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Eine neue Generation von Kachelöfen erobert die Wohnstuben

Die neue Generation von Kachelöfen heißt Kleinkachelofen, der beim Umzug auch mitgenommen werden kann. Hafner und ihre Zulieferindustrie beantworden damit die veränderten Lebensbedinungen, wie kleinere Wohnung. Und decken zugleich den Wunsch nach heizkostensparender und umweltfreundlichen Heizen mit Holz.

Ofene Kachelofenklappe mit brennenden Holzstücken
© Jürgen Radzieja/pixelio.de | Ein brandheißer Tipp: Kleinkachelöfen tragen den kleineren Raumgrößen ebenso Rechnung wie dem Bürfniss umweltfreundlich und kostensparend zu heizen.

Der Kleine ist ein heißer Tipp

Nicht nur ein heißer Tip, sondern auch ein guter Typ ist der Kleinkachelofen, der jetzt eine Marktlücke füllt, die in neuerer Zeit durch geänderte Wohnverhältnisse entstanden ist. Es haben sich nämlich drei Dinge nachhaltig geändert: Es gibt einen deutlichen Trend zu kleineren Wohneinheiten. Fortschrittliche Wärmedämmung verringert den Heizbedarf. Die verstärkte Förderung der Altbausanierung gegenüber dem Neubau eröffnet neue Möglichkeiten für alternative Raumheizung.

Der Kleinkachelofen ist im Kommen!

Die Antwort der Hafner und ihrer Zulieferindustrie auf die veränderten Lebensbedingungen ist eine verkleinerte Form des bewährten Kachelofens, die gleichwohl alle Vorteile seiner „großen Brüder“ mitbringt. Er ist genauso heizkostensparend und umweltfreundlich durch den Brennstoff Holz, schafft das gleiche gesunde Wohlfühlklima und wirkt durch die individuellen Designvarianten nicht wie irgendein Heizkörper, sondern als Gestaltungselement der Wohnlandschaft. Aber: Er schont den Geldbeutel der Kunden, weil er deutlich preisgünstiger ist.

Zudem ist er in kürzerer Zeit aufgebaut und kann beim Umzug problemlos mitgenommen werden. Denn durch sein ausgeklügeltes Modulsystem ist er rascher montier- und demontierbar als zum Beispiel der Standardtyp des sogenannten Grundofens, der ja vom Hafnermeister Schamotte für Schamotte und Kachel für Kachel gesetzt wird.

1,2 kW Heizleistung für neues Niedrigenergiehaus ausreichend!

Technisch gesehen gibt es abgesehen von den Dimensionen nur einen wesentlichen Unterschied zu den altbekannten größeren Anlagen. Der Kleinkachelofen hat einen Leistungsbereich ab 1,2 kW im Gegensatz zu den typischen 4 kW der üblichen Anlagen. Das aber ist zum Beispiel für ein neu gebautes Niedrigenergiehaus oder für eine sanierte Altbauwohnung völlig ausreichend - zumal die durchschnittliche Quadratmeterzahl der Wohnungen in Österreich immer mehr abnimmt.

Das wiederum hat mit der ständig steigenden Zahl der Single-Haushalte in unserem Land und vor allem in den größeren Städten zu tun.

Zahl der Singlehaushalte steigt!

Der Trend ist rasant: Waren im Jahr 1951 noch 386.000 Privathaushalte mit einer Person (das waren 17,5 % der damaligen Haushalte und 5,6% der Gesamtbevölkerung) statistisch erfasst, so werden mittlerweile die Single-Haushalte österreichweit auf 1.036.700 (das sind 31,1 % aller Privathaushalte und 12,7 % der Gesamtbevölkerung) geschätzt. Wien ist laut „Statistik Austria“ das Bundesland mit der geringsten durchschnittlichen Haushaltsgröße - nämlich 1,9 Personen. Das heißt: Knapp jeder dritte Privathaushalt in Österreich ist ein Single-Haushalt und diese Tendenz ist steigend. Laut Prognosen bis 2030 noch auf rund 35 %.

Die Ursachen dieser Entwicklung sind vielschichtig. Einerseits lässt der Wunsch nach Unabhängigkeit, aber auch die hohe Scheidungsrate, den Bedarf an Kleinwohnungen in die Höhe schnellen - zum anderen leben vor allem auch alte Menschen, die ihren Partner bereits verloren haben, gezwungenermaßen allein.

Kachelofen Branche trägt geänderten Bedürfnissen Rechnung

Diese Entwicklung beflügelte die Kachelofenbranche, den geänderten Bedürfnissen entgegenzukommen, zumal es einen weiteren Bedarfsschwerpunkt gibt: Die Altbausanierung. Bundesweit haben die Förderungsbeiträge der Länder und Kommunen dafür deutlich zugenommen. Das schafft die Möglichkeit, nicht nur Wohnräume an sich zu renovieren, sondern Geld in Dämmungen bei Fenstern oder Türen und dann eben auch noch in unweltfreundliche, trotzdem aber sparsame und effiziente Raumheizungen zu investieren. Schließlich kann man dafür je nach Bundesland bis zu 25 Prozent der Kosten als nicht rückzahlbare Förderung kassieren.

Auch für diesen Einsatzbereich ist der Kleinkachelofen geradezu ideal. Auf der einen Seite genießen seine Besitzer die wohlige Wärme der Kacheln und erhalten dieselbe durch Verheizen des krisenunabhängigen und vor allem heimischen Rohstoffes Holz. Auf der anderen Seite lässt sich die kleinere Variante der oft bullig wirkenden Grundöfen durch das Baukastensystem problemlos nachträglich in Wohnräume einbauen und bleibt dennoch ein formschönes, individuell gefertigtes Stück aus der Meisterhand des Hafners, der selbstverständlich auch beim Kleinkachelofen für die Einhaltung aller Sicherheitsstandards garantiert.

Text: Österreichischer Kachelofenverband

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