, Enkelkinder, Eltern, Großeltern und Geschwister; Neffen, Nichten, Onkel, Tanten, adoptierte Stiefkinder usw. gelten nicht
  • Der/die Übernehmende muss mindestens zwei Jahre lang im gemeinsamen Haushalt gelebt haben, eine kürzere Dauer gilt, wenn der Haushalt gemeinsam bezogen wurde und bewohnt wird
  • Der übergebende Mieter muss tatsächlich aus der Wohnung ausziehen

Allerdings gilt die Option der Mietweitergabe nicht bei gemeinnützigen Bauvereinigungen, die ihre Wohnungen nur an Mitglieder eines bestimmten Berufsstandes bzw. eines Betriebes oder eines Unternehmens vermieten.

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