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Statement von Hans Sünkel Altrektor TU Graz

Statement des ehemaligen Rektors der Technischen Universität Graz, Hans Sünkel, zur aktuellen Situation an den Universitäten

Hans Sünkel, Rektor der Technischen Universität Graz

Statement des Altrektors der TU Graz, Hans Sünkel, zur aktuellen Situation an den Universitäten

Die Technische Universität Graz ist eine der führenden Institutionen auf ihrem Gebiet. Die Studenten der Technischen Universität Graz können zu Recht mit Stolz auf ihre Ausbildung verweisen, denn an den verschiedenen Instituten der Technischen Universität Graz wird erkenntnisorientierte Lehre wie angewandte Forschung auf fortschrittlichstem Niveau betrieben. Die Anforderungen, welche die Gesellschaft in immer wieder wandelnden Formen an bedeutende Ausbildungsorte stellt, fließen in die Programme der Lehren und einzelnen Disziplinen der Technischen Universität produktiv und zukunftsorientiert ein.

Schon aus diesen anspruchsvollen Prämissen heraus, kann auch die Technische Universität Graz nicht unberührt von den Turbulenzen um die Universitäten Österreichs bleiben, welche vor allem in Wien zu Demonstrationen und Streiks der Studenten geführt hat.

Der Altrektor der Technischen Universität Graz, Hans Sünkel, hat stadt-wien.at ein persönliches Statement zur aktuellen Situation an den österreichischen Universitäten übersendet, das wir hier in unveränderter Form wiedergeben.

Ich habe Verständnis für den Unmut der Studierenden - Hans Sünkel, Rektor der TU Graz

Viel zu oft wurde in den letzten Jahren ein ernsthafter Diskurs über Bildung und Wissenschaft in Österreich auf die lange Bank geschoben. Universitäten generieren den Fortschritt einer Gesellschaft, ja mehr noch: Sie gestalten Zukunft! Sind sie finanziell nicht adäquat ausgestattet – und das betrifft die Forschung genauso wie die Lehre – droht ein Land in seiner Entwicklung und Konkurrenzfähigkeit auf vielen Ebenen ins Hintertreffen zu geraten.

Bildung und Forschung sind damit Themen, die alle betreffen, und daher auch mit hoher Priorität behandelt werden sollten. Viel zu oft wurden in der Vergangenheit die Hilferufe der Universitäten als ungerechtfertigt abgetan. Fast als Affront wurde „Weltklasse“ zwar politisch verordnet, aber nicht finanziert. An vielen Stellen fehlt nach wie vor sogar die Basis für das Notwendigste.

Der Protest der Studierenden ist die Konsequenz der chronischen Unterfinanzierung der heimischen Universitäten und des fehlenden ganzheitlichen Konzepts für die tertiäre Bildungslandschaft in Österreich und muss als solcher sehr ernst genommen werden. Die vom zuständigen Ministerium zugesagten 34 Millionen Euro sind ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber eben nur ein erster. Überhaupt ist der Diskurs weit umfassender zu führen, denn etwa auch der Spagat im Zugang zu überlaufenen Fächern und solchen, die mehr Absolventinnen und Absolventen brauchen, ist ein ungelöstes Problem, das eine weiterreichende nationale, ja sogar eine gesamteuropäische Betrachtung braucht.

Bildnachweis: © TU Graz/Frankl, TU Graz/Grancy

stadt-wien.at dankt Hans Sünkel für sein Statement, das hier unverfälscht wiedergegeben ist.

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