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Bauen & Renovieren Text: Markus Karner

Passivhaus Award 2014: Finalisten und Gewinner

Am 25. April werden die besten Passivhäuser in unterschiedlichen Kategorien auf der Internationalen Passivhaustagung 2014 in Aachen prämiert. Um den Preis für das beste Büro- bzw. Sondergebäude kämpfen auch zwei österreischische Beiträge. Mittlerweile wurden die Gewinner ermitteln. (Bildergalerie)

© (Photo: Roland Halbe, Stuttgart) | GEWINNER SONDERBAUTEN/BÜROGEBÄUDE - Kunstmuseum Ravensburg (Ravensburg, Germany), Lederer Ragnarsdóttir Oei Architekten

Weltklasse-Architektur in Passivhausstandard

Über 120 Projekte wurden eingereicht, aus 92 Projekten werden die Preise in sechs Kategorien vergeben. Der Passivhaus Award soll die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten von Passivhäusern ins Zentrum rücken. Der Wettbewerb wird im Rahmen des EU-Projekts PassREg durchgeführt.

92 internationale Projekte in sechs Kategorien:

  • Einfamilienhäuser
  • Mehrfamilienhäuser
  • Weiterbildungseinrichtungen
  • Sonderbauten Bürogebäude
  • Sanierungen
  • Region

2 Projekte aus Österreich unter den Nominierten

RHW.2 - Das erste Passivhochhaus der Welt

Das Büro- und Verwaltungsgebäude der Raiffeisenbank am Donaukanal wurde 2012 vom Architektenteam ARGE Atelier Hayde & Architektur Maurer & Partner entworfen. Es ist das erste Passivbürohochhaus der Welt. Das Gebäude fügt sich in das Ensemble der Bürohochhäuser am Leopoldstädter Donaukanal ein. Als Zubau konzipiert ist es mit dem bestehenden Raiffeisenhaus verbunden, ohne dass die Passivhaus-Qualität darunter leidet. Durch den Einsatz moderner Materialien und erneuerbarer Energiequellen besticht das Gebäude mit einem minimalen Energiebedarf.

Technik

  • Kühlung durch angrenzenden Donaukanal
  • Nutzung der Abwärme vom benachbarten Rechenzentrum
  • Geothermie
  • Photovoltaik
  • Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung


Kennwerte

  • Luftdichtheit: n50 = 0,39/h
  • Heizwärmebedarf: 14 kWh/m²a
  • Primärenergiebedarf: 117 kWh/m²a

Justizzentrum Korneuburg - Gerichtsgebäude

Das neue Justizzentrum in Korneuburg - entworfen von ARGE Dieter Mathoi Architekten & DIN A4 Architektur - übernimmt zentrumsbildende Funktion für einen neuen Stadtteil. Die Baukörper sind um einen öffentlichen Freiraum angeordnet. Die beiden Baukörper vereinen Gerichtsgebäude und Justizanstalt.
Die reduzierte Ästhetik mit hoher Gestaltungsqualität sowie einladender, heller Räume gilt als modernste Vollzugsanstalt Österreichs, welches ansprechende Ästhetik mit hohem technischen Standard vereint.

Technik

  • ausgefeiltes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung
  • Grundwasserwärmepumpe
  • Thermische Solaranlage


Kennwerte

  • Luftdichtheit: n50 = 0,2/h
  • Heizwärmebedarf: 11,7 kWh/m²a
  • Primärenergiebedarf: 103 kWh/m²a

Die internationale Jury stellt sich aus 9 renommierten Experten zusammen wovon zwei aus Österreich kommen. Wolfgang Feist vom Passivhaus Institut und Helmut Krapmeier vom Energieinstitut Vorarlberg.

Weblinks:
EU-Projekts PassREg
Passivhaus Institut
Energieinstitut Vorarlberg

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