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Im Gespräch Text: stadt-wien.at Redaktion

PKM-Muldenzentrale: Man kann nur mit Service punkten

Mit 60 Mitarbeitern und 1.800 Kunden ist die PKM-Muldenzentrale im Alberner Hafen in Simmering ein Big Player im Bereich Entsorgung im Großraum Wien. Im stadt-wien.at-Interview erklären die Geschäftsführer Günter Mayer und Werner Horak, worauf es beim Thema Mulde ankommt.

Geschäftsführer Günter Mayer und der Eingang zum Bürogebäude der PKM.
Günter Mayer ist seit 2010 Geschäftsführer der PKM-Muldenzentrale, seit 2015 gemeinsam mit Werner Horak.

Die Geschäftsführer der PKM-Muldenzentrale im Interview

stadt-WIEN.at: Herr Mayer, wo liegen die Schwerpunkte der PKM-Muldenzentrale?
Mayer: Unser Hauptgeschäft ist die Entsorgung im Baustellenbereich – aber auch für Privatkunden. Die PKM-Muldenzentrale ist seit über 40 Jahren in Wien tätig. Punkten wollen wir mit der Kundenzufriedenheit. Der Markt im Raum Wien wird immer kleiner, denn die Revitalisierung von Altbauten nimmt ab und Neubauten werden weniger abfallintensiv gebaut. Der Mitbewerb wird größer, auch aus den Bundesländern. Daher sinkt das Preisniveau von Jahr zu Jahr. Da kann man nur mehr mit Service punkten.

stadt-WIEN.at: Was kann man im Muldenbereich an Service anbieten?
Horak: Zum Beispiel verschiedene Größen von Behältern, da bieten wir vom 120 bis 1.100 Liter-„Kübel“, von der 2,5er bis zur 16er Mulde und Container von 10 bis 40 Kubikmeter an. Die Behälter stehen zur Verfügung, wenn der Kunde anruft. Wir liefern den Behälter pünktlich und holen ihn auch pünktlich wieder ab. Das ist ein Service.

stadt-WIEN.at: Wodurch unterscheidet sich die PKM-MZ von den Mitbewerbern?
Mayer: Wir sind ein zertifizierter Entsorgungs-Fachbetrieb. Wir versuchen, die Materialien bis ins letzte Detail aufzutrennen und der Wiederverwertung zuzuführen. Unsere Philosophie ist, werthaltig und nachhaltig zu arbeiten.

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stadt-WIEN.at: Stichwort Entsorgung: Früher war es so, dass die Leute alles in den Container reinwerfen konnten - und weg war der Dreck. Wie wird heute darauf geachtet, dass keine schwer umweltbelastenden Materialien im Container landen?

Mayer: Hauptsächlich durch Information. Gefährliche Materialien werden getrennt und von uns auch separiert von den Bauvorhaben abgeführt. Für die sogenannten Baumischabfälle – wo ungefährliche Abfälle in einer Mulde vermischt werden – nutzen wir zwei Aufbereitungsanlagen, in denen wir die Stoffströme wieder trennen.

stadt-WIEN.at: Wie geht das technisch vor sich?
Mayer: Die Mulde wird abtransportiert und kommt in unseren Betrieb. Hier wird verifiziert, für welche Anlage das Material geeignet ist. Dann wird es dort abgekippt und maschinell vorsortiert. Anschließend läuft es über die Anlage. Die sogenannte „Mix-1-Anlage“ ist unbemannt. Auf der Sperrgutanlage wird im letzten Abschnitt zusätzlich am Handleseband vom Personal händisch feinsortiert.

stadt-WIEN.at: Wie ist der Ablauf im Privatkunden-Bereich?
Mayer: Sehr viele informieren sich über unsere Homepage. Telefonisch werden sie von unserem Auftragsservice kompetent betreut. Bei der Bestellung gibt der Kunde seinen Wunschtermin bekannt. Unser Ziel ist, diesen Termin zu 100 Prozent einzuhalten.

stadt-WIEN.at: Für den Privatkunden stellt sich oft das Problem des Platzes vor Ort. Reservieren Sie den Platz oder muss das der Kunde machen?
Mayer: Der Kunde bekommt  von uns die Auskunft, wo er eine Stellgenehmigung einholen kann. In Wien ist es ja Gott sei Dank noch so, dass Behälter bis maximal 24 Stunden ohne  Genehmigung aufgestellt werden dürfen. Über Details informiert unser Auftragsservice den Kunden.

stadt-WIEN.at: Wie lange dauert es, bis eine Mulde vor Ort ist?
Mayer: Grundsätzlich innerhalb von 24 Stunden. Es gibt aber auch einen Kundenkreis, der eine vertraglich fixierte Abrufzeit von einer Stunde hat. Manche Kunden sind ungeduldig und erwarten die Mulde innerhalb einer halben Stunde nach Bestellung. Das ist in Wien natürlich nicht immer einfach.

stadt-WIEN.at: Wie lange kann der Kunde eine Mulde stehen lassen?
Mayer: Wenn er einen genehmigten Abstellplatz hat, dann steht sie sieben Tage mietfrei. Darüber hinaus ist eine Miete zu entrichten.

stadt-WIEN.at: Was kostet eine Mulde?
Mayer: Im privaten Bereich kostet eine 8er Bauschutt-Mulde 213 Euro, ein 23er Container für Sperrgut kommt auf 906 Euro. Inkludiert sind das Aufstellen, das Abholen, das Entsorgen und der Behälter sieben Tage mietfrei.

stadt-WIEN.at: Danke für das Gespräch.


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